• vom 10.08.2016, 14:29 Uhr

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Update: 10.08.2016, 14:41 Uhr

TU Wien

Kern kritisiert Zugangsbeschränkung für Informatiker




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Von WZ Online, APA

  • Der Bundeskanzler will sich mit dem Management der TU Wien darüber auseinandersetzen.

Wien. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) ist "nicht sehr glücklich" über die von der Technischen Universität (TU) Wien erstmals eingeführten Zugangsbeschränkungen für Informatikstudenten. Im Ö1-"Mittagsjournal" kündigte Kern an, dass man sich darüber noch mit dem Uni-Management "auseinandersetzen" werde.

Kern gestand zu, dass es aus der Sicht der Uni angesichts der begrenzten Mittel möglicherweise eine richtige Entscheidung sei. Gesamtwirtschaftlich sei dies jedoch "nicht akzeptabel". Der Bundeskanzler verwies auf das große Bedürfnis der Wirtschaft nach Informatikern angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung.

Die Möglichkeit, Zugangsbeschränkungen in der Informatik einzuführen, gibt es seit 2013. Bisher machte davon nur die Uni Innsbruck Gebrauch, die TU und die Uni Wien folgen mit Beginn des kommenden Studienjahrs. Wer dort keinen Studienplatz bekommt, kann an die Unis Salzburg, Klagenfurt und Linz bzw. die TU Graz wechseln. Dort sind die Informatikstudien nach wie vor nicht beschränkt.

Kern für mehr Autonomie an Schulen

In der Bildungspolitik hält es Kern für "sinnvoll", dass das Ministerium oberste Schulbehörde bleibt. Dass die Landeshauptleute künftig den geplanten Bildungsdirektionen vorstehen können sollen und die Bildungsministerin diesen Weisungen erteilen müsste, ist für Kern akzeptabel. "Ich kann damit leben." Das größte Reformprojekt ist nach Ansicht Kerns aber eine verstärkte Autonomie für die Schulen. Es sei wichtig, dass die Direktoren Schwerpunkte setzen können, um den Anforderungen der jeweiligen Region gerecht werden zu können.

Bezüglich der Abmilderung der sogenannten Kalten Progression zeigte sich der Bundeskanzler zuversichtlich, auf dem Verhandlungsweg einen Kompromiss mit der ÖVP zu finden. Einig sei man sich in dem Ziel, dass es eine Steuersenkung geben soll, wenn die Inflation einen Wert von drei Prozent übersteigt. Während die ÖVP aber hier einen Automatismus will, trete die SPÖ für "soziale Gerechtigkeit" und eine stärkere Entlastung niedriger Einkommen ein, weil die Inflation die niedrigen und mittleren Einkommen stärker treffe.





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Dokument erstellt am 2016-08-10 14:30:44
Letzte nderung am 2016-08-10 14:41:36



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