• 20. Oktober 2017

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Krassimira Stoyanova überzeugt in der Titelrolle von Dvo áks Oper "Rusalka". - © Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Dem Menschsein verfallen1

  • Dvořáks meisterhaft unglückseliges Nixenmärchen "Rusalka" wieder an der Staatsoper.

Ein Abend voller trauriger Momente. Und dennoch konnte er kaum schöner sein, zumindest inhaltlich. Antonín Dvořáks Nixe Rusalka wird zur Grenzgängerin, wünscht sich nichts sehnlicher, als in die echte Welt der Menschen einzutauchen. Nicht ganz unerwartet stößt die stumme Fremde auf Ablehnung... weiter




Eine Oper begibt sich in die Tradition des Protestsongs: Dieter Kschwendt-Michel. - © Y. Haddad

Opernkritik

Polit-Theater als Silent Disco

  • Ein angekündigtes Opernspektakel erweist sich als begehbare Installation.

Dezente Anspielung, subtile Stilisierung oder ästhetische Überhöhung: Nichts da. Mit den Worten "Der Anschluss ist gelungen!" kommt "Me Are The World" gleich auf den Punkt: Es geht um die Nationalratswahl. Es geht um Protektionismus, um das Priorisieren des Eigenen gegenüber dem Rest der Welt... weiter




Dauer-Forte: Vincent Schirrmacher singt die Rolle das Karl mit voller Lautstärke. - © B. Pálffy/Volksoper

Opernkritik

Mit Ignoranz für das Feine1

  • Eine Wiederbelebung von Verdis "Die Räuber" an der Volksoper.

Eine höchst merkwürdige Opernpremiere fand am Samstag in Wien statt: Giuseppe Verdis "I masnadieri". Dieses selten gespielte Frühwerk des Komponisten war in Wien zuletzt 1970 zu sehen - damals wie heute an der Volksoper und in deutscher Übersetzung als "Die Räuber". Ausnahmslos Rollendebüts waren nun zu erleben... weiter




Opernkritik

Ein Meer aus Klang2

  • "Pelléas et Mélisande" an der Staatsoper.

Graue Felsen, tiefes Wasser und wenig Tageslicht - so gestaltete sich Debussys "Pelléas et Mélisande" an der Wiener Staatsoper. Wobei das düstere und kühle Bühnenbild Marco Arturo Marellis die tragische Liebesgeschichte faszinierend in Szene setzte. Auch wenn sich die Regie zeitweise zu sehr an Rollenstereotypen abarbeitete... weiter




Pfiffig: Ileana Tonca als buntes Waldvöglein. - © Staatsoper/Pöhn

Opernkritik

Die Rückkehr der flauschigen Flamme2

  • Die Staatsoper zeigt wieder ihren "Nibelungenring für Kinder".

Lügen, Intrigen, Inzest, Mord: Kann man den Nachwuchs an Richard Wagners "Ring des Nibelungen" heranführen? Die Wiener Staatsoper hat eine Antwort darauf gefunden: Seit zehn Jahren zeigt sie einen "Nibelungenring für Kinder", der mit Gewalt und Verbrechen nichts am Hut hat. Gewissermaßen eine babysichere Version mit abgerundeten Ecken... weiter




Im Spielrausch: Alexei (Zentrum) sprengt beim Roulette die Bank. In Liebesdingen hat er dann allerdings Pech. - © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Opernkritik

Ein Ringelspiel voller Raffzähne6

  • Packendes Musiktheater mit drängenden Rhythmen: Prokofjews "Spieler" an der Wiener Staatsoper.

Nicht einmal auf die Uhr ist Verlass. Die Zeiger an der Wand stehen dauerhaft auf fünf vor zwölf. Sie tun es so lange, bis irgendwann ein Page eine Leiter hochklettert und sich an dem kaputten Gerät zu schaffen macht. Er belässt es dann allerdings bei einer oberflächlichen "Reparatur" und stellt einfach nur die Zeiger neu... weiter




Jeder mit jedem: Hier karessiert Onaro (Anna Marshania) Antiope (Carolina Lippo). - © Herwig Prammer

Opernkritik

Kopulation und Konfusion5

  • Zwiespältige Premiere von Nicola Antonio Porporas "Arianna in Nasso" an der Kammeroper: musikalisch hinreißend, szenisch enttäuschend.

Das erste Geräusch, das bei der aktuellen Premiere in der Wiener Kammeroper zu hören ist, ist das Rauschen der Nebelmaschine. Es folgt ein neu gedichteter Prolog, dann erst setzt das Orchester mit der Ouvertüre ein. Diese Reihenfolge ist symptomatisch für die Logik einer Produktion... weiter




Wohltönendes Duo: Borras und Peretyatko. - © Pöhn/Wiener Staatsoper

Opernkritik

Komm, blasser Tod3

  • Klangschön, aber spannungsarm: "La traviata" unter James Gaffigan an der Staatsoper.

Sechs Jahre ist die "Traviata" der Wiener Staatsoper mittlerweile alt; bis heute hat sie nichts von ihrer Bedeutungslosigkeit verloren. Blicken wir zurück: Die Sehenswürdigkeit der Premiere war vor allem Natalie Dessay, umgeben von fünf, sechs Requisiten auf einer kargen Großraumbühne - und von einer Handvoll Hinweisen auf so etwas wie eine... weiter




Mit Lederhose, Bungee-Seil, Wurfzelt und Wiener Schmäh brachte einzig "Papageno" Daniel Schmutzhard Farbe und Lebendigkeit in die kargen Bilder. - © Herwig Prammer

Opernkritik

Mit Flöte, ohne Zauber14

  • René Jacobs dirigiert eine zahme "Zauberflöte", Torsten Fischer liefert die karg-banalen Bilder dazu.

Die Schlange, vor der Tamino im ersten Bild flüchtet, ist eine Horde lüsterner Frauen. Die Vögel, die Papageno für die sternflammende Königin fängt: gefügig gemachte Frauen. Und auch die wilden Tiere, die der Prinz mit der Zauberflöte zähmt, sind überraschenderweise: sich willig räkelnde Frauen... weiter




Opernkritik

Herzhaft gemeuchelt10

Richard Strauss’ progressiver Kompositionshöhepunkt im blutrünstigen Wortgewand des Oscar Wilde: Dieser Abend im Haus am Ring konnte nur ausverkauft sein. Und so machte sich das fröhliche Wiener Publikum wieder frisch ans aristokratische Gemeuchel... weiter




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