• 18. November 2017

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Lisa Lindstrom begeistert nicht nur durch ihr hingebungsvolles Spiel als Salome. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Diese Frau macht kopflos!10

  • Elektrisierende Staatsopern-"Salome" mit Lise Lindstrom.

Ja, was will sie denn bloß in einer silbernen Schüssel haben, die liebe Prinzessin Salome, deren Füße für König Herodes gleich weißen Tauben sind? Als ob man es nicht ahnt... Und so ging es auch in der 232. Aufführung der wahrscheinlich schon unter Denkmalschutz stehenden Jugendstil-Bilder von Boleslaw Barlog naturgemäß um des Propheten Jochanaans... weiter




Eindringlich im Reifrock: Anna Netrebko. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Sängerfest im Kitschpalast11

  • "Adriana Lecouvreur" mit Anna Netrebko an der Wiener Staatsoper.

Sollte es einen Preis für den seltsamsten Opernmord geben, würde ihn dieses Werk abräumen: In "Adriana Lecouvreur" stirbt die Titelheldin durch das Schnuppern an einem vergifteten Veilchenstrauß. Das Stück von Francesco Cilèa, 1902 uraufgeführt, treibt freilich schon vor diesem fatalen, floralen Finale seltsame Blüten... weiter




Dem Stadttheater Klagenfurt gelingt eine bemerkenswerte Aufführung von Jules Massenets "Werther" mit Anäik Morel und Attilio Glaser in den Hauptrollen. - © Karlheinz Fessl

Opernkritik

Im Wald der großen Gefühle

  • Hochintensives Hörtheater: Jules Massenets "Werther" am Stadttheater Klagenfurt.

Kein fixes Ensemble zu haben, kann durchaus vorteilhaft sein. So darf der Klagenfurter Intendant Florian Scholz etwa beim gerade neu produzierten "Werther" schalten und walten, wie er mag und muss keine fest angestellten, sängerischen Altlasten integrieren. Das Ergebnis ist absolut hörenswert: Brillanz bis in die kleineren Partien... weiter




Auf die Knie gezwungen: Kátja (Herlitzius). - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Schlag auf Schlag4

  • Packend: "Kátja Kabanová" mit Evelyn Herlitzius an der Wiener Staatsoper.

Viel zu lachen gibt es nicht. Und wenn, dann hat es mit Schmerz zu tun. Wie in der kurzen Szene im Hinterhof: Ein älterer Herr lässt sich da nach Strich und Faden züchtigen. Ein verstohlenes Vergnügen, bei dem die Gerte immer wieder auf den Hintern des "Sünders" herabsaust. Geschwungen wird sie von der scheinbar so tugendhaften Frau Kabanicha... weiter




Krassimira Stoyanova überzeugt in der Titelrolle von Dvo áks Oper "Rusalka". - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Dem Menschsein verfallen15

  • Dvořáks meisterhaft unglückseliges Nixenmärchen "Rusalka" wieder an der Staatsoper.

Ein Abend voller trauriger Momente. Und dennoch konnte er kaum schöner sein, zumindest inhaltlich. Antonín Dvořáks Nixe Rusalka wird zur Grenzgängerin, wünscht sich nichts sehnlicher, als in die echte Welt der Menschen einzutauchen. Nicht ganz unerwartet stößt die stumme Fremde auf Ablehnung... weiter




Eine Oper begibt sich in die Tradition des Protestsongs: Dieter Kschwendt-Michel. - © Y. Haddad

Opernkritik

Polit-Theater als Silent Disco

  • Ein angekündigtes Opernspektakel erweist sich als begehbare Installation.

Dezente Anspielung, subtile Stilisierung oder ästhetische Überhöhung: Nichts da. Mit den Worten "Der Anschluss ist gelungen!" kommt "Me Are The World" gleich auf den Punkt: Es geht um die Nationalratswahl. Es geht um Protektionismus, um das Priorisieren des Eigenen gegenüber dem Rest der Welt... weiter




Dauer-Forte: Vincent Schirrmacher singt die Rolle das Karl mit voller Lautstärke. - © B. Pálffy/Volksoper

Opernkritik

Mit Ignoranz für das Feine2

  • Eine Wiederbelebung von Verdis "Die Räuber" an der Volksoper.

Eine höchst merkwürdige Opernpremiere fand am Samstag in Wien statt: Giuseppe Verdis "I masnadieri". Dieses selten gespielte Frühwerk des Komponisten war in Wien zuletzt 1970 zu sehen - damals wie heute an der Volksoper und in deutscher Übersetzung als "Die Räuber". Ausnahmslos Rollendebüts waren nun zu erleben... weiter




Opernkritik

Ein Meer aus Klang3

  • "Pelléas et Mélisande" an der Staatsoper.

Graue Felsen, tiefes Wasser und wenig Tageslicht - so gestaltete sich Debussys "Pelléas et Mélisande" an der Wiener Staatsoper. Wobei das düstere und kühle Bühnenbild Marco Arturo Marellis die tragische Liebesgeschichte faszinierend in Szene setzte. Auch wenn sich die Regie zeitweise zu sehr an Rollenstereotypen abarbeitete... weiter




Pfiffig: Ileana Tonca als buntes Waldvöglein. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Die Rückkehr der flauschigen Flamme2

  • Die Staatsoper zeigt wieder ihren "Nibelungenring für Kinder".

Lügen, Intrigen, Inzest, Mord: Kann man den Nachwuchs an Richard Wagners "Ring des Nibelungen" heranführen? Die Wiener Staatsoper hat eine Antwort darauf gefunden: Seit zehn Jahren zeigt sie einen "Nibelungenring für Kinder", der mit Gewalt und Verbrechen nichts am Hut hat. Gewissermaßen eine babysichere Version mit abgerundeten Ecken... weiter




Im Spielrausch: Alexei (Zentrum) sprengt beim Roulette die Bank. In Liebesdingen hat er dann allerdings Pech. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein Ringelspiel voller Raffzähne6

  • Packendes Musiktheater mit drängenden Rhythmen: Prokofjews "Spieler" an der Wiener Staatsoper.

Nicht einmal auf die Uhr ist Verlass. Die Zeiger an der Wand stehen dauerhaft auf fünf vor zwölf. Sie tun es so lange, bis irgendwann ein Page eine Leiter hochklettert und sich an dem kaputten Gerät zu schaffen macht. Er belässt es dann allerdings bei einer oberflächlichen "Reparatur" und stellt einfach nur die Zeiger neu... weiter




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