• vom 10.11.2015, 17:16 Uhr

Schule

Update: 11.11.2015, 10:43 Uhr

Bildungsgipfel

Wird die Bildungsreform zum Reförmchen?




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Von Bettina Figl


    Wien. "Was absehbar ist, ist zu wenig für eine große Reform", sagte Neos-Chef Matthias Strolz am Dienstag, also exakt eine Woche vor dem Bildungsgipfel. Er erwarte sich "längst überfällige, klitzekleine Schritte" bei der Schulautonomie: Klassen sollen flexibler gegründet, alternative Leistungsbeurteilung ins Regelschulwesen überführt werden - beides ist derzeit nur im Schulversuch möglich. Strolz pocht auch auf finanzielle Autonomie und schlägt eine Pro-Kopf-Finanzierung pro Schüler vor, an öffentlichen wie privaten Schulen. Daneben soll es eine kriterienbezogene Standortfinanzierung geben und Direktoren sollen eigenmächtig Lehrer einstellen und kündigen dürfen. Ermöglichen könnte dies ein Rahmenkollektivvertrag.

    Elementarpädagogen an die Uni
    Sozialpartner und Industriellenvereinigung (IV) wünschen sich ebenfalls mehr Autonomie: Schulleiter sollen über Personal und Geld verfügen dürfen, sagten sie am Montagabend bei einem Treffen mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Wissenschaftsstaatssekretär Harald Mahrer. Dass die Bildungsreform mehr Autonomie bringen wird, gilt als fix, unklar bleibt die Kompetenzverteilung. Die Sozialpartner sehen Gesetzgebungskompetenz, Qualitätssicherung und Finanzierung in der Hand des Bundes: Die Schulverwaltung soll "schlanker und moderner" werden, "ohne Doppelgleisigkeiten und Parteieneinfluss". Darauf, ob die Verwaltung Bundes- oder Ländersache sein soll, wollten sich ÖGB, IV, Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer aber nicht festlegen. Es soll der Weg gegangen werden, der am wenigsten Doppelgleisigkeiten produziere, so Michael Landertshammer von der Wirtschaftskammer am Dienstag zur "Wiener Zeitung". Klarer die Positionierung bei der Elementarpädagogik: Sie soll in die Bundeszuständigkeit wechseln, die Ausbildung an die Unis kommen. Dies könne schrittweise erfolgen, es brauche aber "ein klares Bekenntnis und einen Durchführungsplan, der ab 2017 abgewickelt wird".

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2015-11-10 17:20:11
    Letzte nderung am 2015-11-11 10:43:21



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