Budget

Heinisch-Hosek drängt auf zentrale Schulverwaltung

  • Die von den meisten Bundesländern geforderte "Verländerung" lehnte sie vor dem Ministerrat ab.

Wien. Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) drängt auf eine zentrale Schulverwaltung. Die von den meisten Bundesländern geforderte "Verländerung" lehnte sie vor dem Ministerrat ab, ebenso ihre SP-Regierungskollegen. Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) kann sich dies dagegen vorstellen... weiter




"Die Politiker müssen wissen, dass wir da sind, sobald sie den nächsten Bildungsfehler begehen", begründete VSStÖ-Chefin Jessica Müller die Demotrotz der Rücknahme der Sparmaßnahmen. - © APAweb, Roland Schlager

Budget

Schulgipfel und Sitzstreik vor dem Bildungsministerium

  • Am Mittwoch sind die Bildungslandesräte bei Heinisch-Hosek, am Donnerstag Landesschulräte und Lehrergewerkschaft, am Freitag Schüler- und Elternvertreter

Wie. Gut 50 Jugendliche sind Mittwochmorgen dem Aufruf von Aktion kritischer Schüler_innen (AKS), Sozialistischer Jugend (SJ) und Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) gefolgt und haben bei einem Mini-Sitzstreik vor dem Bildungsministerium "Geld für Bildung statt für Banken" gefordert. "Bildung für alle, sonst gibt's Krawalle"... weiter




"Der Lehrer" - um ihn herrscht wieder ein Gezerre. Schon bei den Regierungsverhandlungen stand eine Verländerung im Schulwesen, also die komplette Übertragung der Verantwortung an die Länder, im Raum. Aufgrund des Sparzwangs im Ministerium versuchen es nun die Landeshauptleute erneut. - © Russell Cobb/Ikon Images/Corbis

Schulpolitik

Eine Debatte wie damals

  • Schon vor Jahrzehnten wurde in Österreich über eine Verländerung im Schulwesen diskutiert, herausgekommen ist die wegweisende Reform 1962. Ein großer Wurf darf jetzt jedoch nicht erwartet werden.

Wien. Der Abgeordnete Neugebauer beschloss seine Rede mit einer eindeutigen Forderung: "Keine Verländerung der Schule!" Doch es war nicht etwa Parlaments-Urgestein und Beamtengewerkschafter Fritz Neugebauer, der dieserart die Lehrergilde verteidigte, es war der Abgeordnete Max Neugebauer von der SPÖ, der diesen Appell in die Debatte warf... weiter




Konflikte akzeptieren zu lernen und die Grundlagen politischer Systeme zu verstehen, sind für Anton Pelinka wesentliche Bestanteile des Schulfachs "poitische Bildung". - © Ernst Weingartner / picturedesk.com

Interview

"Politische Bildung ist keine Tugendlehre"11

  • Der Politikwissenschaftler Anton Pelinka argumentiert für die Einführung eines Fachs "Politische Bildung".

"Wiener Zeitung": Herr Professor Pelinka, politische Themen sind ja Bestandteil anderer Unterrichtsfächer. Braucht man dann noch ein eigenes Fach "Politische Bildung"? Anton Pelinka: Politische Bildung ist derzeit als Unterrichtsprinzip mit anderen Fächern verbunden. Das heißt, dass es in der Schulwirklichkeit keine Personen gibt... weiter




Digitale Medien sind ein selbstverständlicher Teil der Lebesnwiklichkeit von Kindern und Jugendlichen. - © dpa/Arne Dedert

Digitale Medien

Schaumgebremst2

  • Ob und in welcher Weise die digitalen Medien an der Schule vorkommen, ist Zufall – obwohl sich Experten, Ministerium und Lehrer einig sind, dass Medienbildung wichtig ist.

Peter Sykora muss lachen. Dafür reicht die Frage, wie es um die Mediennutzung in der Schule generell so bestellt sei. Er ist Direktor einer Volksschule im achten Wiener Gemeindebezirk. "Wir waren am Anfang wirklich euphorisch", berichtet Sykora. "Ende der 1990er Jahre gab es eine große Initiative, bei der alle Wiener Schulen flächendeckend mit... weiter




"Jugendliche, die von Computerspielen abhängig sind, sind oft ängstlich und depressiv", sagt Kinder- und Jugendpsychater Christoph Möller. - © privat

Interview

"Es geht ihnen mit den Medien besser als vorher"1

  • Der Kinder- und Jugendpsychiater Christoph Möller versteht sehr gut, warum Kinder vom Internet und von Computerspielen abhängig werden. Sie finden dort eine Welt, in der sie erfolgreich sind. Ein Gespräch über die Folgen der Sucht.

"Wiener Zeitung": Auf Ihrer Therapiestation Teen Spirit Island im Kinder- und Jugend-Krankenhaus Auf der Bult werden seit einigen Jahren auch Jugendliche therapiert, die süchtig nach Bildschirmmedien sind. Ist die Mediensucht wirklich ein so großes Problem? Christoph Möller: Ja, ein zunehmend größeres... weiter




Sich untereinander auszutauschen ist im Ethikunterricht nicht verboten, sondern ausdrücklich erwünscht. - © Luiza Puiu

Ethikunterricht

"Menschenrechte habe ich nicht gekannt"4

  • Einen verpflichtenden Ethikunterricht gibt es in Österreich bislang nur im Schulversuch. "Jugendliche brauchen die Auseinandersetzung mit Werten", sagen die Pädagogen, aber den Schulen fehlen die Mittel.

Wien. Die Schüler und Schülerinnen sitzen auf dem Podium und diskutieren, ob in Wien ein Minarett errichtet werden soll. Sie sind in die Rolle von erbosten Bürgern, FPÖ- und SPÖ-Politikern geschlüpft und bringen Argumente für und wider die Errichtung des Turms einer Moschee ein. Nach der hitzigen Diskussion wird abgestimmt... weiter




"Die Ethik seit der Antike geht davon aus, dass wir das Konzept Verantwortung benötigen, weil wir, wenn auch in begrenztem Rahmen, frei entscheiden können", sagt Konrad Paul Liessmann im Interview mit der "Wiener Zeitung". - © Andreas Pessenlehner

Interview

"Ethik ist uns kein Anliegen"11

  • In einer entsolidarisierten Gesellschaft muss man mit Schülern über Verantwortung sprechen, sagt Konrad Paul Liessmann - nur fehle der politische Wille, dafür Raum zu schaffen.

"Wiener Zeitung": Wenn wir, wie es im Untertitel zum kommenden Philosophicum Lech im September heißt, "Nach dem Ende der Verantwortung" leben, wozu brauchen wir dann eine Ethik oder eine Moral? Konrad Paul Liessmann: Wir brauchen sie umso mehr. Der Untertitel bezieht sich auf zwei Debatten: Zum einen auf die Erkenntnisse der Genetik und der... weiter




Budget

Gewerkschaft wundert Rückzieher Heinisch-Hoseks nicht

  • Kimberger: "Dauerbevormundung durch Minoritenplatz muss enden"

Wien. Die Rücknahme der Sparvorschläge von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) überrascht den Vorsitzenden der ARGE Lehrer in der GÖD, Paul Kimberger (FCG), nicht: "Das wundert mich nicht. Es ist einfach falsch gewesen, etwas zu verordnen und sich dann die Betroffenen zu Gesprächen zu holen... weiter




Budget

Schulpartner wollen gemeinsamen Termin bei Heinisch-Hosek

  • Eltern, Schüler und Lehrer wollen sich nicht "auseinanderdividieren" lassen.

Wien. Eltern, Schüler und Lehrer wollen nicht bei getrennten Schulgipfeln mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) über die Einsparungen im Bildungsbereich diskutieren. Man fordere einen gemeinsamen Gesprächstermin, hieß es in einer Aussendung. "Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren und lehnen die Kürzungen im Schulbereich mit... weiter




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23.4.2014 - Einsatzkräfte sorgen mit Wasserwerfern und körperlichem Einsatz für Ruhe und Ordnung bei einer Demonstration gegen den Besuch von US-Präsidenten Barack Obama vor der US-Botschaft in Manila. Mal Ungeheuer, mal erotischer Verführer. Vampire und Vampirinnen haben viele Gesichter.

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