• vom 29.02.2012, 17:20 Uhr

Schule


Wien

Und jetzt tief atmen und im Kreis drehen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Bettina Figl

  • Der Wiener Lesetest hält dieser Tage wieder an Wiens Pflichtschulen Einzug.

Wien. 40 Minuten Texte über das Weltall, Indianer und Grillen lesen, anschließend Verständnisfragen ankreuzen. Unterbrochen wird der Lesetest durch drei Minuten, in denen die Kinder auf Anordnung hüpfen, tief atmen und sich um die eigene Achse drehen sollen.

Werbung

Während die 15.651 Hauptschüler der 8. Schulstufe am Donnerstag ihre Lesefertigkeiten unter Beweis stellen, haben 14.829 Volksschüler dies bereits hinter sich. Sie nahmen am Mittwoch an dem Test teil, der heuer zum zweiten Mal in Wien flächendeckend durchgeführt wurde.

"Es hat besser funktioniert als im vorigen Jahr", ist aus Lehrerkreisen zu hören. Im Vorjahr hatten einige Volksschullehrer Zeitpunkt und Durchführung des Tests massiv kritisiert: Die letzte Schulstufe sei zu spät, um noch etwas gegen Leseschwächen tun zu können. Außerdem wurde befürchtet, weiterführende Schulen könnten sich bei der Aufnahme von Schülern womöglich an deren Testergebnissen orientieren.

In diesem Jahr wussten die Lehrer, was auf sie zukommt und konnten mit den Kindern entsprechend üben. Doch reibungslos war der Ablauf auch heuer nicht: Zu wenige Tests oder schwer aufzubekommende Stiftkapseln sorgten dafür, dass der Test kaum in einer 50 Minuten langen Unterrichtsstunde zu bewältigen war.

Im Vorjahr war das Ergebnis des Tests miserabel: Jeder vierte Zehnjährige war ein "Risikoschüler", unter den 14-Jährigen befanden sich zehn Prozent "extrem schwache Leser". Doch der Test sei "viel zu schwach konstruiert, um diagnostisch tauglich zu sein", kritisierte etwa Bildungsexperte Stefan Hopmann von der Universität Wien. Die Testergebnisse 2012 werden im Mai vorliegen und den Schülern persönlich übermittelt - auch das nennt Hopmann eine "Sauerei" und "ethisch nicht vertretbar": "Man schickt ihnen Ergebnisse mit einer Erläuterung, die 80 Prozent der Eltern gar nicht verstehen. Alles, was sie mitbekommen, ist: ,Mein Kind ist reichlich blöd."




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2012-02-29 17:26:07


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Nicht zufriedenstellend
  2. Fast alle dürfen Lehrer werden
  3. Lola feiert runden Geburtstag
  4. "Besser als nichts"
  5. Befriedigend, setzen!
Meistkommentiert
  1. "Besser als nichts"
  2. Die Crux des Schulschwänzens

Werbung




Die Trophäe des 2014 Ig Nobelpreis bei der Verleihung in der Harvard Universität am 18. September.

Der Befürworter für einen Verbleib bei Großbritannien Alistair Darling freut sich über das Ergebnis. 19.09.2014: <!--[if gte mso 9]><![endif]--><span style="font-size:10.0pt;line-height:115%;font-family:" arial","sans-serif";mso-fareast-font-family:calibri;mso-fareast-theme-font:minor-latin;color:black;mso-ansi-language:de-at;mso-fareast-language:en-us;mso-bidi-language:ar-sa"="">Die ersten sieben deutschen Bundeswehr-Soldaten werden heute in den Nordirak geflogen. Hier stehen sie am Nato-Flugplatz in Hohn(Schleswig-Holstein) vor einer Transall. Ihr Ziel ist die Kurden-Hauptstadt Erbil. Dort werden sie Kurden ausbilden.</span><!--[if gte mso 9]>Normal021falsefalsefalseDE-ATX-NONEX-NONE<![endif]--><!--[if gte mso 9]><![endif]--><!--[if gte mso 10]><style>/* Style Definitions */table.MsoNormalTable{mso-style-name:"Normale Tabelle";mso-tstyle-rowband-size:0;mso-tstyle-colband-size:0;mso-style-noshow:yes;mso-style-priority:99;mso-style-parent:"";mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;mso-para-margin-top:0cm;mso-para-margin-right:0cm;mso-para-margin-bottom:10.0pt;mso-para-margin-left:0cm;line-height:115%;mso-pagination:widow-orphan;font-size:11.0pt;font-family:"Calibri","sans-serif";mso-ascii-font-family:Calibri;mso-ascii-theme-font:minor-latin;mso-hansi-font-family:Calibri;mso-hansi-theme-font:minor-latin;mso-fareast-language:EN-US;}</style><![endif]-->

In Florenz. © Clet Abraham Der Goethehof ist eine Ikone unter den Gemeindebauten der Stadt. Doch dem Prestigeprojekt des "roten Wiens" fällt mittlerweile der Putz ab - ietzt wird renoviert. Ein Lokalaugenschein.

Werbung