Die Mathematikerin Gizem Yildirim hat an der TU Wien promoviert und bald danach einen Job gefunden. Ob sie ihn antreten darf entscheidet sich, wenn ihr Antrag auf eine Rot-Weiß-Rot Karte durch ist. - © Luiza Puiu

Brain Drain

"Österreich macht es uns unnötig schwer"44

  • Viele Akademiker mit Doktortitel verlassen das Land. Die Hürden für Absolventen aus Nicht-EU-Ländern sind hoch.

Wien. Sobald das Gesprächsthema komplexer wird, zeichnet Gizem Yildirim ihre Gedankengänge auf ein Blatt Papier. Das ist gut so. Denn die Gedanken der quirligen Mathematikerin sind noch flinker als ihre Zunge. Die 34-Jährige hat im Juli 2017 an der Technischen Universität (TU) Wien promoviert. Davor hat sie das Masterstudium der... weiter




Konrad Pesendorfer, Chef der Statistik Austria. - © Statistik Austria / Zsolt MartonInterview

Brain Drain

"Man sollte nicht zusätzliche Hürden auferlegen"7

  • Statistik Austria-Chef Pesendorfer: "Volkswirtschaftlich problematisch", wenn Uni-Absolventen das Land in großem Ausmaß verlassen.

"Wiener Zeitung": Wieviele Menschen, die in Österreich ihren Doktor gemacht haben, verlassen das Land? Konrad Pesendorfer: Es gibt große Unterschiede in der Mobilität je nach Staatsangehörigkeit: Drei Jahre nach dem Studium sind knapp 56 Prozent der Doktoranden aus Deutschland nicht mehr im Land, bei Nicht-EU-Bürgern sind es fast Dreiviertel... weiter




 Keinen Sanktions- sondern Präventionscharaker sieht Bildungsminister Faßmann im neuen Model zum Schulschwänzen. - © APAweb, HANS PUNZ

Schule

Rote und Gelbe Karten für Schulschwänzer11

  • Regelungen beim Schulschwänzen sollen verschärft werden, Mindeststrafe von 110 Euro vorgesehen.

Wien. Die Regelungen für das Schulschwänzen werden verschärft. Künftig sollen Verfahren schon jedenfalls ab vier Tagen ungerechtfertigten Fernbleibens von der Schule eingeleitet werden, sieht ein von Bildungsminister Heinz Faßmann vorgelegter Gesetzesentwurf vor. Außerdem wird eine Mindeststrafe von 110 Euro eingeführt... weiter




2012 gingen hunderte Studenten gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen auf die Straße.  - © APAweb / Georg Hochmuth

SPÖ Burgenland

Petition gegen Studiengebühren ist gestartet9

  • Burgenland solle "studiengebührenfreie Zone" bleiben, sagt SPÖ-Landtagsabgeordneter Brandstätter.

Wien/Eisenstadt. Unter dem Motto: "Ja zur Bildung - Nein zu Studiengebühren" hat die SPÖ Burgenland eine Petition gegen Pläne zur Einführung von Studiengebühren durch die schwarz-blaue Bundesregierung gestartet. In den kommenden Wochen werde man unterwegs sein, um Partner für die Initiative zu suchen... weiter




Bildungsminister Faßmann ist gegen zusätzliche Plätze im Medinzin-Studium.  - © APAweb / Georg Hochmuth

Medizinstudium

"Keine weiteren Mediziner-Plätze vorgesehen"1

  • Bildungsminister Faßmann: "Österreich liegt bei Medizin-Absolventen im OECD-Spitzenfeld".

Wien. Eine weitere Schaffung von Medizin-Studienplätzen an staatlichen Universitäten zur Überbrückung von befristeten Arzt-Engpässen ist nach Angaben von Bildungsminister Heinz Faßmann "derzeit nicht vorgesehen". Schon jetzt liege Österreich bei der Zahl der Ärzte bzw. Medizin-Absolventen im Spitzenfeld der OECD-Staaten... weiter




Kinder in einem Kindergarten in Wien. - © Stanislav Jenis

Kindergartengebühren

Hohe Abmelderaten in Oberösterreich6

  • Auch kleinere Gemeinden berichten von Abmeldungen und anstehenden Personalkürzungen.

Linz. Eineinhalb Wochen nach Wiedereinführung der Nachmittagsgebühren in den oberösterreichischen Kindergärten zeichnen sich deutliche Abmeldetendenzen ab. In Steyr wurde gut die Hälfte der Kinder herausgenommen, in Wels knapp ein Drittel. In Linz, wo man ein anderes Modell umsetzt, dürften es nur an die zehn Prozent werden... weiter




Der Klubobmann der Grünen im Tiroler Landtag, Gebi Mair, hatte in diesemZusammenhang vorgeschlagen, eine Historikerkommission einzurichten, diedas Verhältnis zwischen Uni Innsbruck und den drei deutsch-nationalen Burschenschaften untersuchen soll. - © APA/C. LACKNER

Untersuchungen

Uni Innsbruck prüft an Studentenverbindungen vergebene "Ehrentitel"1

  • "Wir wollen eine klare Trennlinie der Universität Innsbruck zu rechtsextremem Gedankengut".

Innsbruck. Das Rektorat und der Senat der Universität Innsbruck wollen allenfalls an Studentenverbindungen vergebene Ehrentitel prüfen. Recherchen im Universitätsarchiv sollen zeigen, in welchem Umfang derartige Ehrentitel vergeben worden sind, teilte die Uni in einer Aussendung mit. Vergebene Titel sollen in der Folge auf den Prüfstand gestellt... weiter




Kinder sind schon interneterfahren, bevor sie über ein eigenes Gerät verfügen. "Zwischen null und zwei Jahren", kommen Kinder mit dem Internet in Berührung, sagte die pädagogische Leiterin von Saferinternet.at, Barbara Buchegger. - © APAweb/dpa, Jens Kalaene

Medienethik

Kinder im Internet: Eltern zwischen Kontrolle und Vertrauen1

  • Erstes Handy nicht vor dem Volksschulalter, internationaler Aktionstag am 6. Februar.

Wien. Immer früher kommen Kinder mit dem Internet in Berührung. Für Eltern bedeutet das große Verunsicherung - ab wann sollen die Kleinen surfen dürfen und wie lange? Auch die Frage nach dem ersten Handy beschäftigt die Erziehungsberechtigten immer früher. Bereits im Volksschulalter bekommen Kinder ihr erstes Mobiltelefon... weiter




Eine Auswertung des Bildungsministeriums zeigt, dass das Betreuungsverhältnis an manchen Universitäten im Argen liegt. - © APAweb, Helmut Fohringer

Universitäten

Weniger Studierende, mehr Qualität?13

  • Zugangsbeschränkungen und Geld für Unis mit mehr Abschlüssen, das hebt die Qualität - aber nur ein bisschen.

Wien. Die Universitäten werden künftig neu finanziert. Bildungs- und Wissenschaftsminister Heinz Faßmann konkretisierte, nach welchen sogenannten "Leistungsindikatoren" die künftig 11,07 Milliarden Euro in den Jahren 2019 bis 2021 an die Universitäten verteilt werden sollen: Zusätzlich zu individuellen Leistungsvereinbarungen und Mitteln für... weiter




Der stellvertretende uniko-Präsident Oliver Vitouch. - © APAweb / Herbert Neubauer

Uni-Zugang

Neue Beschränkungen, alte Reaktionen5

  • Der Entwurf zur neuen Unifinanzierung stößt bei den Rektoren auf Zustimmung, bei der ÖH auf Ablehnung.

Wien. Die von der Regierung geplante Neuregelung der Universitätsfinanzierung und des Hochschulzugangs sorgen für die gewohnten Reaktionen. Rektoren und Professoren begrüßen die mit neuen Hürden für Studenten verbundene Umstellung der Unibudgets, SPÖ und Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) äußerten sich ablehnend... weiter




Derzeit belegen in Österreich 280.000 Studenten insgesamt 340.000 Studien. Ab Herbst 2019 können Unis den Zugang zu Jus, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen beschränken. - © APAweb / dpa, Gero Breloer

Uni-Zugang

Neue Beschränkung in Jus, Sprachen und Pädagogik1

  • Die Uni bekommen außerdem die Möglichkeit, Zugangshürden für lokal überlaufene Studien einzuführen.

Wien. Die Universitäten sollen ab Herbst 2019 die Möglichkeit zu neuen Zugangsbeschränkungen in Jus, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen erhalten. Das sieht ein Entwurf zur neuen Uni-Finanzierung vor, der am Mittwoch im Ministerrat beschlossen werden soll. Die Universitäten bekommen außerdem die Möglichkeit... weiter




"Wenn man Gebühren einführen will, müsste man zuerst argumentieren, warum": Rektoren-Chefin Eva Blimlinger beim Interview mit der "Wiener Zeitung". - © Moritz ZieglerInterview

Eva Blimlinger

"Studiengebühren sind nie sozial verträglich"18

  • Die neue Rektoren-Chefin rät Studentenvertretern zu Protestaktionen und lehnt Studiengebühren generell ab.

"Wiener Zeitung": Sie sind seit Anfang des Jahres Präsidentin der Universitätenkonferenz (Uniko). Es gab keine Gegenkandidatur. Ist der Job so unbeliebt? "Eva Blimlinger": Unbeliebt würde ich nicht sagen. Aber es war auf jeden Fall sinnvoll, im Vorfeld viele Gespräche mit allen Rektoren und Rektorinnen zu führen... weiter




DIe Frage ist, wie viel Deutsch muss man können, um zu lernen? - © APAweb, Harald SchneiderVIDEO

Deutschklassen

Experten sehen Licht und Schatten3

  • Die Verknüpfung der Schulreife mit dem Beherrschen der Unterrichtssprache sieht man äußerst kritisch.

Wien. Dass mit den neuen Deutschförderklassen offenbar keine langfristige Trennung von Kindern und Jugendlichen mit mangelnden Deutschkenntnissen angestrebt wird, bewerteten Wiener Sprachwissenschafter vorsichtig positiv. Wenig abgewinnen können sie der Verbindung der Schulreife mit dem Sprachstand sowie dessen Feststellung zu einem bestimmten... weiter




"Wer sagt, das sind Ghettoisierungsmaßnahmen, hat das Prinzip nicht verstanden - oder er oder sie will es nicht verstehen", sagt Faßmann. - © APAweb / Georg Hochmuth

Deutschklassen

Trennen und fördern4

  • Der Bildungsminister präsentiert seinen Plan, Kinder in Deutschklassen auf den Unterricht vorzubereiten.

Wien. (pech) Ein Viertel der Kinder eines Jahrgangs in Österreich hat bereits eine andere Sprache als Deutsch als Muttersprache. Im vergangenen Schuljahr gab es in Österreich 40.000 außerordentliche Schüler, also Schüler, deren Deutsch nicht ausreichend war, um dem Unterricht zu folgen. Heuer werden es nur noch 30.000 außerordentliche Schüler sein... weiter




In der AHS-Unterstufe und in der Neuen Mittelschule sollen Schüler mit Deutschmängel künftig 20 Stunden in der Woche Deutsch lernen. - © APAweb / Herbert Pfarrhofer

Förderklassen

Verpflichtende Deutschklassen kommen ab neuem Schuljahr5

  • Kinder mit Deutschmängel sollen künftig mindestens 15 Wochenstunden Deutsch lernen. Nach einem erfolgreichen Sprachtest kann die Rückkehr in Regel-Klasse erfolgen.

Wien. Die im Regierungsprogramm angekündigten Deutschklassen setzen auf einen Ausbau des aktuellen Modells der Sprachstartgruppen und werden ohne strikte Trennung von den Regelklassen umgesetzt. Statt elf werden künftig 15 (Volksschule) bzw. 20 (AHS-Unterstufe/Neue Mittelschule) Stunden pro Woche Deutsch gepaukt... weiter




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