• vom 22.09.2016, 10:47 Uhr

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Update: 22.09.2016, 11:27 Uhr

Times-Ranking

Uni Wien verliert leicht, andere Unis stabil




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Von WZ Online, APA

  • Oxford führt erstmals das Times-Ranking an - Uniko bemängelt heimische Rahmenbedingungen.

Die Oxford University ist als erste nicht-amerikanische Universität an der Spitze des Times-Rankings.

Die Oxford University ist als erste nicht-amerikanische Universität an der Spitze des Times-Rankings.© APAweb / Reuters, Eddie Keogh Die Oxford University ist als erste nicht-amerikanische Universität an der Spitze des Times-Rankings.© APAweb / Reuters, Eddie Keogh

Wien. Größtenteils stabile Ergebnisse gibt es für die österreichischen Hochschulen in der jüngsten Ausgabe des "Times Higher Education World University Ranking". Allerdings rutschte die Uni Wien als beste heimische Uni auf Platz 161 (2015: 142) ab. Die anderen fünf im Ranking gereihten Unis blieben unverändert auf ihren Positionen, die Medizin-Uni Wien flog aus technischen Gründen aus der Rangliste.

Rating-Herausgeber Phil Baty führt das Abrutschen der Uni Wien auf eine etwas schlechtere Leistung im Forschungsbereich sowie zunehmende Konkurrenz vor allem aus Asien zurück. Die Technische Universität (TU) Wien bleibt wie im Vorjahr auf den Plätzen 251-300 ( zwischen Platz 201 und 400 wird in 50-er-Schritten gereiht, ab Platz 401 in 100-er Schritten, Anm.), die Uni Innsbruck auf 301 bis 350, die TU Graz auf 351 bis 400 sowie die Uni Graz und die Uni Linz auf 401 bis 500. Insgesamt wurden heuer 980 Institutionen bewertet (2015: 800).

Erstmals keine US-Uni an der Spitze

Rangliste des Times Higher Education Rankings.

Rangliste des Times Higher Education Rankings.© APAweb Rangliste des Times Higher Education Rankings.© APAweb

Die Medizin-Uni Wien, im Vorjahr mit Platz 201 bis 250 noch zweitbeste heimische Hochschule, wurde heuer aus der Wertung genommen: Sie erfülle streng genommen die Kriterien nicht, da sie keine "undergraduate students" ausbilde, heißt es. Die Medizin-Uni bietet ihr Studium nicht im Bachelor-/Master-System an.

Eine Premiere gab es an der Spitze des Rankings: Im 13. Jahr seines Bestehens nimmt erstmals keine US-Uni die Spitzenposition ein. Auf Platz eins landete heuer die University of Oxford (2015: Platz zwei), die mit dem California Institute of Technology den Platz tauschte. Ansonsten gab es in den Top Ten kaum Änderungen. Auf Platz drei blieb die Stanford University, die beste kontinentaleuropäische Universität ist weiter die Eidgenössisch-Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz neun.

Trotz des Verlusts der Spitzenposition dominieren die US-Unis die Rangliste weiter: 15 der Top 20- sowie 63 der Top 200-Unis sind in den USA beheimatet. Europa bringt fünf Unis in die Top 20 und 99 in die Top 200, Asien ist mit 19 in den Top 200 vertreten. Die beste deutsche Hochschule, die Universität München, erreichte Rang 30 (2015: 29), insgesamt sind 22 deutsche Unis in den Top 200.

Zitierungen sind wichtigster Indikator

Zum Vergleich: Während Österreich nur eine einzige Uni unter die besten 200 bringt, sind die Niederlande gleich 13 Mal vertreten (beste Platzierung: Delft University of Technology auf Platz 59). Die Schweiz kommt auf sieben Top 200-Unis (ETH Zürich auf Platz neun), Schweden auf sechs (Karolinska Institut auf Platz 28), Belgien (Katholische Universität Leuven auf Platz 40) und Dänemark (Aarhus University auf Platz 98) auf je drei sowie Finnland (University of Helsinki auf Platz 91) und Norwegen (University of Oslo auf Platz 132) auf je eine.

Keine Änderung gab es bei der Grund-Zusammenstellung der Rangliste: Sie basiert auf 13 Indikatoren aus den fünf Bereichen Forschung, Lehre, Zitierungen, Internationalisierung und Einwerbung von Drittmitteln aus der Wirtschaft. Das größte Einzelgewicht haben dabei die Zitierungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen der Forscher einer Uni (30 Prozent), gefolgt von Befragungen ("Reputation Surveys") von mehr als 10.000 Forschern zu den Faktoren Forschung (18 Prozent) und Lehre (15 Prozent).

Uniko bemängelt Rahmenbedingungen

Der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), OIiver Vitouch, sieht das neue "Times"-Uni-Ranking als "weiteren Beleg für die berechtigten Forderungen nach beherzter Änderung der Rahmenbedingungen". Solange die heimische Hochschulpolitik bei den zwei zentralen Themen, nämlich Finanzierung und Zugang, im Status quo verharre, werde Österreichs Universitäten in den großen Rankings kein Sprung unter die besten 100 gelingen", so Vitouch.

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2016
Dokument erstellt am 2016-09-22 10:52:40
Letzte ─nderung am 2016-09-22 11:27:25



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