• 22. Oktober 2017

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Schlagwortsuche

Moriz Scheyers österreichischer Pass, ausgestellt vom Gesandten in Paris. - © Peter Singer

Exilliteratur

Die Melancholie des Überlebens11

  • Eine Neuentdeckung: Moriz Scheyer, Wiener Journalist und Chronist einer jahrelangen Flucht, hat Lebenserinnerungen geschrieben. Das Buch war lange verschollen, nun ist es erstmals zugänglich.

Es ist die Geschichte eines zufälligen Fundes, und sie begann im Jahr 2005 in einem Vorort von London. Peter Singer und sein Bruder räumten damals das Haus ihres Vaters Konrad, der umziehen musste. Auf dem Dachboden fanden sie einen Umschlag und darin einen Stapel vergilbtes Papier... weiter




Egon Schwarz (1922 - 2017) . - © Ullstein Bild/ Jürgen Bauer

Nachruf

Lebendigkeit und Eleganz7

  • Egon Schwarz, der amerikanische Germanist mit Wiener Wurzeln, ist im Alter von 94 Jahren verstorben.

St. Louis/ Wien. Wer das Glück hatte, Egon Schwarz persönlich zu kennen, wird schwer glauben wollen, dass dieser amerikanisch-österreichische Germanist nun im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Trotz seines hohen Alters schien er mit unverwüstlicher Lebenskraft gesegnet zu sein, so dass man sich ein Ende dieses vielsprachigen... weiter




Ist mit seiner fünfbändigen Familiensaga "Die Vorgänger" als Autor vor allem in Österreich spät, aber doch nachhaltig bekannt geworden: Alfredo Bauer. - © Apa/Herbert Neubauer

Todesfall

Arzt, Autor und Kämpfer8

  • Der argentinische Schriftsteller Alfredo Bauer ist tot. Dass er aus Österreich stammte, wussten wenige.

Alfredo Bauer galt in Lateinamerika als engagierter argentinischer Autor. Dass er aus Österreich stammte, wussten wenige. Dabei ist sein Schicksal typisch für das Unheil, das der Faschismus über Österreich gebracht hat. Kurz nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 flüchtete die jüdische Familie Bauer vor der Verfolgung... weiter




Kurt Hiller, 1924 porträtiert von Emil Stumpp. - © Archiv Bentz

Literatur

"Zu allererst antikonservativ"24

  • Der widerständige, eigensinnige Intellektuelle Kurt Hiller kämpfte ein Leben lang für eine liberale Demokratie, die maßgeblich von den "geistigen Arbeitern" mitbestimmt werden sollte.

Nichts weniger als die "Besserung des Loses der Menschheit" war das große Ziel, das sich der politische Schriftsteller und Publizist Kurt Hiller gesetzt hatte. In steter Opposition zu den Herrschenden, führte Hiller ein "Leben gegen die Zeit" - so auch der Titel seiner 1969 erschienenen Autobiographie. Er kämpfte besonders im ersten Drittel des 20... weiter




Ist mit seiner fünfbändigen Familiensaga "Die Vorgänger" als Autor vor allem in Österreich spät, aber doch nachhaltig bekannt geworden: Alfredo Bauer. - © Apa/Herbert Neubauer

Interview

"Eine große neue Nation ist im Werden"7

  • Ein Gespräch mit Alfredo Bauer, einem der letzten noch lebenden Exilschriftsteller aus Wien.

Erich Hackl: Alfredo, es geschieht nicht oft, dass jemand körperlich gesund und mit ungetrübtem Verstand in sein 10. Lebensjahrzehnt startet. Und außerdem sagen kann, dass sich so ziemlich alles in seinem Leben erfüllt hat. Alfredo Bauer: Beinah. Ein reiches Leben war das. Ich denke viel darüber nach, ob Gerechtigkeit darin war... weiter




Während eines deutschen Luftangriffs auf London stand der österreichische Dichter Jesse Thoor auf der Straße und brüllte apokalyptische Engelvisionen: Der Kommunist war Mystiker geworden. - © wikipedia

Literatur

Rückgewinnung des Übersehenen1

  • Exilanten, Kommunisten, Mystiker: vom Schwimmen gegen den Mainstream.

Das Gesamtwerk: 397 Seiten. 197 Seiten Gedichte, 76 Seiten Erzählungen (zumeist Autobiografisches), ein paar Varianten, Briefe. Das ist alles. Ein Vielschreiber war Jesse Thoor wahrlich nicht. Lautet nicht eine bewusst überspitzte These, ein Gedicht würde genügen, um in die literarische Unsterblichkeit einzugehen... weiter





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