• 19. Oktober 2017

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Konfliktgeladene Unterhaltung in der Retro-Disco: Ryan Gosling (l.) und Harrison Ford lauschen hier (Spoiler!) sogar Elvis Presley. - © Sony

Blade Runner 2049

Nur zweimal gegähnt3

  • "Blade Runner 2049" ist das bildgewaltige - und lange - Sequel eines Filmklassikers.

Irgendwann in diesem Film beginnt das nervöse Zucken im linken Arm. Man will ihn heben, um endlich auf die Uhr zu sehen, wie lange der stoisch ruhige, beinahe meditative Rundgang von Ryan Gosling durch eine dystopische Welt noch dauert. Zugleich aber spürt man eine nervöse Gegentendenz in Form bleierner Schwere in der Hand... weiter




Emma Stone und Ryan Gosling im dekorativ angerichteten Tanz in den Hügeln von Los Angeles, stets haarscharf am Kitsch. - © Constantin

La La Land

Schönheit ohne Ende1

  • "La La Land" ist perfekt konzipiertes Kino für die Awards Season, hat aber auch Herz.

Ein Film, der begeistert, weil er das gute, alte Hollywood und seine Musical-Tradition abfeiert. Zu viel ist hier gerade noch genug. Doch "La La Land" ist kein Technicolor-Revival, sondern sehr im Hier und Jetzt verortet, weshalb Damien Chazelles Regiearbeit nicht nur nostalgisch, sondern auch so schön zeitgenössisch ist... weiter




Beste Komödien-Stars: Ryan Gosling und Emma Stone gewannen für "La La Land". - © afp/Robyn Beck

Golden Globes

Die Globes lieben "La La Land"1

  • "Toni Erdmann" mit Peter Simonischek ging beim zweitwichtigsten Filmpreis der Welt leer aus.

Hollywood. (greu) Ein paar lange Gesichter gab es am Sonntag Abend in Los Angeles schon beim Team von "Toni Erdmann": Regisseurin Maren Ade, die zusammen mit ihren Hauptdarstellern Peter Simonischek und Sandra Hüller zur Preisverleihung angereist war, ging bei der Prämierung in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" leer aus - und das... weiter




Damien Chazelle und Emma Stone. - © Foto: Katharina Sartena

Filmfestival Venedig

Einfach und schön7

  • "Musicals sind simpel, sie sind da zum Träumen", findet Regisseur Damien Chazelle, der mit "La La Land" das Filmfestival von Venedig eröffnete.

Mit dem Musical "La La Land" des jungen US-Regietalents Damien Chazelle ("Whiplash") haben die 73. Filmfestspiele von Venedig begonnen - und Festivalchef Alberto Barbera hat damit ein bisschen auch die Devise dieser Filmschau ausgegeben, die traditioneller und geschichtsbewusster mit dem Filmschaffen umgeht als andere A-Festivals... weiter




Wieso nicht? Einfach gegen die US-Wirtschaft wetten? Steve Carrell und Ryan Gosling werden bald reich sein. - © Universal

Filmkritik

Gier ist geil3

  • "The Big Short" zeigt: Auch in der Finanzkrise ließ sich glänzend verdienen.

Der Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale) sagt: "Die Immobilienbranche steht vor einem Kollaps." Dann geht er bloßfüßig zurück in seine Bürokoje und gibt sich erst mal die volle Dröhnung Heavy Metal. Würden Sie diesem Mann ihr Geld anvertrauen? Wohl kaum... weiter




Brennende Fahrräder, verlassene Straßen: "Lost River" findet eine visuell beeindruckende Sprache, aber keine originäre. - © Constantin

Lost River

Geschrumpft und aufgepumpt8

  • Als Schauspieler hat Ryan Gosling spätestens mit "Drive" Weltruhm erlangt. Nun versucht er sich erstmals als Regisseur und legt mit "Lost River" ein durch zu viele Vorbilder verwässertes Debüt vor.

"Lost River" heißt die "shrinking city", die schrumpfende Stadt, in Ryan Goslings Spielfilmdebüt. Damit ist Detroit gemeint, diese nun ewig marode und doch anrührend hässlich-schöne Stadt, ein Symbol des industriellen Niedergangs. Wie eine nur noch schwach und melancholisch flackernde Leuchtreklame... weiter




Ryan Gosling und Yayaying Rhatha Phongam in einem Film, dessen dünne Idee die Bezeichnung "Story" nicht verdient. - © Constantin

Kritik

Ein Porno für Schlafwandler8

(az) Wie ein Pornofilmer drehe er nur das, was ihn erregt, sagt der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn. Und weil man Pornofilme ja nun nicht gerade wegen der Dialoge und der dichten Erzählstruktur zu schätzen weiß, erklärt sich seine Herangehensweise damit großteils von selbst... weiter




"Der Fahrer" Ryan Gosling mit Beifahrern in "Drive".

Nicolas Winding Refn

Ein Lucky Luke ohne Glück4

Wenn sich die roten Blutspritzer gegen den blauen Himmel im weißen Fenster abzeichnen, sieht das beinahe appetitlich aus - und derjenige, der hier einem Verräter gerade den Schädel eingeschlagen hat, ist schließlich auch voller Zärtlichkeit, auch wenn er das gut zu verbergen weiß... weiter




Evan Rachel Wood. - © Saeed Adyani

Film

Evan Rachel Wood glaubt nicht mehr an die Politik1

(greu) Evan Rachel Wood fühlt sich endlich erwachsen. In ihrem neuen Film "The Ides of March" (ab heute, Freitag im Kino) darf die 24-jährige Schauspielerin, die bisher auf die Teenager-Tochter festgelegt war ("Thirteen" "The Wrestler"), Ryan Gosling verführen... weiter




Kein reales Polit-Vorbild gab es für Philip Seymour Hoffmans Rolle in "The Ides of March". - © Saeed Adyani

USA

"Künstler sind keine Politiker"1

  • Der Part als Wahlkämpfer entspricht seiner Vorliebe für "schmutzige Rollen".

Als Wahlkampfberater mit Moral, nämlich Mut zur Loyalität und überzeugter Ehrlichkeit, gehört Philip Seymour Hoffman in George Clooneys Regiearbeit "The Ides of March" (ab Freitag im Kino) einer Minderheit an, steht, genau genommen, auf verlorenem Posten inmitten seiner Haifisch-Kollegen im Korruptions- und Skandalsumpf... weiter




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