• 16. Dezember 2017

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Schlagwortsuche

Im Reich, in dem der Tod die Arbeit verweigert: Brian Downen als Harlekin. - © Sara Gamarro

Opernkritik

Wenn der Sensenmann streikt5

Gewiss existiert es nicht, das "autonome Kunstwerk", das sich völlig losgelöst von seinen Entstehungsbedingungen beschreiben ließe. Doch bildet "Der Kaiser von Atlantis" hier einen Extremfall: Kurz, nachdem Viktor Ullmann die Oper für seine Mithäftlinge in Theresienstadt komponiert hatte... weiter




Mann im Mond: Alexander Waechter als Luna. - © Armin Bardel

Opernkritik

Küss den Frosch mit Rossini

Über der Bühne hängen Großmutters fleischfarbene Bustiers. Prinz Ramiro, bewaffnet mit Knickerbocker-Hose und triefendem Regenschirm, purzelt aus dem Foyer mitten ins Geschehen. Erzähler Luna umkreist im beigen Dreiteiler den Zuschauerraum. Ein Conferencier für die "Cenerentola"... weiter




Kaiserlich: Johan Botha in Strauss’ Klangwelten. - © Wilfried Hösl

Oper

Kur- und andere Schatten im Edelsanatorium6

Mit diesem Stück wurde vor 50 Jahren das im Krieg zerbombte, dann teuer rekonstruierte Münchner Nationaltheater wieder eröffnet. Da war der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski gerade ein Jahr alt. Jetzt übertrug man ihm die ehrenvolle Aufgabe, selbige "Frau ohne Schatten" von Richard Strauss neu in Szene zu setzen... weiter




Tête-à-tête: Dominik Köninger und Nicole Chevalier. - © Rittershaus

Opernkritik

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Spätestens mit seinem Wiener "Platonov" im Akademietheater und mit seinen Salzburger "Soldaten" in der Felsenreitschule hat sich Alvis Hermanis (48) als Stücke-Restaurator etabliert. Der Lette ist einer, der allemal mehr auf die Faszination des Details und das Charisma der Atmosphäre, mehr auf die Stücke selbst als auf ihren Subtext setzt... weiter




Hans W. Henze Pollicino Theater Edition,

Programmpunkte

Henze, Hans Werner: Pollicino

(eb) Diese DVD mag man auch als Dokument dafür nehmen, wie mit einem Meisterwerk der Kinderoper an der Wiener Staatsoper verfahren wurde: da ein Strich, dort ein Schnitt, da ein bisserl was weg, dort eine Kürzung. Und schon passt Hans Werner Henzes "Pollicino" ins vermeintlich kindergerechte Ein-Stunden-Format... weiter




Opernkritik

Herz-Schmerz-Pasticcio5

Mit der historischen Aufführungspraxis ist das so eine Sache. Während ihre Vertreter - so der Musikwissenschafter Richard Taruskin - zu rekonstruieren behaupten, "wie es eigentlich gewesen" sei, würden sie letztendlich doch nur so musizieren, "wie es uns eigentlich gefällt." Auf die Oper "Semiramide" trifft dies vielleicht ganz besonders zu... weiter




Musikgenuss: Peter Seiffert und Linda Watson. - © Stop/M. Pöhn

Opernkritik

Liebestöten mit höchster Lust5

Was für eine Wonne, erleben zu dürfen, wie sich das Produktionsteam in die Klangwelt einlässt: sechste Aufführung des Staatsopern-"Tristan" in David McVicars statisch-grotesker Mondlandschaft; Generalmusikdirektor Welser-Möst und sein bestens disponiertes Opernorchester gingen mit Wagner auf inbrünstige und energiegeladene Konfrontation... weiter




Szenische Magie: Das Bremer Opernensemble sieht in dieser Wagner-Inszenierung aus, als wäre es dem Fluch der Karibik entronnen. Im Bild (v.l.) Marc Steven Hallock, Loren Lang, Christian-Andreas Engelhardt und der Chor. - © Jörg Landsberg

Opernkritik

Hereinspaziert, aufgepasst!

So viel Meeresgewoge, so viel Gespensterspuk und so viel Erlösungswahn wie in diesem "Fliegenden Holländer" gab es lange nicht auf einer Opernbühne. Zur Ouvertüre gibt es zunächst die Vorgeschichte des sagenhaften Seefahrers in wogenden Textzeilen. Dazwischen: Bilder in Filmplakatästhetik von Seefahrerslos und Frauentreue... weiter




Händels "Orlando" als Punk-Rebellion: (v.l.n.r.) Rupert Enticknap, Gaia Petrone, igdem Soyarslan, Anna Maria Sarra. - © Armin Bardel

Opernkritik

Greller Trotz gegen die Vernunft

Händels "Orlando" ist eine Oper voller Widersprüche: Sie handelt vom Sieg der Vernunft und feiert doch den Wahnsinn in betörenden Klängen und Bildern. So scheint es schlüssig, wenn die aktuelle Produktion in der Kammeroper die überbordenden Bildsprache des Barock in die fantastisch-morbide Ästhetik des Punk übersetzt (Ausstattung: Federica... weiter




Hektischer Klangzirkus: Im Bild das Moskauer Ensemble der Helikon-Oper bei ihrem Gastspiel in einem Beiruter Luxushotel, gezeigt wurde Wagners Frühwerk "Das Liebesverbot". - © Helikon Oper

Opernkritik

Wagner mit Schlagbohrer1

  • Wagners Frühwerk "Das Liebesverbot" beim 20. Al Bustan Festival im Libanon.

Beirut. Dieses "Liebesverbot" dürfte die wohl skurrilste Aufführung im Wagnerjubeljahr sein, eine in unseren Breiten kaum gespielte Jugendsünde des Bayreuther Meisters, von der Moskauer Helikon Oper in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf die kleine Bühne eines großen Luxushotels gewuchtet. Das Hotel heißt Al Bustan, zu Deutsch "der Garten"... weiter




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