• vom 10.05.2017, 14:44 Uhr

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Update: 10.05.2017, 14:55 Uhr

Netzwerk

15 islamische und christliche Universitäten kooperieren




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Von WZ Online, APA

  • Gemeinsame Initiative des Wiener KAICIID und des evangelischen "Diyar Consortium" in Bethlehem.

Eine der Universitäten im Netzwerk ist die Ez-zitouna-Universität in der tunesischen Hauptstadt Tunis.

Eine der Universitäten im Netzwerk ist die Ez-zitouna-Universität in der tunesischen Hauptstadt Tunis.© Study Ranger Eine der Universitäten im Netzwerk ist die Ez-zitouna-Universität in der tunesischen Hauptstadt Tunis.© Study Ranger

Das erste permanente Netzwerk zwischen islamischen und christlichen Universitäten in arabischen Ländern ist vor kurzem in Amman eröffnet worden. Die Idee dazu entstand bei einer Konferenz, die vom Wiener KAICIID-Dialogzentrum in Zusammenarbeit mit dem evangelischen "Diyar Consortium" in Amman veranstaltet wurde, wie Kathpress am Mittwoch unter Berufung auf die Stiftung "Pro Oriente" meldet.

Das neue Netzwerk umfasst 15 Universitäten mit Sitz in neun arabischen Ländern. Die wichtige Rolle religiöser Bildungseinrichtungen bei der Bekämpfung des Missbrauchs religiöser Inhalte wird seit langem von Politikern und Analysten hervorgehoben, die sich mit der Bewältigung von Konflikten mit religiösem Hintergrund in der Region befassen.

Lehrpläne für kulturellen Pluaralismus und Bürgerschaft

Zur Entwicklung von Strategien der Zusammenarbeit versammelten KAICIID und "Diyar" Vertreter islamischer und christlicher akademischer Bildungseinrichtungen aus verschiedenen arabischen Ländern in Amman, um Lehrpläne für eine religiöse Bildung zu entwickeln, die kulturellen Pluralismus, Gemeinwohl und das Prinzip der Bürgerschaft (gleiche Rechte und Pflichten für alle Staatsbürger, ungeachtet des religiösen Bekenntnisses) fördert.

Das neue Netzwerk umfasst 15 Universitäten mit Sitz in neun arabischen Ländern, darunter das College of Sharia and Islamic Studies (Katar), die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Jordanien, das Institut für Orientalische Studien der Dominikaner (mit Sitz in Kairo), die religionswissenschaftliche Abteilung der Notre-Dame-Universität (Libanon), die Ez-zitouna-Universität (Tunesien), die islamische Universität Abdullah bin Yassin (Mauretanien), das Evangelical Theological Seminary in Kairo.

Dreijähriges Arbeitsprogramm

Die Vertreter der verschiedenen teilnehmenden Institutionen planen ein dreijähriges Arbeitsprogramm mit verschiedenen Sitzungen zur Weiterentwicklung der bei der Versammlung festgelegten Leitlinien.

Das KAICIID wurde am 26. November 2012 mit Sitz in Wien gegründet. Das von Saudi-Arabien finanzierte Zentrum muss sich immer wieder wegen der Unterdrückung der Religionsfreiheit in dem wahhabitischen Königreich rechtfertigen. Das "Diyar Consortium" ist eine ökumenische Einrichtung der Lutheraner und wurde 1995 in Bethlehem gegründet.





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Dokument erstellt am 2017-05-10 14:46:07
Letzte nderung am 2017-05-10 14:55:39



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