• vom 15.09.2015, 01:00 Uhr

Heranwachsen


OECD-Erhebung

Schüler verwenden Internet in Schule häufiger, in Freizeit nicht




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  • Heimische 15- bis 16-Jährige sind laut Pisa-Erhebung im Unterricht überdurchschnittlich lange online.



Wien/Paris. Schüler in Österreich nutzen in der Schule häufiger das Internet als Gleichaltrige in den OECD-Ländern, in ihrer Freizeit sind sie jedoch weniger häufiger im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Auswertung der Pisa-Studie mit Schwerpunkt "Digitale Kompetenzen". In Mathematik schnitten die Österreicher bei Aufgaben, die den Computer erforderten, besser ab als beim traditionellen Pisa-Test, beim "Digitalen Lesen" schlechter.

Im Rahmen der von der OECD durchgeführten Pisa-Studie werden im Abstand von drei Jahren die Kompetenzen von 15- bzw. 16-jährigen Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. 2012 lagen die Ergebnisse der Österreicher in der Mathematik signifikant über, in den Naturwissenschaften im OECD-Schnitt und in Lesen darunter. Bei den beiden letzten Vergleichen 2009 und 2012 wurden darüber hinaus auch digitale Kompetenzen in Lesen und Mathe erhoben und mit ebenfalls abgefragten Daten über Computer- und Internetnutzung verbunden.


Häufige PC-Nutzung in Schulen verbessert Pisa-Leistung nicht
Generell wird der Computer an österreichischen Schulen häufiger verwendet als im OECD-Durchschnitt. 81 Prozent der 15- bis 16-jährigen Österreicher arbeiten in der Schule mit dem Computer im OECD-Durchschnitt sind es 72 Prozent. Einen Zusammenhang zwischen häufiger Computernutzung an Schulen und den Pisa-Leistungen dürfte es allerdings nicht geben: Ausgerechnet bei den beiden Pisa-Topperformern Shanghai (38 Prozent) und Südkorea (42 Prozent) verwenden nur 38 beziehungsweise 42 Prozent der Schüler Computer im Unterricht, in anderen Staaten bzw. Regionen mit guten Pisa-Ergebnissen wie Macao (87 Prozent), Finnland (89 Prozent) und Liechtenstein (92 Prozent) dagegen häufig.

Täglich 29 Minuten sind die österreichischen 15- bis 16-Jährigen an der Schule im Internet - rund vier Minuten länger als im OECD-Durchschnitt. Spitzenreiter ist hier Australien, dessen Pisa-Ergebnisse in Mathematik praktisch gleichauf mit Österreich liegen und im Lesen deutlich besser sind, mit 58 Minuten. Zum Vergleich: Die Pisa-Topperformer Südkorea, Shanghai, Hongkong und Macao kommen nur auf neun, zehn, elf Minuten bzw. 14 Minuten.

Demgegenüber verbringen die Österreicher ihre Freizeit weniger oft im Internet als ihre Kollegen in den anderen OECD-Staaten: Die heimischen Schüler sind täglich 96 Minuten außerhalb der Schule im Netz, der OECD-Durchschnitt liegt bei 104 Minuten. Spitzenreiter sind hier die Schweden (mit schwächeren Pisa-Ergebnissen als Österreich) mit 144 Minuten vor den Esten (einem der Pisa-Spitzenländer) mit 138 Minuten. Am Ende liegen erneut die Pisa-Spitzenländer bzw. -Regionen Shanghai (39 Minuten) und Südkorea (41), während in Hongkong immerhin 111 und in Macao 112 Minuten außerhalb der Schule im Internet verbracht werden.

Deutlich höher ist die Internet-Zeit an den Wochenenden: Die österreichischen Schüler sind hier im Durchschnitt täglich 119 Minuten online, der OECD-Schnitt liegt sogar bei 138 Minuten. An der Spitze finden sich die Schüler aus Macao (178 Minuten), Dänemark (177) und Schweden (176), ganz am Schluss jene in der Türkei (78 Minuten), Mexiko (91) und Südkorea (94).

Verglichen wurden zudem die mit Papier und Bleistift erhobenen Pisa-Kompetenzen in Lesen und Mathematik sowie einem mit Keyboard und Maus durchgeführten Computer-Test, bei dem etwa Texte mittels Hyperlinks und Scrollen nach Informationen durchforstet bzw. Rechner auf dem Bildschirm verwendet werden mussten. Die Spitzenländer und -regionen in der einen Kategorie waren auch in der anderen top. Österreichische Schüler erzielten beim Rechnen bessere Resultate als in der Analog-Version, beim Lesen schlechtere.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-09-14 16:29:06
Letzte nderung am 2015-09-14 17:46:25



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