• 12. Dezember 2017

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Schlagwortsuche

Ankunft zurückgeführter Migranten in Abidjan, Elfenbeinküste, 20. 11. 2017. - © apa/afp/Issouf Sanogo

Migration

Neue Grenzen im Süden2

  • Die Afrika-Politik der EU hat zur Zeit vor allem ein Ziel: Die Migration soll eingedämmt werden, und das mit Hilfe der afrikanischen Staaten.

Vor dem Kongresszentrum werden Flaggen gehisst, Polizei und Militär stationiert, denn Protestmärsche sind angekündigt. In Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, laufen die Vorbereitungen für den großen Gipfel der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU), der von 26. bis 30. November dauern soll... weiter




Rainer Bauböck: "Ich war unzufrieden mit einer politischen Philosophie, die sich von realen Problemen, wie etwa der Migration, weit entfernt hatte." - © Foto: Saskia Blatakes

Interview

Rainer Bauböck: "Föderalismus der Parlamente wäre interessant"24

"Wiener Zeitung": Herr Bauböck, in Ihrem jüngsten - noch unveröffentlichten - Aufsatz schreiben Sie, dass sich Grenzen von Mauern und Barrikaden zu "Membranen" entwickeln sollten, die zwar nicht offen, aber stabil und durchlässig sind. In der Migrationsforschung spricht man gern vom "liberalen Paradox": Der Markt verlangt offene Grenzen... weiter




An den Hauswänden in Santo Domingos Zentrum liest man die Parole: "Fuera Haitiano Ilegal" (Illegaler Haitianer raus).  - © Foto: Philipp Lichterbeck

Zuwanderung

"Sie sind anders als wir"6

  • Die Dominikanische Republik arbeitet mit erheblichem juristischen Aufwand daran, allen Bürgern haitianischer Abstammung die Staatsbürgerschaft abzuerkennen.

Um die Frau zu treffen, die die Krise in der Karibik ausgelöst hat, verlässt man die Hauptstadt Santo Domingo in nördlicher Richtung. Nach den letzten Häusern beginnen ausgedehnte Weiden, eine Stunde später geht es im Örtchen Guanuma von der gepflasterten Straße ab... weiter




Kommunaler griechischer Friedhof im ostpolnischen Dorf Kroscienko. - © Göttke-Krogmann

Griechische Enklave in Polen

Ein Dorf für die Griechen10

  • Nach dem griechischen Bürgerkrieg im Jahr 1949 flohen mehrere kommunistische Partisanen nach Polen und bauten sich dort eine neue Existenz auf. Ein Besuch in einer Enklave, von der man außerhalb Polens wenig weiß.

"Kalimera" ruft unsere Gesprächspartnerin einer alten Frau entgegen, die mit einer Einkaufstasche in der Hand auf uns zukommt. Seit bald zwei Stunden sitzen wir mit Wasilissa vor dem einzigen Geschäft in einem Dorf am Rande, am Rande Polens, Europas, der Welt... weiter




Die schwedische Fahne weht im Hintergrund. - © Foto: Streibel

Das schwedische Bildungssystem

Organisierte Offenheit1

  • Schweden ist ein Einwanderungsland, das auf Zuzug aus anderen Ländern angewiesen ist. Wie reagiert das schwedische Bildungssystem auf diese Tatsache? Eindrücke von einem Studienbesuch in der Stadt Järfälla.

"Vad drömer du om?" Würde ich jetzt auf diese Frage nach den Träumen "grönsaker" und "drottning" antworten, könnte das vielleicht als etwas despektierlich angesehen werden. Denn was haben Grünzeug und die Königin schon gemeinsam? Schweden ist eine Monarchie und Gemüse ist wohl wichtig, um die langen Winter zu überstehen, aber. . ... weiter




Das globale Phänomen der Mobilität – hier ein afrikanischer Migrant in Tel Aviv – fordert theoretische Deutungen und utopische Hoffnungen heraus. - Foto: © epa/ Abir Sultan

Gesellschaftstheorie

Intellektuelle Nomaden

  • Der altgriechische Begriff "Diaspora" ist in der derzeitigen gesellschaftskritischen Diskussion von großer theoretischer Bedeutung. Warum eigentlich? - Versuch einer Klärung.

Carolyn Christov-Bakarkiev stammt aus den USA, ist die Tochter eines bulgarischen Arztes und einer italienischen Architektin und hat in Italien und Australien als Kunstkritikerin und Ausstellungskuratorin gearbeitet. Heuer ist diese global agierende Kunstvermittlerin verantwortlich für die ambitionierteste Kunstschau, Deutschlands: die "Documenta"... weiter




Migration

Guido Pliska6

  • Der in Berlin tätige Psychiater Guido Pliska über den Umgang mit Migranten im Klinik-Alltag, Vorurteile und Missverständnisse, nationale Suizidrisiken - und die "Stiefkinder" in der transkulturellen Psychiatrie.

"Wiener Zeitung": Herr Pliska, in Ihre Klinik in Berlin-Kreuzberg kommen viele Patienten mit türkischem und arabischem Hintergrund. Ändert das den Krankenhaus-Alltag? Guido Pliska: Es gibt natürlich interkulturelle Missverständnisse. Viele Migranten gehen selbstverständlich davon aus... weiter




"Die Zuwanderung ist ein verloren gegangener Teil unserer Geschichte", sagt Heinz Fassmann.Foto: Robert Newald (2), epa/Juan Medina

Politik

Heinz Fassmann

  • Migrationsforscher Heinz Fassmann über die Notwendigkeit einer gesteuerten Zuwanderung, die Rolle Europas und die Realitätsverweigerung der österreichischen Politik

"Wiener Zeitung": Braucht Österreich Einwanderung? Heinz Fassmann: Das kommt immer auf den Standpunkt an. Man muss sich fragen, welches Ziel man mit Einwanderung erreichen will, wenn man sie so steuern könnte, wie man glaubt, sie steuern zu müssen. Wenn es ein Ziel ist, etwa die Zahl der erwerbstätigen Menschen konstant zu halten... weiter




Migration

Necla Kelek

  • Necla Kelek, deutsche Sozialwissenschafterin türkischer Herkunft, über die Nicht-Integrierbarkeit des Islam in der westlichen Welt.
  • Wiener Zeitung:Frau Kelek, Sie sind gebürtige Türkin und in Deutschland aufgewachsen. Sehen Sie sich als deutsche Türkin oder als Europäerin?
  • Necla Kelek: Ich bin ein Kind der Aufklärung, das hat mich geprägt.

Wie weit ist die Integration türkischstämmiger Deutscher? Als Faustregel gilt ja: "Was der Sohn vergessen wollte, sucht der Enkel zu erinnern." Das heißt echte Integration kann erst ab der vierten Generation gelingen. Ich glaube auch, dass mit der dritten, vierten Einwanderergeneration plötzlich eine Identitätssuche beginnt... weiter





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