• 11. Dezember 2017

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Literatur

Verloren im Kochtopf

  • Mit dem Roman "Die Chefin" tischt Marie NDiaye die Geschichte einer Köchin auf.

Mit 19 fing er als Jungkoch bei der Chefin an, seitdem betete er die doppelt so alte Inhaberin des Sterne-Restaurants "La Bonne Heure" in Bordeaux an. Seine Liebe wurde nie erhört, und als Leser von Marie NDiayes neuem Roman "Die Chefin" weiß man nicht, ob man den namenlosen Erzähler deswegen bedauern soll... weiter




Mästet die Wirklichkeit mit Fiktion, bis sich Buch und Welt nicht mehr trennen lassen: Salman Rushdie. - © Ullsteinbild - CARO/Markus Waechter

Literatur

Im Zeitalter der Identität3

  • Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie sieht die Gegenwart im Zeichen des Hybriden - und rechnet vollmundig-ironisch mit ihr ab.

Irgendwer hat einmal behauptet, Salman Rushdie sei der berühmteste Schriftsteller der Welt. Gut möglich, kennen ihn seit der gegen ihn gerichteten Fatwa doch auch Nichtleser in aller Welt. Wie dem auch sei, ein Roman aus dem Hause Rushdie ist in jedem Fall ein Ereignis. Sein neuer, "Golden House", erscheint jetzt zeitgleich auf Englisch und Deutsch... weiter




Dag Hammarskjöld (hier 1959) war von 1953 bis 1961 UNO-Generalsekretär. - © UN/DPI

Weltpolitik

Diplomatie und Mystik8

  • Am 18. September 1961 verstarb der zweite UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld bei einem Flugzeugabsturz. Er war vehementer Vertreter einer Weltregierung - und Vorbild für "Perry Rhodan".

Es war kein Geringerer als Albert Einstein, der den zweiten UN-Generalsekretär und schwedischen Diplomaten Dag Hammarskjöld (1905-1961) in seiner Intention bestärkte, die Vereinten Nationen zur Weltregierung zu formen, statt sich auf gutmeinende Pseudo-Aktivitäten einzulassen... weiter




"Was jeder Lehrer in der Schule können muss - den Stoff so aufzubereiten, dass es die ihm Anvertrauten verstehen -, das fehlt in der Politik vollkommen." (Peter Zellmann) - © Philipp HutterInterview

Zukunftsforscher

"Ich bin Hiob, nicht die Botschaft"23

  • Warum es Entscheidungsträgern so schwer fällt, den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.

"Wiener Zeitung": Bedingungsloses Grundeinkommen, Gesamtschule, Wert-Schätzung der Dienstleistungen: In Ihrem neuen Buch, "Die Zukunft, die wir wollen", adressieren Sie viele Forderungen und Vorschläge an die Politik. Um sie zu verwirklichen, müssten Politiker aber über den nächsten Wahltermin hinaus denken und handeln... weiter




Diesem Bild aus dem Jahr 1960 entnahm der Fotograf den berühmten Ausschnitt. - © A. Korda / Wikimedia

Fotogeschichte

Wie ein Heldenbild entsteht

  • Vor 50 Jahren starb Ernesto Che Guevara. Ein Porträt, das den Revolutionär in heroischer Pose zeigt, wurde zum wahrscheinlich meistreproduzierten Foto aller Zeiten. Die Geschichte einer linken Ikone.

Vor etwa einem Jahr erzielte der Fotoapparat eines gewissen Alberto Díaz Gutiérrez bei einer Auk- tion den erstaunlichen Preis von 18.000 Euro. Wer war dieser Mann? Und was machte seine Kamera, eine Leica, so wertvoll? Die Antwort ist einfach und kompliziert zugleich: Mit diesem Apparat hat der 1928 in Kuba geborene Fotograf das wohl... weiter




Faszination Flugplatzrennen: Veranstalter Martin Pfundner winkt 1960 in Zeltweg den damaligen Sieger Stirling Moss auf der Ziellinie ab. - © Pfundner privat

Sportgeschichte

Bolzerei ums Heustadelwasser2

  • Der Motorrennsport war nach dem Krieg das Terrain der harten Männer und ein Ort der Sehnsucht nach Unterhaltung und Abwechslung. Ein Rückblick.

Es sind Namen wie Wolfgang Denzel, Otto Mathé, Martin Schneeweiß, Fritz Dirtl und Rupert Hollaus, deren Bekanntheit sich bis heute erhalten hat und die man untrennbar mit dem Motorsport der Nachkriegszeit in Verbindung verbringt. Einer Zeit, in der über Alpenpässe harte Bewährungsproben für Mann und Maschine ausgefochten und auf schmalen... weiter




Aivery

Riotrock3

  • Debutalbum des österreichischen Trios Aivery.

(h. m.) "Because", das Debütalbum von Aivery, bietet unter Strom stehenden Garagenrock mit hohem Grunge- und Noise-Anteil und beweist einmal mehr, dass die Beschränkung auf das Wesentliche mitunter fabelhafte Ergebnisse zeitigt. Gitarre (Jasmin Rilke), Schlagzeug (Doris Zimmermann)... weiter




Literatur

Fatale Realitätsverweigerung3

  • Julien Gracqs beklemmendes Romanfragment "Das Abendreich".

Warner vor der Katastrophe finden kein Gehör, erste Akte brutaler Aggression werden zerredet, eine "Trägheit der Seele" befällt die Menschen - denn noch lebt man ja gut im Lande: "Die sehr wirkliche Ruhe, die im Königreich herrschte, wurde so zu einem Beweis für die Nichtigkeit der Gefahr... weiter




"Nur hin und wieder erhob sich eine raue Stimme wie zum Gebet, um um ein weiteres Glas des Göttertranks zu bitten . . ." - © Josef Polleross

Wiener Heimatkunde

Kosmische Antimusik6

  • Vom Gehen und Verweilen in Wien: Erkundung eines speziellen Biotops, des Weinhauses Sittl, wo das Altwiener Leben haust und still steht.

Auf den Wiener Gürtel kam ich zuallererst der Sünde wegen. Eine ganze Kindheit lang wurde mir in der Kirche die Sünde schmackhaft gemacht, sie erschien mir schließlich so attraktiv, dass ich lieber in der Hölle schmoren wollte als eine ganze Ewigkeit lang im Himmel langweilige Gesänge mit ebenso langweiligen Engeln zu singen... weiter




Alex Beer am Tor zu Wiens Unterwelt (Litfasssäule). - © Rebhandl

Stadtspaziergang

Wiener Untergrund1

  • Schriftstellerin Alex Beer hat einen Krimi über das Wien nach dem Ersten Weltkrieg geschrieben: "Der zweite Reiter". Eine Wanderung zu den Schauplätzen.

Ich treffe Schriftstellerin Alex Beer an einem der Schauplätze ihres Krimis "Der Zweite Reiter", der im Wien nach dem Ersten Weltkrieg angesiedelt ist. Wir stehen vor einer Litfasssäule gegenüber dem Eislaufverein, die früher "Turm" geheißen hätte: Durch ein kleines Loch in der Eisentür, das jemand herausgebrochen hat, sieht man die Wendeltreppe... weiter




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