• 20. Oktober 2017

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Geschichte

1989 und die Folgen

  • Tony Judt hat sich als Historiker vielfach mit der (ost-)europäischen Geschichte beschäftigt. Im Vorwort seines jüngsten Buches, "Reappraisals", denkt er darüber nach, wie "Geschichte" be- und genutzt wird: Auf der einen Seite haben wir Museen, Gedenkorte etc. Dort werde berühmter Menschen, wichtiger "Siege" und zunehmend auch des Leids von Opfern gedacht. Im letzteren Fall werde ein "Niemals-Vergessen" eingemahnt; gewissermaßen als politische "Lehre aus der Geschichte".

Anderseits würden die Probleme der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart fortwirken, allzu rasch vergessen. Seit 1989 hat sich die Welt tiefgreifend verändert. Die Versuchung ist groß, zu glauben die Vergangenheit wäre abgeschlossen, die Marktwirtschaft, die im Osten Einzug hielt, für alle Zukunft garantiert und die Demokratie gesichert... weiter




Manchmal hilft ein Stück Zucker mehr als eine Tablette. Foto: Bilderbox

Medizin

Heilung durch Einbildung

  • Den Placebo-Effekt gibt es wahrscheinlich schon, seit es Krankheiten und Patienten gibt - und Rituale, welche die Hoffnung zu erwecken vermögen, geheilt zu werden.

In den letzten Jahren ist es der wissenschaftlichen Forschung zweifellos gelungen, die immer wieder aufkommenden Zweifel an der Existenz von Placebo-Effekten wenigstens bei der Therapie bestimmter Erkrankungen zu widerlegen. Dies gelang nicht zuletzt dank der Entdeckung einer Reihe von Mechanismen... weiter




Die Rotunde im Wiener Prater war 1883 Schauplatz der Elektrischen Ausstellung.Foto: Wikimedia

Geschichte

Ohrwascheln als Schallfänger

  • Im November 1883 schrieb die "Neue Freie Presse" zum Abschluss der Wiener Internationalen Elektrischen Ausstellung: "Wir scheiden ... nicht mit einem Lebewohl, sondern mit der Zuversicht des baldigen Wiedersehens, denn all diesen Lampen und Lichtern ... werden wir hoffentlich bald wieder begegnen, wenn die Elektricität ihren Einzug in alle Kreise des praktischen Lebens halten und dieselben mit ihrem Lichte, ihren Kräften und Tönen erfüllen und beherrschen wird."

Neuer Ausstellungstyp Diese so zukunftsreich beschriebene Veranstaltung rückte vor 125 Jahren Wien in den Mittelpunkt des technischen und wirtschaftlichen Geschehens in Europa. Die Wiener Weltausstellung von 1873 war trotz mancher Missgeschicke aufgrund ihrer langfristig genutzten Erneuerungschancen noch in guter Erinnerung... weiter




Roger Tsien, einer der Chemie-Nobelpreisträger 2008. - © Reuters/ Blake

Nobelpreis

Die Tücken der Kür

  • Es ist schon richtig: man soll Nobelpreise nicht überschätzen. Wer die Wissenschafts-Szene auch nur einigermaßen kennt, weiß fast immer Wissenschafter zu nennen, die den Preis ebenso verdienen würden wie die Ausgezeichneten.

Und natürlich arbeitet das Nobelpreiskomitee nicht im luftleeren Raum: So sehr es sich auch bemühen mag, Vorschläge zu sammeln, und sich in langen Diskussionen um ein möglichst vorurteilsfreies Urteil zu bemühen - die Winde des Zeitgeistes wehen auch in Stockholm... weiter




Blick aus der Sonde Messenger auf den Merkur. Foto: NASA/ Messenger

Raumfahrt

Besuch beim Götterboten

  • Schon das erste Rendezvous am 14. Jänner dieses Jahres war ein voller Erfolg. Demnächst, am späten Vormittag des 6. Oktober, kommt es zum neuerlichen Stelldichein zwischen der Raumsonde Messenger (englisch für "Bote") und dem flinken Merkur.

Der innerste Planet entfernt sich am irdischen Himmel nie weit von der Sonne. Doch man erspäht ihn bestenfalls nur in der hellen Dämmerung, knapp über dem Horizont. Die Alten mutete er deshalb wie ein Mittler zwischen Himmel und Erde an. Die Griechen verwoben ihn mit dem göttlichen Boten Hermes, die Römer mit ihrem Gott Merkur... weiter




Forschung

Hirn mit und ohne Ei

  • Wenn die späten Sommerwochen nicht doch noch eine Überraschung bringen, muss man sich an die Idee gewöhnen, dass vielleicht sogar das Ungeheuer von Loch Ness zu den Opfern des Klimawandels zählt: jahrzehntelang konnte man sich darauf verlassen, dass es im Hochsommer, zeitgerecht inmitten der Nachrichtenflaute, auftaucht. Heuer hingegen war nichts davon zu lesen.

Doch zumindest das anspruchsvolle Feuilleton der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) scheint vollwertigen Ersatz gefunden zu haben: Aufforderungen zum Duell, präsentiert im Rahmen der Event-Serie "Dialog zwischen den beiden Kulturen - Naturwissenschaft gegen Kulturwissenschaft"... weiter




Forschung

Wieviel kostet eine Biene?

  • Die gute Nachricht zuerst: Artensterben und Artenschutz fanden in jüngster Zeit ein starkes mediales Echo.

"Der Spiegel" widmete in einer seiner Ausgaben diesem Thema eine Titelgeschichte, und auch andere Wochenmagazine und Tageszeitungen berichteten teils recht ausführlich über den Artenschwund und die dringend gewordenen Maßnahmen zur Rettung der Vielfalt des Lebens... weiter




Das Hirn vergnügt sich. Yugoslav Vlahovic

Forschung

Der freie Wille und seine Grenzen

  • Wenn man eine der Seiten aufschlägt, welche in den Qualitätszeitungen der Wissenschaft vorbehalten sind, findet man seit einiger Zeit auch dort immer häufiger Artikel, bei denen es sich deutlich um Public Relation-Produkte aus dem Bereich der angewandten Wissenschaften handelt. Wer etliche solcher Artikel liest, wird dabei kaum den Eindruck gewinnen, dass Wissenschaft auch ein intellektuelles Vergnügen sein kann.

Dabei leben wir in einer faszinierenden Periode der Wissenschaftsgeschichte, in der grundlegend neue Theorien bisher anders gesehene Bereiche der Realität in neuem Licht erscheinen lassen oder in der alte, nicht-naturwissenschaftliche Theorien in Reichweite der Naturwissenschaften kommen, weil es neue Methoden gibt... weiter




Für junge Wissenschafter sind die Karrierechancen außerhalb der Universitäten oftmals deutlich besser. . . Foto: Apa

Wissenschaft

Karrieren auf der Kriechspur

  • Die in den letzten Jahren in Österreich modisch gewordene Rede von Elite- und Exzellenz-Universitäten verweist recht deutlich auf das Bestreben, mit der internationalen Spitzenforschung Schritt halten zu wollen. Dabei werden mitunter die heimischen Universitäten indirekt dafür verantwortlich gemacht, was eigentlich der sie seit vier Jahrzehnten in Permanenz reformierenden Politik zuzurechnen ist: etwa für den akademischen Massenbetrieb; für die Möglichkeit von bis zu fünf Prüfungswiederholungen für schwache oder faule Kandidaten; für die mangelhafte Betreuung der Studierenden durch allzu wenige Lehrende; für die zum Teil desolate Altersstruktur an den Instituten in Folge jahrzehntelang betriebener vorschneller Pragmatisierungen. All das war einem "spirit of excellence" gewiss nicht förderlich.

Man soll aber nicht übersehen, dass Österreich mittlerweile auch einiges geleistet hat, was durchaus Respekt verdient. Das Land hat derzeit eine Forschungsquote von rund 2,5 Prozent und liegt damit in der EU auf dem fünften Platz. Dienstrecht als Hemmschuh So sehr sich die Situation für qualifizierte Studierende im Dissertationsstadium sowie für... weiter




Medizin

Sommerliche Ernüchterungen

Man soll sich natürlich nichts vormachen, aber - es war schon nicht die beste Zeit, um für intellektuelle Abenteuer wach zu sein. Zuerst war da die Fußballweltmeisterschaft und damit Anlass genug, sich Gefühlen hinzugeben, die man sich im Normalzustand nicht gestattet hätte... weiter




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