• 19. Oktober 2017

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Opernkritik

Staatsoper: Debütfreuden zu Saisonbeginn10

Wartete man am Montag - vorerst vergeblich - auf die derzeit verkühlte Anna Netrebko im "Trovatore", bescherte der zweite Tag der neuen Staatsopernsaison Mozarts "Figaro". Das zeitigte zwar keine Sensation, aber doch manche schöne Leistung. Stimmlich ließ der Abend jedoch manchen Wunsch offen... weiter




Verursacht Flurschäden: Gerald Finley als König Lear. - © apa/Barbara Gindl

Opernkritik

Im Blumenbeet des Bösen1

  • Grandioses Finale für den Premierenreigen in Salzburg: "Lear", ein Opernschocker von Aribert Reimann.

Zwischen all den Schrecken, Martern, Unbilden und Grässlichkeiten gönnt die Regie dem Publikum zumindest in einer Hinsicht mildernde Umstände. Wenn jemand auf der Bühne stirbt - und das passiert recht oft -, geschieht es symbolisch. Die Opfer werden in eine breite Blutlache getunkt, mitunter besudeln sie sich selbst. Sehr dezent also... weiter




Intensiver Neuzugang: Rolando Villazón. - © Szbg. Festspiele/Rittershaus

Opernkritik

Musik aus dem Auge des Schmerz-Hurrikans6

  • Jetzt auch mit Rolando Villazón: "Ariodante" bei den Salzburger Festspielen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Salzburger Festspiele Wert auf ein unverwechselbares Programm legen. Es gibt aber zumindest eine Ausnahme von diesem Gebot, und das mit gutem Grund - nämlich die Übernahme der aufwendigen Produktion vom Partnerfestival, den Pfingstfestspielen... weiter




Wiedergefunden: Christine Rice und Kresimir Spicer als Odysseus und Penelope. - © Rupert Larl

Opernkritik

Das lange Warten

  • Ole Anders Tandberg inszenierte "Il ritorno d’Ulisse in patria" bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik.

Die Innsbrucker Festwochen für Alte Musik wurden am Donnerstag mit Claudio Monteverdis Spätwerk "Il ritorno d’Ulisse in patria" in einer musikalisch und szenisch rundherum gelungenen Aufführung eröffnet. Die Festwochen feiern damit den 450. Geburtstag des Cremoneser Komponisten... weiter




Mord im Wald der Kohlezeichnung: Wozzeck (Matthias Goerne) hat Marie (Asmik Grigorian) erstochen. - © apa/Neumayr/Leo

Opernkritik

Unter Mörderpuppen3

  • Salzburger Festspiele: Alban Bergs "Wozzeck" als Vorspiel zum Ersten Weltkrieg.

Es gehört zu den Eigenschaften eines Meisterwerks, dass es mitunter auch andere Kunst zum Leuchten bringt - jedenfalls, wenn diese Kunst nicht dem gleichen Genre angehört. Nehmen wir Oliver Stones Film "Natural Born Killers" als Beispiel: ein Blutbad, schrecklich effektüberladen und gewaltverliebt... weiter




Die Geschicke eines Mannes zwischen zwei Frauen. - © Reinhard Winkler

Opernkritik

Delikates Dreieck2

  • Die Donaufestwochen überraschen mit Marianis Oper "La Lisarda".

Im Osten Oberösterreichs beginnt die Donau sich ihren Weg durch den Granit des Böhmischen Massivs zu graben. Dort lag einst eine für die Schifffahrt gefährliche Passage. Die Strudel gaben dem Strudengau seinen Namen. Die Wasserwirbel wurden beseitigt... weiter




Ideale Aida: Anna Netrebko.

Opernkritik

Statische Klangpracht13

  • Anna Netrebko begeistert mit ihrem Aida-Debüt, Riccardo Muti protzt mit Klang, Shirin Neshat kapituliert als Regisseurin.

Technische Grenzen scheint sie nicht zu kennen. Ihr dunkler werdender Sopran ist in der Dramatik beeindruckend strahlend und solitär; in den lyrischen Passagen reduziert sie ihn zu berührenden, schillernden Pianissimi. Und auch im Wechsel zwischen der expressiven Durchschlagskraft und der poetischen Reduktion auf den Hauch eines Tones ist jede... weiter




Szene aus Rheingold.

Opernkritik

Schöne, neue, alte Welt?3

  • Bayreuther Festspiele: Die erste Hälfte des Castorf-Rings ist geschafft.

Steht der "Ring" auf dem Programm, dann ist er das Herzstück der Festspiele. Auch und gerade, wenn die musikalische Fortsetzungsstory in so disparaten Zugängen (heuer zum letzten Mal) erzählt wird, wie bei Frank Castorf und Alexander Denic. Für eingefleischte Wagnerianer ist die Verweigerung billig zu haben... weiter




Imposant: Zeppenfeld (l.) und Schager. - © Bayreuther Festspiele/Nawrath

Opernkritik

Der Heilsbringer geht wieder baden1

  • In Bayreuth wird die Wiederaufnahme des "Parsifal" bejubelt.

Wagners "Parsifal" ist für das Bayreuther Festspielhaus maßgeschneidert. Hier, auf dem Grünen Hügel, liegt die Spielstätte für diese Oper, hier wurde sie 1882 uraufgeführt. Man versteht warum, wenn man sich in der aktuellen Spielserie der Festspiele dem Orchester im verdeckten Graben unter Hartmut Haenchen ausliefert... weiter




Einfach grandios: Michael Volle als Sachs und Klaus Florian Vogt als Stolzing. - © Bayreuther Festspiele/E. Nawrath

Opernkritik

Wagner bei sich zu Haus’2

  • Bayreuther Festspiele starten mit "Die Meistersinger von Nürnberg", inszeniert von Barrie Kosky.

Die dunklen Wolken, die über dem Grünen Hügel in Bayreuth hingen, hatten in diesem Jahr nichts Doppelbödiges. Die waren tatsächlich nur für den Dauerregen verantwortlich, der sich alle Mühe gab, den Besuchern die Laune zu verderben. Inklusive dem Königspaar aus Schweden und der wagnerfreundlichen deutschen Kanzlerin... weiter




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