• 28. Juni 2017

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Gleißnerische Raubtierschönheit: Das Meer, bevorzugter Bildspender der Philosophie. - © Robert Bressani

Kulturwissenschaft

Chiffren der Entgrenzung1

  • Das Meer, die Wolken, der Turm: Drei mitreißende Bücher loten die philosophische Dimension und Symbolik von Natur und Technik aus.

"Wohlauf! Hier ist mein Vorgebirg und da das Meer: das wälzt sich zu mir heran, zottelig, schmeichlerisch, das getreue alte hundertköpfige Hunds-Ungethüm, das ich liebe." Also sprach Nietzsches Zarathustra. Faszinierend und zugleich furchtbar sei dem Menschen das Meer in seiner gleißnerischen Raubtierschönheit... weiter




Professor Michel Maffesoli in seiner Pariser Wohnung. - © Maffesoli

Philosophie

Soziologie der Ekstase2

  • Seit Jahrzehnten arbeitet der französische Soziologe Michel Maffesoli an einer Theorie des Dionysischen. Porträt eines Wissenschafters, der die Zweckrationalität der Moderne ablehnt.

Michel Maffesoli gilt als Enfant terrible der französischen Soziologie. Sein Forschungsgebiet bezieht gesellschaftliche Randzonen mit ein, die von der universitären Soziologe sonst kaum betreten werden. Für ihn zählen konkrete Intensitätserlebnisse, die er bei Rave Parties, in Diskotheken oder bei Demonstrationen macht... weiter




Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz war ein intellektueller Störenfried par excellence. - © Ullstein Bild/Garthe

Philosophie

Unangenehme Zeitgenossen6

  • Der intellektuelle Störenfried mag seiner Umgebung unsympathisch sein, sein nonkonformes Verhalten trägt jedoch zur kritischen Belebung und Weiterentwicklung des Denkens bei.

Im Alltag sind Störenfriede nicht sehr erfreulich. Als entfesselte politische Extremisten oder Hooligans, die randalieren, Autos anzünden und wahllos Passanten attackieren, verbreiten sie Angst und Schrecken. Sie wüten in rituellen Zerstörungsorgien - etwa am 1... weiter




Adolf Frohners "Hommage an eine Jungfrau" ist derzeit in der Kremser Ausstellung "Abenteuer Wirklichkeit" zu sehen, die Wolfgang Müller-Funk mit dieser Rede eröffnet hat. - © Peter Böttcher/ forum frohner

Philosophie

Hunger nach Realität

  • In der Kunst, der Philosophie und der technisierten Lebenswelt artikuliert sich immer wieder neu die Sehnsucht nach jener unmittelbaren "Wirklichkeit", die uns zugleich verloren zu gehen droht.

Wörter und Worte wie Realität, Wirklichkeit, real, wirklich oder auch Realismus sind sprachliche Fallen, in die wir beim Denken hineinstolpern. Wie viele ähnliche Begriffe sind sie sowohl deskriptiv als auch normativ. So ist der realistische Mensch eben einer, der nah an der Wirklichkeit und kein Träumer oder keine Träumerin ist... weiter




Nietzsche hat den Helligkeitsabstufungen der Tageszeiten unterschiedliche Erkenntnisleistungen zugesprochen . . . - © Fotolia/WZ

Philosophie

Lauter helle Dinge2

  • Lichtmetaphern waren nicht nur für Nietzsche Sinnbilder der Erkenntnis: Beiträge zur Philosophie des schönen Scheins.

Als der Philosoph Friedrich Nietzsche, ein an sich unglücklicher Mensch, der sich das Glück seines Wissens mit der Macht lebensbedrohlicher Zumutung erkaufte, in den Erinnerungen suchte, die ihm Klarheit eingaben über den anscheinend schicksalhaften Verlauf seiner Existenz, da fiel ihm eine Begebenheit ein, die sich im Hochgebirge zugetragen hatte... weiter




Der Philosoph auf einer historischen Radierung mit französischen Vornamen. - © Wikimedia Commons

Philosophie

Größtmögliche Vollkommenheit6

  • Vor 300 Jahren starb der Philosoph und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz.

"Beweise in der Gottesfrage zu entwickeln, an der Harmonie der Welt teilzuhaben, den Aufbau des Universums und die Naturgesetze einigermaßen zu erkennen, den eigenen Willen zu beherrschen und den Willen anderer Menschen zum Guten zu beeinflussen, das muss man unter die höchsten Güter des irdischen Lebens rechnen"... weiter




Werte-Philosoph Andreas Urs Sommer im imaginären Dialog mit Friedrich Nietzsche.

Interview

"Werte sind ein Findelkind der Aufklärung"54

  • Der Philosoph Andreas Urs Sommer über die Entstehung des Werte-Diskurses im 18. und 19. Jahrhundert - und warum er im Rechtspopulismus keine Gefahr für die Demokratie sieht.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Sommer, jeder spricht über Werte, jeder glaubt an Werte, kurz: Werte sind uns wichtig. Wozu dienen sie? Andreas Urs Sommer: Wir nehmen Werte dadurch wahr, dass wir über sie reden, sie dienen uns als Mittel der Kommunikation und der Selbstverständigung... weiter




Kein guter Lehrer: Ludwig Wittgenstein. - © Hutton Archive/Getty Images

Philosophie

Algebra in Trattenbach2

  • Ludwig Wittgenstein war eine Zeit lang als Volksschullehrer in Niederösterreich tätig. Diese Episode im Leben des Philosophen war jedoch - für ihn wie für seine Schüler - äußerst mühevoll.

Ludwig Wittgenstein, geboren am 26. April 1889 in Wien, gestorben am 29. April 1951 in Cambridge, entstammte einer der reichsten Familien Österreichs. Bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr erhielt er - wie seine sieben Geschwister - häuslichen Unterricht. An der Oberrealschule in Linz legte er 1906 die Reifeprüfung ab... weiter




Einer von Franz Xaver Messerschmidts Charakterköpfen: "Einfalt im höchsten Grade". - © Wien Museum

Kulturgeschichte

"Dummheit ist auch eine natürliche Begabung"8

  • Ob angeboren oder anerzogen, individuell oder kollektiv - der Dummheit in ihren vielen Formen entkommen wir nicht. Ein Streifzug durch die unendlichen Weiten eines komplexen Phänomens.

"Die Dummheit ist eine Himmelsmacht, die sich in den Falten des Stammhirns als bodenlose Mitgift an das Menschengeschlecht verbirgt", schrieb der deutsche Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger in seinem Buch "Im Irrgarten der Intelligenz. Ein Idiotenführer"... weiter




Mensch gegen Maschine: Das Programm "AlphaGo" schlug den Südkoreaner Lee Sedol, einen der weltbesten Go-Spieler, heuer im März 4:1. - © apa/afp/Google DeepMind

Künstliche Intelligenz

Die Transzendenz der Maschinen1

  • Über das Netzwerk Mensch-Maschine-Gott in aktuellen TV-Serien, Technik-Laboratorien und zeitgenössischer Philosophie.

"You are being watched. The government has a secret system, a machine that spies on you every hour of every day." Seit den Enthüllungen von Edward Snowden 2013 ist es zumindest denkbar, dass wir täglich beobachtet, abgehört und ausspioniert werden - und zwar von Maschinen, deren Zweck in nichts anderem besteht, als alle Daten von uns zu sammeln... weiter




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