• vom 20.02.2017, 17:14 Uhr

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Studienbeihilfe

Budget für Studienbeihilfe wird aufgestockt




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  • Eine neue Strategie soll die soziale Durchmischung an Hochschulen verbessern.

25 Millionen Euro mehr soll es laut Minister Reinhold Mitterlehner ab dem Wintersemester für die Studienbeihilfen geben .

25 Millionen Euro mehr soll es laut Minister Reinhold Mitterlehner ab dem Wintersemester für die Studienbeihilfen geben .© BMWFW/Glaser 25 Millionen Euro mehr soll es laut Minister Reinhold Mitterlehner ab dem Wintersemester für die Studienbeihilfen geben .© BMWFW/Glaser

Wien. (temp/apa) Die Angst sei freilich naheliegend, sagte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner, dass die geplante Studienplatzfinanzierung die soziale Durchmischung gefährde. Ab 2019 ist ja geplant, festzulegen, wie viel Geld pro Studienplatz pro Fach zur Verfügung steht. Indirekt bedeutet das eine begrenzte Zahl an Plätzen und damit verbundene Aufnahmeregelungen. Um der Angst den Wind aus den Segeln zu nehmen, verkündete Mitterlehner am Montag vor Journalisten, dass das Budget für die Studienbeihilfe ab dem Wintersemester 2017/18 um 25 Millionen auf insgesamt 225 Millionen Euro aufgestockt werden soll. Das soll die soziale Durchmischung und Durchlässigkeit im Hochschulbereich verbessern, wofür auch die vor rund einem Jahr gemeinsam mit den Hochschulen eingeleitete Nationale Strategie ausgearbeitet worden sei.

Derzeit werde in Abstimmung mit der Hochschülerschaft (ÖH) und dem Koalitionspartner an einem Gesetzestext gearbeitet, Details sollen bis zum nächsten Wissenschaftsausschuss Ende Mai vorliegen. Diesen Verhandlungen wolle er nicht vorgreifen, die zusätzlichen Mittel würden aber bestimmt nicht nach dem Gießkannenprinzip ausgeschüttet, so Mitterlehner. Vielmehr wolle man auf Problemgruppen stärker eingehen.

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Erhöhung der Einkommensgrenze
Vor allem jene 18.000 Studierenden sollen profitieren, deren Eltern getrennt leben, sowie rund 10.000 Studierende, die im zweiten Bildungsweg nach dem 27. Lebensjahr ein Studium starten. Konkret erfolge dieser Schritt durch eine Anhebung der Studienbeihilfen und eine Erhöhung der Einkommensgrenze, so der Minister.

Um den Zugang zu finanzieller Unterstützung zu erleichtern, bündelt die neue Webseite des Wissenschaftsministeriums (www.studiversum.at) erstmals alle 15 bisherigen Webseiten zur Studieninformation. Zudem sollen im Rahmen eines jährlichen Treffens mit allen Hochschulen ab Herbst 2017 strategierelevante Themen abgestimmt werden.

Die derzeitige soziale Durchmischung sei schon gar nicht so schlecht, sagte Mitterlehner. Österreich zähle laut Studierendensozialerhebung zu den vier besten Ländern in Europa, in denen die Zusammensetzung der Studenten jener der Wohnbevölkerung entspreche. 54 Prozent aller Studierenden sind demnach Frauen. Die finanzielle Situation von Studenten aus niedrigeren sozialen Schichten gegenüber jenen aus höheren sozialen Schichten sei allerdings deutlich schwieriger, sagte Mitterlehner. Erstere seien zu 29 Prozent in finanziellen Schwierigkeiten und müssten daher häufiger arbeiten gehen, Zweitere seien es zu 16 Prozent.

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Dokument erstellt am 2017-02-20 17:18:05



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