• 27. März 2017

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Schlagwortsuche

Unter Kriegern: (v.l.n.r.) Kofler, Karaduman, Moritz. - © R. Newman

Theaterkritik

Weltuntergangsspaß5

  • Theater Rabenhof zeigt die Geschichte Trojas: ein gelungener Kraftakt.

Am Anfang des Theaterabends kauern drei Soldaten im Bauch des trojanischen Pferdes und fragen sich, was sie hier eigentlich verloren haben. Am Ende der Aufführung ist nur mehr einer von ihnen am Leben - und fragt sich wohl noch immer, wofür er hier gekämpft habe. Dazwischen liegen 80 Minuten Spaß, Spannung und Spielfreude. "Troja... weiter




Irischer Seelentrost: Millie Reeves, Peter Ormond. - © Reinhard Reidinger

Theaterkritik

Landnahme

  • Märchenhaftes Volksstück aus Irland im English Theatre.

Vorhang und Bühnenhintergrund richten den Blick auf Wiesen und Felder der grünen Insel - Irland. Auch dort ist die Seele ein weites Land. Die wahren Gefühle kommen den Menschen nicht leicht über die Lippen, den Männern noch weniger als den Frauen, von denen es eine an Power locker mit zwei Männern aufnimmt... weiter




Duo Infernale: Johanna Withalm, Johanna Rehm (u). - © Bettina Frenzel

Theaterkritik

Das Grauen hinter den Spiegeltüren2

  • Effektvolle Inszenierung von Genets "Zofen" in der Wiener Scala.

Spiegeldrehtüren und Blumen dominieren die Bühne. Eine gnädige Frau quält ihre Zofe. Aber bald merkt man, dass hier in Wirklichkeit zwei Zofen, die Schwestern Claire und Solange, agieren. Sie betreiben eines ihrer vielen Rollenspiele, in denen eine die Herrin mimt und deren Kleider und Schmuck trägt... weiter




Traumwelten (l.) Helmut Stippich, Toni Slama. - © Alexi Pelekanos

Theaterkritik

Natur und Kultur tanzen versöhnt

  • Shakespeares Komödie "Wie es euch gefällt" überzeugt im Landestheater Niederösterreich in St. Pölten.

Die reale und die erträumte Welt prallen in Shakespeares "Wie es euch gefällt" (1599) aufeinander: als ein Theater der Wirklichkeit und ein utopisches Theatertheater. Zu oft wird die tief im Denken der Renaissance verwurzelte Komödie in lauen Sommertheaterstunden gefühlswarm verblödelt. In St... weiter




Theaterkritik

Schuld und Sühne

"Bash" ist wohl eines der beunruhigendsten Stücke des Gegenwartsdramas. In drei Bühnenmonologen wird jeweils ein Mord gestanden. Die Tötungen wurden nie entdeckt, sie erschienen als Unfall, die Mörder kamen ungestraft davon. Der US-amerikanische Dramatiker und Filmemacher Neil LaBute, 54, spielt dabei mit Erwartungen und Moralvorstellungen... weiter




Dschihad-Satire: v. l. Barbara Braun, Angela Schneider, Petra Niedermayer, Michael Perner, Samuel Meister, Marius Schiener. - © Rolf Bock

Theaterkritik

Hysterie statt Pointe

  • Im Theater Forum Schwechat geht "Stirb, bevor du stirbst" im falschen Tempo unter.

Die Nachbarin kocht (so süß) und hört Musik (so laut). Was wie ein Nachbarschaftsstreit beginnt, führt über einen Besuch des Anti-Terror-Beauftragten hin zum Sufismus. Ibrahim Amirs zweites Stück "Stirb, bevor zu stirbst" zitiert schon im Titel Innerlichkeit und Askese und nicht, wie zunächst angedeutet, einen Aufruf zum Tod... weiter




Immer im Abseits: Rainer Galke als Kasimir. - © www.lupispuma.com

Theaterkritik

Rülps? Rülps!3

  • Bananenfellatio, kaltes Licht und soziologische Texteindringlinge: "Kasimir und Karoline" im Volkstheater als unsubtile Gagparade.

Der Zeppelin, dieses Sinnbild von vergänglicher Luxus-Erhabenheit, sorgt für Begeisterung am Oktoberfest in Ödön von Horvaths "Kasimir und Karoline". In Philipp Preuss’ Inszenierung im Volkstheater rennt das ganze Ensemble zusammen und über einen Bildschirm sieht das Publikum auf die winkenden Adabeis im Leuchtschlangen-Karussell hinab... weiter




Beste Idee: Ein Frauenensemble (v.l.: Barbara Petritsch, Aenne Schwarz, Caroline Peters, Sarah Viktoria Frick, Maria Happel, Irina Sulaver) verkörpert den Chor und verhandelt Menschheitsgeschichte. - © R. Werner

Theaterkritik

Regen, Feuer und Blut4

  • "Die Orestie" am Burgtheater: Ein Frauenensemble rast durch das dürre Stückgerüst. Warum eigentlich?

Die Orestie ist eher kein Stück, das man beiläufig auf den Spielplan und die Bühne hievt. Das etwa 500 Jahre vor Christus uraufgeführte Drama zählt zu den ältesten Bühnentexten, mehr noch: Es gilt als einzige vollständig erhaltene Tragödientrilogie der griechischen Antike, als eine Art Ur-Drama unserer Kultur... weiter




Piraten-Dandys: R. Brauer-Kvam, R. Schmelzer. - © M. Schell

Theaterkritik

Exzentrische Einsiedler3

  • Felix Mitterers "Galápagos" im Theater in der Josefstadt: eine wahre Pionier-Geschichte als philosophisch umwölkter Krimi.

Eine einsame Insel, die sich als Paradies mit Falltüren entpuppt. Wenige Menschen mit üppiger Charaktervielfalt, die zu bösen Beziehungsturbulenzen führt. Und am Ende mindestens drei Todesfälle, für die es keine ganz gesicherte Erklärung gibt. Das ist das vielversprechende Grundgerüst von Felix Mitterers neuem Stück "Galápagos"... weiter




Theaterkritik

Der alte Mann und die Bananen

Die Erzählung "Ein Bericht für eine Akademie" von Franz Kafka (1917) wurde schon mit Elsa Brod, der Frau von Max Brod, zu einer Rezitationsvorlage. Im Theater Nestroyhof Hamakom ist es der Schauspieler Michael Gruner, der die Geschichte von einer Wandlung zum Menschen erzählt. Was er vorher gewesen war? Ein Affe. Deswegen die Banane... weiter




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