• 13. Dezember 2017

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Spitzbübisch: Stephanie Houtzeel als schein-beschwippste Zofe beim Stelldichein. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Heiter dem Tausender entgegen1

  • Ein lebenspraller "Rosenkavalier" an der Staatsoper - mit kleinen Hoppalas.

(irr) Seit 1968 läuft der "Rosenkavalier" an der Staatsoper in einer Regie von Otto Schenk - das Werk wirkt mit den Bildern wie verwachsen. Am Sonntagabend sah man dennoch eine Überraschung: Jener halbwüchsige Mohr, der an sich Frühstück auftischen soll, kam mit seiner Fracht ausnahmsweise nicht bis zum zierlichen Tisch an der linken Seite... weiter




Elena Pankratova gestaltete die Titelrolle mit vielschichtigem Spiel. - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Mit dem Paternoster ins Inferno9

  • Elena Pankratova debütierte als Elektra in der Wiener Staatsoper.

Ein dunkler Kohlekeller, in dem geschundene Seelen ihr Dasein fristen und einzig ein etwas deplatzierter Paternoster den Weg in die Freiheit erahnen lässt. Noch ehe man, von Uwe Eric Laufenbergs Bühnenbild irritiert, auf ein verzweifeltes "Gott, welch Dunkel hier!" wartet, erhebt Ingo Metzmacher den Taktstock. D-Moll. Fortissimo. Elektra... weiter




Von wegen "unsingbar": Schager als Apoll. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Wundersame Wiederkehr4

  • Die Staatsoper zeigt erneut ihre "Daphne" - mit Hausdebütant Andreas Schager.

Bukolische Gefilde, dionysische Triebe, apollonische Verklärung: Richard Strauss’ "Daphne" hat es mit ihrem allzu schwerfälligen, pathetischen Topos nie leicht beim Publikum gehabt. Bei der Wiederaufnahme des Stücks an der Staatsoper, hier zuletzt vor sechs Jahren zu sehen... weiter




Opernkritik

Nothung, neidliches Brotmesser10

  • Das Theater an der Wien springt an drei Opernabenden quer durch Wagners vierteiligen "Ring des Nibelungen". Seine Sinnhaftigkeit kann das Projekt nicht nachweisen, zudem fehlt es an tauglichen Stimmen. Die Regie liefert gemischte Resultate.

Es ist nicht leicht, den ersten Laut dieses Opernabends zu verschriftlichen. Das Orchester schweigt, drei Menschen stehen an der Rampe. Ein Mann tut dabei so, als würde er einem anderen ein Metallrohr in den Rücken rammen, eine Frau sieht ihm zu. Dem stürzenden Opfer entfährt ein Geräusch; es lautet so ungefähr: "Ög"... weiter




In der Trieb-Manege: "Lulu" Agneta Eichenholz und "Maler" Jörg Schneider. - © Wr. Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Gefangene der Lust4

  • Die "Lulu"-Neuauflage an der Staatsoper ist musikalisch hervorragend und szenisch schlüssig.

Hinter all der tosenden Dramatik und Schroffheit, gar nicht so tief unter der formal 12-tönenden Strenge und den sich daraus ergebenden Reibflächen hat er eine berückende Zartheit, ja beinahe Zärtlichkeit aufgespürt, hat die Intimität der Partitur herausgeschält und die dringliche Zerrissenheit, die diese den Protagonisten beschert... weiter




Entdeckung des Abends: Lise Davidsen als Ariadne. - © Pöhn/Stop

Opernkritik

Viel Musik, wenig Theater9

  • Sven-Eric Bechtolfs Version der "Ariadne auf Naxos" an der Staatsoper.

Formulieren wir es positiv: Für das Gelingen von Sven-Eric Bechtolfs Inszenierung benötigt man exzellente Sänger. Wie gut, dass die Wiener Staatsoper für "Ariadne auf Naxos" ein großartiges Ensemble auf die Bühne schickte. Allen voran Rachel Frenkel (Komponist) bescherte dem eher lauen Vorspiel mit ihrem samtenen... weiter




Opernkritik

Bewegende Blüten

  • "Madama Butterfly" an der Wiener Staatsoper.

Verkaufte Braut wird Spielball eines Soldaten aus der Fremde: Puccinis "Madama Butterfly" ist eine schreckliche Geschichte, wie sie sich nicht nur in Nagasaki abspielt. Dabei ist diese "Tragedia Giapponese" schrecklich schön anhören, auch in der aktuellen Aufführungsserie im Haus am Ring. Erstmals gab Maria José Siri in der 378... weiter




Ein Belcanto-Ulk: Florian Köfler (Pasquale) und Carolina Lippo (Norina). - © Herwig Prammer

Opernkritik

Don, der Gynäkologe3

  • Donizettis "Pasquale" als grelle Boulevard-Komödie in der Kammeroper.

Das Positive vorweg: Die Kammeroper zeigt eine neue musikalische Fassung des "Don Pasquale", und man kann daran fast so viel Spaß haben, wie ihn Tscho Theissing wohl bei der Arbeit hatte. Der Grenzgänger zwischen Klassik und Musikantentum hat sich die Partitur von Gaetano Donizetti ohne wissenschaftliche Skrupel... weiter




Ob das Lügen zum Menschwerden dazugehört? - Juliette Khalil in der Titelrolle von "Pinocchio" in der Wiener Volksoper. - © Volksoper

Opernkritik

Lügen haben lange Nasen25

  • Die Volksoper zeigt mit "Pinocchio" eine Vorweihnachts-Produktion nicht nur für Kinder.

"Das ist sehr freundlich, Herr Thunfisch, aber ich kann nicht aus meiner Haut..." Spätestens nach dem Tiefseedialog des kleinen Titellügners, Pardon: -helden mit dem geplüschten Meerestierchen war es um das Wiener Publikum ganz geschehen. Der Zauber von Pierangelo Valtinonis zweiaktiger Oper "Pinocchio" hatte endgültig zugeschlagen - wobei sich... weiter




Lisa Lindstrom begeistert nicht nur durch ihr hingebungsvolles Spiel als Salome. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Diese Frau macht kopflos!12

  • Elektrisierende Staatsopern-"Salome" mit Lise Lindstrom.

Ja, was will sie denn bloß in einer silbernen Schüssel haben, die liebe Prinzessin Salome, deren Füße für König Herodes gleich weißen Tauben sind? Als ob man es nicht ahnt... Und so ging es auch in der 232. Aufführung der wahrscheinlich schon unter Denkmalschutz stehenden Jugendstil-Bilder von Boleslaw Barlog naturgemäß um des Propheten Jochanaans... weiter




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