• vom 18.09.2012, 15:26 Uhr

Schule aktuell

Update: 18.09.2012, 15:38 Uhr
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Bisher bei Reform "noch nichts in rechtliche Form gegossen"

ÖH fordert Master als Regelabschluss für Lehrer



V.l.n.r.: ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig, ÖH-Vorsitzende Janine Wulz, die stellvertretende Vorsitzende Angelika Gruber sowie der stellvertretende Vorsitzende Martin Schott. - APAweb / Roland Schlager

V.l.n.r.: ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig, ÖH-Vorsitzende Janine Wulz, die stellvertretende Vorsitzende Angelika Gruber sowie der stellvertretende Vorsitzende Martin Schott. APAweb / Roland Schlager

Wien. Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) fordert im neuen Lehrerdienstrecht die Verankerung des Masters als Regelabschluss für alle Pädagogen. Außerdem dürfe für Lehrer während der einjährigen Unterrichtseinführung höchstens eine halbe Lehrverpflichtung gelten. "Alles andere wären Einsparungen auf dem Rücken von JunglehrerInnen", so die Studentenvertreter in einer Aussendung am Dienstag. Hintergrund der Forderung: Bisher sei bei der geplanten Reform der Lehrerausbildung "immer noch nichts in eine rechtliche Form gegossen" worden.

Nach derzeitigem Plan von Unterrichtsministerin Claudia Schmied sollen Pädagogen künftig zwar erst mit dem Master eine Fixanstellung bekommen. Sie sollen aber schon mit dem Bachelor unterrichten und berufsbegleitend den Master erwerben können.

Die ÖH pocht hingegen auf ein durchgängiges fünfjähriges Studium, in dem das Master- direkt an das Bachelorstudium anschließt - und zwar auch für den berufsbildenden und den Kindergartenbereich sowie Quereinsteiger aus der Praxis. Erst nach dem Master dürfe die Unterrichtseinführung folgen. Während dieser dürfe für die Junglehrer außerdem keinesfalls eine vollen Lehrverpflichtung gelten. "Hier entscheidet sich, ob in alte Muster zurückgefallen wird oder ob die im Studium erlernten Konzepte für einen qualitativen Unterricht auch übernommen werden", so ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig (Fraktion Engagierter Studierender, FEST).

Die künftigen Lehrerausbildungsstätten müssen aus Sicht der Studentenvertreter tertiäre Einrichtungen sein, die sowohl Bezug zur Praxis als auch zur Forschung haben. Und sie dürfen nicht verschult sein, heißt es als Seitenhieb auf die Pädagogischen Hochschulen (PH). Außerdem müsse in der Lehrerausbildung Säkularisierung garantiert werden: "Aktuell gesetzlich festgeschriebene Religionslehrveranstaltungen für Lehramtsstudierende sind für die ÖH höchst bedenklich." Derzeit muss an PH jeder Lehramtsstudent verpflichtend "Religionspädagogik" oder alternativ das Fach Ethik belegen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-09-18 15:29:09
Letzte Änderung am 2012-09-18 15:38:29


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