• vom 16.04.2012, 11:06 Uhr

Schule aktuell

Update: 16.04.2012, 11:09 Uhr
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Initiative der Bundesschülervertretung

Zentralmatura: Schüler starten Bürgerinitiative für Verschiebung



  • Initiatoren erwarten sich "tausende Unterstützer"

Wien. Die Bundesschülervertretung will nun eine parlamentarische Bürgerinitiative für eine Verschiebung des Starttermins der ab 2013/14 an AHS geplanten Zentralmatura starten. Laut einer Umfrage der Schülervertretung fühlen sich 85 Prozent der Befragten Schüler nicht gut auf die neue Reifeprüfung vorbereitet, die Hälfte hat Angst davor, sie nicht zu bestehen. "Da auch dieses Ergebnis im (Unterrichts-, Anm.) Ministerium nicht ernst genommen wird, sehen wir uns gezwungen weitere Schritte einzuleiten", so Bundesschulsprecherin Conny Kolmann von der VP-nahen Schülerunion am Montag in einer Aussendung.

  Die Bundesschülervertretung ist sich sicher, die 500 nötigen Unterschriften für die Bürgerinitiative "innerhalb weniger Stunden" zu sammeln. Danach gebe es die Möglichkeit, die Initiative auch im Internet zu unterstützen. "Unsere Forderungen basieren auf den Meinungen der Schülerinnen und Schüler. Das macht mich sicher, dass wir tausende Unterstützer finden werden", so Kolmann.

  Vor der flächendeckenden Einführung der Zentralmatura sollte nach Meinung der Bundesschülervertretung der Lehrplan an die neue Reifeprüfung angepasst und die Leistungsbeurteilungsverordnung adaptiert werden, damit Schularbeiten nach ähnlichen Kriterien benotet werden wie die Matura. Die Schüler fordern weiters Regelung für Klassen-Wiederholer, die keine Vorbereitung auf die neue Matura hatten, zusätzlich zu Feldtestungen Schulversuche in Deutsch und Mathematik, eine Offenlegung der Feldtest-Ergebnisse und mehr als zwei Wochen Vorbereitungszeit vor der mündlichen Matura.

  Eine parlamentarischen Bürgerinitiative muss von mindestens 500 namentlich angeführten österreichischen, wahlberechtigten Staatsbürgern unterstützt werden. Einer im Nationalrat rechtsgültig eingebrachten parlamentarischen Bürgerinitiative kann anschließend in elektronischer Form zugestimmt werden (Voraussetzung: Vollendung des 16. Lebensjahrs und österreichische Staatsbürgerschaft). Dies dient laut Parlament "der Abbildung der politischen Interessenlage und hat für die Beratungen im Nationalrat informativen Charakter". Parlamentarische Bürgerinitiativen werden im Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen behandelt.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-16 11:07:17
Letzte Änderung am 2012-04-16 11:09:27


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