• vom 30.12.2013, 10:00 Uhr

Uni

Update: 30.12.2013, 10:10 Uhr

StudiengebŘhren

Deutschland schafft 2014 generelle "Unimaut" ab




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    Wien. Mit dem Wintersemester 2014/15 werden Deutschlands Unis quasi gebührenfrei. Sieben Bundesländer hatten seit 2005 Studiengebühren eingeführt, im Herbst 2014 wird mit Niedersachsen das letzte von ihnen die generelle "Unimaut" wieder abschaffen. Allerdings verlangen sechs Länder, wie Österreich, von Langzeitstudenten bzw. teils auch im Zweitstudium Gebühren. Kosten: 500 bis 800 Euro pro Semester.

    Studiengebühren ausschließlich für Langzeitstudenten (Überschreitung der Mindeststudienzeit um eine bestimmte Anzahl von Semestern) gibt es weiterhin in Bremen, Sachsen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Thüringen, das Zweitstudium kostet zusätzlich etwas in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Allerdings gibt es wie in Österreich auch hier Ausnahmeregelungen, durch die man länger gebührenfrei studieren kann (Kinderbetreuung etc.).

    Verwaltungsgebühren bleiben

    Unabhängig von den Gebühren gibt es in Deutschland weiterhin sogenannte Semesterbeiträge als Verwaltungsgebühren, deren Höhe die Unis selbst bestimmen. Die Kosten liegen dabei zwischen 35 und knapp 300 Euro, wobei bei höheren Beiträgen in der Regel ein Ticket für den öffentlichen Verkehr inkludiert ist.


    Eine Rückkehr der ähnlich wie in Österreich umstrittenen Debatte ist in Deutschland allerdings so gut wie fix, meint Horst Hippler, Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK): Ab 2020 gilt nämlich in Deutschland eine Schuldenbremse und die Länder können keine neuen Kredite aufnehmen. Damit dürfte es ihnen auch schwerer als bisher fallen, den Unis den Entfall der Studiengebühren zu kompensieren.

    Das von HRK und privater Bertelsmann-Stiftung getragene Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) macht jedenfalls schon jetzt für eine zweiten Anlauf für Studiengebühren mobil: Diesmal sollen die Unis allerdings nicht schon während des Studiums Gebühren einheben, sondern Studenten in Anlehnung an das australische Modell erst nach dem Abschluss und ab einem gewissen Jahreseinkommen bezahlen.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2013-12-30 10:01:13
    Letzte ─nderung am 2013-12-30 10:10:21



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