• 24. Februar 2017

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Olga Bezsmertna überzeugte als Desdemona. - © Staatsoper/M. Pöhn

Opernkritik

Die Eifersucht ist ein Hund17

  • Staatsoper: "Otello" oder "Desdemona" sollte die Oper heißen.

"Dann wünschen wir uns alle viel Glück..." Ein ehrliches Wort, das Staatsoperndirektor Dominique Meyer angesichts der Grippeepidemie im "Otello"-Ensemble an das Wiener Publikum richtete. Einige Tenöre, Baritone und einen debütierenden Sopran später verflogen die Sorgen... weiter




Opernpremiere

Stimmglanz in Mausgrau2

  • Die Staatsoper zeigt Verdis "Il trovatore" in Starbesetzung. Selten war eine Neuproduktion schon bei der Premiere so alt.

Spätestens seit der Einführung des Begriffes Regietheater hat sich unter Opernfans Lagerdenken breitgemacht. Auf der einen Seite die Sänger-Liebhaber. Ihnen geht es in der Oper zuallererst um die Stimmen. Dass sich deren vokaler Glanz entfalten kann, daraufhin haben alle andren hinzuarbeiten... weiter




Wieder in einer Premierenrolle an der Staatsoper: Anna Netrebko als Leonora. - © Staatsoper/Pöhn

Interview

"Netrebko ist sehr großzügig"13

  • Ab Sonntag zeigt die Staatsoper "Il trovatore" mit prominenter Besetzung. Regisseur Daniele Abbado über die Tücken des Stücks, die Vorzüge der Zusammenarbeit mit Anna Netrebko und das Erbe seines Vaters Claudio.

Wien. Ein Graf, der über Leichen geht; ein Troubadour, der am Fenster süße Melodien singt; eine Hofdame, die von beiden begehrt wird; und eine hitzköpfige Zigeunerin, die ihr eigenes Kind verbrannt hat: "Il trovatore", 1853 uraufgeführt, passt nicht recht zum Bild des noblen Komponisten Giuseppe Verdi mit Schal und Zylinder... weiter




Trauersong mit E-Gitarre: Reiter und Houtzeel. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Akkubohrer liebt Teekanne

  • Oper für die ganze Familie: "Patchwork", uraufgeführt in der Studiobühne Walfischgasse.

(irr) "Und duuuu holst jetzt den Staubsauger!" - Wann hört man solche Sätze schon in der Oper? Tristan Schulze (Musik) und Johanna von der Deken (Text) haben sie dorthin verfrachtet. "Patchwork", seit Sonntag auf der kleinen Studiobühne der Staatsoper, rollt das Familienleben der Lehrerin Vera aus... weiter




Vom Cellisten mit Crossover- Neigungen zum Notensetzer mit Herz für Kinder avanciert: Tristan Schulze. - © Julia Wesely

Neue Kinderoper

Die Segnungen des Fleckerlteppichs2

  • Tristan Schulze über seine neue Kinderoper "Patchwork" - Uraufführung am Sonntag im Opernstudio Walfischgasse.

Wien. Es ist traurig, wenn Liebe erkaltet. Verheerend aber kann es sein, wenn an dieser Liebe eine Familie hängt. Im Scheidungsfall gilt es dann nicht nur, Trauerarbeit zu verrichten. Für die nächsten Jahre heißt es, dem Expartner in heikler Organisationsarbeit verbunden zu bleiben. Die nicht immer ganz klappt... weiter




Cremige Klangfülle: Keenlyside als Giovanni. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Der doppelte Don1

  • Mozarts "Giovanni" mit prominentem Schurken-Duo an der Staatsoper.

(irr) So richtig glaubwürdig wirkt es eigentlich nie: Um seine Flirtfreiheit wiederzugewinnen, schafft sich Don Giovanni den Klotz Elvira mit einer Maskerade vom Hals. Im Schutz der Dunkelheit tauschen der Don und sein Diener Kleidung; sieh da, schon gelingt es Leporello, die Dame in erwünschte Fernen fortzuturteln... weiter




Packend: Juan Diego Fl rez und Aida Garifullina. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Liebesleid mit Strahlkraft12

  • "Roméo et Juliette", schön besetzt an der Wiener Staatsoper.

Viel Glanz für Gounods "Roméo et Juliette" bietet derzeit die Wiener Staatsoper. Das liegt einerseits an der technisch schönen, spielerisch illuminierten Inszenierung von Jürgen Flimm: Wie weit das Beleuchtungsballett von Patrick Woodroffe geht, genossen viele Besucher schon beim Tag der offenen Tür... weiter




Mord an Marietta: Herbert Lippert, Camilla Nylund. - © Staatsoper

Opernkritik

Sehnen und Würgen2

  • Aufwühlend: die Rückkehr der "Toten Stadt" an die Wiener Staatsoper.

(irr) "Glück, das mir verblieb" heißt sein großer Hit. Die Noten dazu sind in seine Grabplatte graviert: 1957 ist Erich Wolfgang Korngold, einst als Nachfolger von Richard Strauss gehandelt, in Los Angeles gestorben. Seine Karriere war doppelt durchkreuzt worden... weiter




Sebastian Holecek kann auf den Erfolg anstoßen. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Nicht ausgebacken

  • Staatsoper: Wiederkehr von "Hänsel und Gretel".

Es gibt nicht viel, was so schwer zu ergattern ist wie eine Karte für das Neujahrskonzert. Ein Ticket für "Hänsel und Gretel", rund um Silvester an der Staatsoper, spielt aber fast in dieser Liga. Der Termin am nächsten Montag ist nahezu ausverkauft, die Wiederaufnahme am Donnerstag regelrecht gestürmt worden von Kleinfamilien und Touristenmassen... weiter




Der Chef der Bundestheater Holding, Christian Kircher, Kulturminister Thomas Drozda und der designierte Staatsoperndirektor Bogdan Roscic bei der Pressekonferenz in der Wiener Staatsoper.  - © APAweb / Herbert Neubauer

Staatsoper

Musikboss wird Operndirektor19

  • Bogdan Rosic übernimmt ab 2020 die Direktion, Kulturminister Drozda will "Staatsoper 4.0" kreieren.

Wien. Es wurde eine handfeste Weihnachtsüberraschung, die Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) den Opernfreunden unter den Baum gelegt hat: Plattenboss Bogdan Roscic wird mit 1. September 2020 die Wiener Staatsoper übernehmen - und keiner aus der im Vorfeld kolportierten, renommierten Intendantenriege... weiter




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