• 18. Dezember 2017

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Astronomie

Kühner Feldzug gegen den Mars

  • Prag, vor genau 400 Jahren: Endlich kann Johannes Kepler sein neues Buch "Astronomia Nova" präsentieren, an dem er so lange gearbeitet hat. Fertig ist es ja schon seit 1606.

Doch Geldmangel und andere Widrigkeiten verzögerten den Druck. Vielleicht liest der Kaiser wenigstens den Anfang; kaum anzunehmen, dass er sich durch alle 70 Kapitel müht. Der Mystiker Rudolf II. hat Prag zur Reichshauptstadt erhoben, zum Brennpunkt des geistigen Schaffens gemacht... weiter




Wissenschaft

Signale zum großen Aufbruch

  • Es ist natürlich nur ein Spiel, aber gelegentlich können auch Gedankenspiele erhellend sein: Wie würde Darwin reagieren, wenn er erleben könnte, wie er im Darwin-Jahr gefeiert wird?

Wahrscheinlich wäre er erstaunt darüber, wie eng der Themenkreis ist, auf den die öffentliche Diskussion anfangs fixiert zu sein schien. (Etwa die Erwägungen zu seiner persönlichen Haltung zur Religion - er hätte alle Argumente dazu schon bis zum Überdruss gehört... weiter




Nur der Mensch hat die Fähigkeit, seine natürlichen Anlagen in kulturelle Werte umzuformen. Foto: Bilderbox

Wissenschaft

Keine Natur ohne Kultur

  • Herrn Professor Wuketits ist für seine Darlegungen im "extra" vom 7. 2. 09 über Darwin & Co. und speziell gegen einige missbräuchliche Verwendungen Darwinscher Lehren sehr zu danken.

Gleichwohl bleibt es unabdingbar, sich mit evolutionswissenschaftlichen Ansprüchen kritisch auseinanderzusetzen. Das betrifft in erster Linie eine Welt, von der Wuketits sagt, dass es in ihr" nur mit natürlichen Dingen zugeht". Und dass Darwin noch von der "Idee des Fortschritts beseelt war, den wir heute in der Evolution nicht mehr sehen"... weiter




Gregor Mendel (1822 - 1884). Foto: Universität für Bodenkultur Wien

Wissenschaft

Erbsen zählen für Darwin

  • Auch Charles Darwin hätte Mendels Regeln gut gebrauchen können.
  • Das Jahr 2009 ist für die Naturwissenschaften vor allem das Darwin-Jahr, vor 200 Jahren wurde Charles Darwin geboren, vor 150 Jahren veröffentlichte er sein Hauptwerk "Über die Entstehung der Arten".

1884, also vor genau 125 Jahren, verstarb indes Gregor Johann Mendel, Abt des Brünner Augustinerklosters und Begründer der klassischen Genetik. Darwin hätte Mendel dringend gebraucht: Seine Evolutionstheorie konnte zwar die Entstehung der Arten durch Mutation, natürliche Selektion und Anpassung an spezifische Lebensräume grob erklären... weiter




Venusphasen und Jupitermonde, wie sie in den "Opere di Galileo Galilei" (1718) gezeigt werden. Foto: Pinter

Wissenschaft

Jupiter erhält Gesellschaft

  • Padua, 1609: Neugierig schaut der 45-jährige Mathematikprofessor Galileo Galilei zum Firmament.

Er hat von einer Erfindung holländischer Brillenmacher gehört, mit deren Hilfe Gegenstände zwei- oder dreimal näher erscheinen. Der geschickte Experimentator baut das Sehglas nach, steigert seine Vergrößerung bis zum Dreißigfachen. Wahrscheinlich pocht sein Herz rascher, als er das schmächtige Rohr zum Himmel richtet... weiter




Ein Brief Darwins an seinen Verleger Murray. Foto: apa/ Ian Nicholson

Wissenschaft

Der wohlhabende Philanthrop

  • Shrewsbury, die Hauptstadt der Grafschaft Shropshire, erschien in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wie eine Enklave der guten alten Zeit, an der die Moderne vorübergegangen war.

Die Stadt liegt, wie Daniel Defoe schrieb, "wie inmitten eines Hufeisens eingeschlossen" durch den Fluss Severn - "eine große, angenehme, reich bevölkerte und reiche Stadt; viel Landadel und doch auch viele Kaufleute", die meist mit Wolle und Textilien handelten... weiter




Unsere Verwandten. Foto: epa

Wissenschaft

Des Menschen niedere Abkunft

  • Im Dezember 1831 verließ - nach mehreren gescheiterten Versuchen - das Vermessungsschiff "Beagle" den Hafen von Plymouth, England; das relativ kleine, nur knapp dreißig Meter lange Schiff galt als nicht besonders seetüchtig.

Unter den vierundsiebzig Personen an Bord befand sich auch ein knapp dreiundzwanzigjähriger Mann mit einem abgebrochenen Studium der Medizin, einem abgeschlossenen Studium der Theologie und ausgeprägten naturkundlichen Interessen. Entgegen einer verbreiteten Legende war er allerdings nicht als offizieller Naturwissenschafter... weiter




Charles Darwin, Fotografie von J. Cameron, 1869. Foto: Wikimedia

Forschung

Zurüstungen für das Darwin-Jahr

  • Die Evolutionstheorie, so hat Jaques Monod schon vor langem konstatiert, ist eine besondere Theorie. Auch deshalb, weil sie unter den großen Theorien der Naturwissenschaften "die einzige ist, von der jedermann glaubt, dass er sie versteht".

Er meinte damit "Philosophen, Sozialwissenschafter und so weiter. In Wirklichkeit aber verstehen die Evolutionstheorie sehr wenige Leute und das gilt selbst für die Evolutionstheorie, so wie Darwin sie zu seiner Zeit formulierte, und noch mehr für das Verständnis der Evolutionstheorie, das uns heute in der Biologie möglich ist... weiter




Der theoretische Physiker Walter Thirring, geboren 1927 in Wien. Foto: apa/ Christian Müller

Wissenschaft

Ein lustvoller Forscher

  • Sein letztes größeres Werk hatte Walter Thirring jenem Thema gewidmet, das ihn in den letzten Jahren am meisten beschäftigte - "Kosmische Impressionen" beschrieb, wie sich die Kosmologie in den letzten Jahrzehnten durch bisher ungeahnte Beobachtungsmöglichkeiten und dank neuester Entwicklungen in der theoretischen Physik gewandelt hat.

Unter dem Eindruck seiner Begegnungen mit Kardinal König war es ihm wichtig, das, was er sagen wollte, in ein Netz religiöser Metaphern einzubetten. Jenen, die glauben, dass große Naturwissenschaft dieses Netz nicht braucht und nur schlecht in diesen Kontext gezwungen werden kann, blieb neben Respekt vor dieser Sicht das Bedauern... weiter




Geschichte

1989 und die Folgen

  • Tony Judt hat sich als Historiker vielfach mit der (ost-)europäischen Geschichte beschäftigt. Im Vorwort seines jüngsten Buches, "Reappraisals", denkt er darüber nach, wie "Geschichte" be- und genutzt wird: Auf der einen Seite haben wir Museen, Gedenkorte etc. Dort werde berühmter Menschen, wichtiger "Siege" und zunehmend auch des Leids von Opfern gedacht. Im letzteren Fall werde ein "Niemals-Vergessen" eingemahnt; gewissermaßen als politische "Lehre aus der Geschichte".

Anderseits würden die Probleme der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart fortwirken, allzu rasch vergessen. Seit 1989 hat sich die Welt tiefgreifend verändert. Die Versuchung ist groß, zu glauben die Vergangenheit wäre abgeschlossen, die Marktwirtschaft, die im Osten Einzug hielt, für alle Zukunft garantiert und die Demokratie gesichert... weiter




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