
Wien. Unterrichtsministerin Claudia Schmied sagt sie sei zuversichtlich was Österreichs Abschneiden beim internationalen Bildungsvergleichstest PISA angeht. Vor dem Ministerrat meinte die Ressortchefin Mittwochvormittag, die kleineren Klassen mit besserer Betreuung sowie ein entspannterer Umgang mit solchen Tests könnten bereits positive Auswirkungen haben.
Weniger optimistisch gibt sich Bundeskanzler Werner Faymann: Er will keine Garantie dafür abgeben, dass Österreich beim diesjährigen PISA-Test besser abschneidet als zuletzt.Er könne nicht sagen, ob die von der Regierung eingeleiteten Reformmaßnahmen im Bildungsbereich bei den jetzt 15-und 16-Jährigen schon entsprechende Fortschritte gebracht hätten. Klar sei, dass es im Schulwesen weitere Schritte brauche.
Vizekanzler Michael Spindelegger sah sich selbst zumindest schuldlos, sollten Österreichs Schüler einmal mehr hinter den Erwartungen bleiben. Er habe nur zwei Söhne. Daher könne die Familie Spindelegger keinen allzu großen Beitrag zu PISA leisten.
Dieser Test startet heute mit dem Schwerpunkt Mathematik. Ob dies für Österreich günstig sei, wollte die Ministerin nicht einschätzen. Denn Mathematik sei ohnehin immer "ein bisschen ein Angstfach". Grundsätzlich sehe sie PISA jedenfalls "sportlich" und hoffe auf gute Ergebnisse. Den Schülern wünschte Schmied viel Glück: "Möge die Übung gelingen."
Schmied hält an Termin für Zentralmatura fest
Unbeeindruckt zeigt sich die Unterrichtsministerin von einer Umfrage im Auftrag der ÖVP-nahen Schülerunion, wonach sich mehr als 80 Prozent der Schüler nicht entsprechend auf die Zentralmatura vorbereitet sehen. Schmied meinte dazu, es werde am Zeitplan festgehalten, womit die Zentralmatura an den AHS bereits im Schuljahr 2013/14 zum Einsatz kommt. Allerdings würden die Informationen an den Schulstandorten weiter verstärkt. Damit könne dann eine faire und ein Stück gerechtere Matura garantiert werden.