• 20. Februar 2018

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Literatur

Die Poetisierung der Welt1

  • Peter Handke zelebriert und transzendiert in der Erzählung "Die Obstdiebin" die Reise ins Innere. Am 6. Dezember feiert der Schriftsteller seinen 75. Geburtstag.

Alexia heißt sie eigentlich, die Obstdiebin. Ein Beiname, der ihr blieb nach einer kindlichen Eskapade, als das Mädchen von einem fremden Obstbaum eine schöne Frucht stahl, nein: "stibitzte" in den Worten Peter Handkes. Der Vorfall steht also eher symbolhaft für impulsives Verhalten... weiter




Die Garnituren des Vindobona waren abwechselnd österreichisch, tschechisch und deutsch. Hier ein DDR-Zug des Typs VT 18.16 an der deutsch-tschechischen Grenze. - © Rolf-Dresden/Wikimedia

Eisenbahngeschichte

Durch den Eisernen Vorhang7

  • Wien - Prag - Berlin: Mitten im Kalten Krieg verband der "Vindobona" die drei Hauptstädte Mitteleuropas.

Nein, ich war nicht in Vindobona, ich habe dort keinen Kaffee getrunken und habe dort auch nicht in der Nase gebohrt. Aber ich war im Vindobona, und ich habe dort freilicherweise einen - wenngleich schlechten - Kaffee getrunken, und höchstwahrscheinlicherweise habe ich dort in der Nase gebohrt... weiter




"Sammeln hat auch etwas mit erreichbarer Seltenheit zu tun." Andrea Maria Dusl - © Markus Ladstätter

Interview

"Sammeln hat einen kindlichen Ursprung"15

  • Die Autorin und Zeichnerin Andrea Maria Dusl erzählt von ihrer Sammelleidenschaft.

"Wiener Zeitung": Frau Dusl, wie hat Ihre große Sammelleidenschaft begonnen? Andrea Maria Dusl: Meine erste Begegnung mit dem Begriff "Sammeln" machte ich in der Volksschule. Die Nonnen in der Leopoldsgasse (Volksschule der Schulschwestern in 1020 Wien, Anm.) sammelten bei uns Geld... weiter




Ferdinand Hodler: "Der Genfersee von Chexbres aus" (1905). Kunstmuseum Basel, Ankauf mit Mitteln des Birmann-Fonds. - © Kunstmuseum Basel/Martin P. Bühler

Mäzenatentum

"Me git, aber me sait nyt"8

  • Die Schweizer sind auch als Mäzene Weltspitze. Eine Erkundung in der Philanthropen-Hochburg Basel.

Die Schweizer stehen nicht eben im Ruf, prunksüchtig zu sein. Sozialen Rang und Vermögen nach außen hin zu bekunden, entspricht nicht dem Stil der Eidgenossen. Wer hat, der zeigt es nicht - oder pflegt es zu geben, und zwar im Sinne der Gemeinnützigkeit... weiter




Music

Gedämpfter Drang

 Bassgrooves, schwer wie Mühlsteine; ein Schlagzeug, rauschend wie ein Bacchanal, und eine Trompete am glühenden Gipfel des Sounds: Mario Rom’s Interzone ist es gelungen, mit zwei Alben eine Art klingende Corporate Identity zu erschaffen. Der dritte Streich des Trios weicht nun etwas davon ab... weiter




Music

Schrullig

 Auf der Suche nach einem außerhalb aller gängigen musikalischen Trends stehenden Album wird man beim bizarren Individualisten Patrick Möstl alias Ratrock Tot Sint Jans stets fündig. Sein auf mintgrünem Vinyl erschienenes viertes Album, "The Universe", beeindruckt einmal mehr mit einem singulären Mix aus Schrulligkeit... weiter




Music

Extremismus und (etwas) Verträglichkeit2

  • Drei Wiederveröffentlichungen aus dem Hause Throbbing Gristle auf Mute Records.

Schwer vorzustellen, wie radikal Throbbing Gristle einstmals waren, als 1977 mit "The Second Annual Report" ihr Debütalbum erschien. Man denke beispielsweise an Lieder wie "Zyklon B Zombie", die Leichenberge in Gaskammern mit SM-Sex zusammenbrachten, oder ein Video wie "After Cease To Exist", in dem ein Penis abgeschnitten wurde (okay... weiter




Morrissey: Nach exzellenten Alben setzt es derzeit verbale Entgleisungen - und unfreiwillige Komik. - © Sam Rayner

Music

Suhlen im Pool der Reizthemen2

  • Morrissey hat mit "Low In High School" soeben sein elftes Soloalbum veröffentlicht. Darauf erörtert er ausgiebig auch die aktuelle politische Wetterlage.

In einem amüsanten Clip auf YouTube erinnert sich Ian McCulloch, Kopf der Liverpooler Neo-Psychedeliker Echo & The Bunnymen, an ein Rendezvous mit seinem dazumal in Manchester beheimateten Sangeskollegen Steven Patrick Morrissey im Frühjahr 1984. Morrissey mischte gerade mit seiner Band The Smiths die Charts auf und wurde von der Musikpresse... weiter




Literatur

Zeitgenössischer Neuheits-Wahn

Bis vor wenigen Jahren ("Erlesen" berichtete) hatte ich mich um Henry James immer herumgedrückt, aber offenbar hatte ich das richtige, nämlich das ältere Alter gerade zu dem Zeitpunkt erreicht, als der Manesse Verlag begann, seine Reihe von Henry-James-Neuübersetzungen zu publizieren... weiter




Schillernder Exponent der Moderne: Max Ernst (1891-1976). - © Fred Stein Archive/Getty Images

Literatur

Freigeist und Homme à femmes3

  • Der deutsche Schriftsteller Markus Orths legt einen opulenten Roman über das Leben und die Lieben des Künstlers Max Ernst vor.

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Dichter Max Ernst ist einer der wichtigsten Vertreter des Dadaismus und des Surrealismus - und einer der schillerndsten Exponenten der Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1891 im deutschen Brühl geborene und 1976 in Paris gestorbene... weiter




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