• vom 17.05.2017, 11:40 Uhr

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Update: 17.05.2017, 13:44 Uhr

Medizinstudium

Keine EU-Einwände mehr gegen Quotenregelung




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Von WZ Online, APA

  • Quote für Zahnmedizin muss jedoch fallen, Verfahren wegen Vertragsverletzung eingestellt.

Schon vor dem Studium wird getestet: Aufnahemprüfung vor dem Medizinstudium in Wien. - © APAweb, HERBERT PFARRHOFER

Schon vor dem Studium wird getestet: Aufnahemprüfung vor dem Medizinstudium in Wien. © APAweb, HERBERT PFARRHOFER

Wien/Brüssel. Die EU-Kommission hat das Quotensystem für Medizinstudienplätzen gebilligt, fordert Österreich jedoch auf, die Quote für Zahnmedizin abzuschaffen. Die EU-Behörde beschloss, das lange anhängige Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich im Zusammenhang mit den Zugangsbeschränkungen zum Medizin- und Zahnmedizinstudium für Studierende aus anderen EU-Staaten einzustellen.

Ausgehend von Daten der österreichischen Behörden habe die Kommission befunden, "dass das für das Medizinstudium geltende Quotensystem berechtigt und angemessen ist, um das öffentliche Gesundheitssystem in Österreich zu schützen, und daher beibehalten werden darf", teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Kommission fordert Österreich jedoch auf, die Situation weiterhin genau zu überwachen und der Kommission alle fünf Jahre darüber Bericht zu erstatten, ob die Beschränkungen beibehalten werden sollten.

Kein Mangel an Zahnärzten prognostiziert 

Die Beschränkungen für das Zahnmedizinstudium seien "nicht gerechtfertigt, da kein Mangel an Zahnärzten prognostiziert ist", erklärte die Kommission. Das Vertragsverletzungsverfahren werde daher eingestellt mit der Vorgabe, dass die genannten Beschränkungen rechtzeitig zum Studienjahr 2019/2020 aufgehoben werden. Die Kommission behält sich außerdem das Recht vor, das Vertragsverletzungsverfahren weiterzuverfolgen, wenn die Beschränkungen bis dahin nicht beseitigt werden.

Von den derzeit 1.620 Medizin-Studienplätze entfällt der überwiegende Teil auf die Humanmedizin, nur 144 Studienplätze sind für angehende Zahnmediziner reserviert. An der Medizin-Uni Wien sind das 80 der insgesamt 740 Studienplätze, in Graz 24 von 360 und in Innsbruck 40 von 400. An der Medizin-Fakultät Linz (derzeit 120 Studienplätze) kann nur Humanmedizin studiert werden.

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Schlagwörter

Medizinstudium, EU

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-05-17 11:41:37
Letzte nderung am 2017-05-17 13:44:27



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