• vom 11.01.2012, 12:06 Uhr

Uni aktuell

Update: 11.01.2012, 12:24 Uhr
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Plädoyer für sachliche anstelle einer ideologischen Diskussion

Rektoren-Chef will Hochschul-Diskussion nicht in "Sümpfen" führen



  • Töchterle kündigte Unterstützung beim Kampf für Autonomie und Führungsrolle bei neuer Lehrerausbildung an

Rektor Heinrich Schmidinger (Präsident der Universitätenkonferenz (uniko)) und Karlheinz Töchterle (Bundesminister für Wissenschaft und Forschung) - Österreichische Universitätenkonferenz/APA-Fotoservice/Preiss

Rektor Heinrich Schmidinger (Präsident der Universitätenkonferenz (uniko)) und Karlheinz Töchterle (Bundesminister für Wissenschaft und Forschung) Österreichische Universitätenkonferenz/APA-Fotoservice/Preiss

Wien. Ein Plädoyer für eine sachliche anstelle einer ideologischen Diskussion über den geplanten Hochschulplan hat der Chef der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Rektoren gehalten. "Lassen wir das mit dem Hochschulplan verbundene Anliegen nicht im parteipolitischen Alltag untergehen", appellierte er an die erschienenen Politiker, Rektoren und anderen Hochschulvertreter. "Wir kämen damit jedenfalls in trockenere Gegenden als die Sümpfe, die wir so gerne durchwaten."

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Zuerst sollten die Kapazitäten der österreichischen Hochschulen festgestellt, dann die entsprechenden Ziele gesetzt und schließlich realistische Visionen entwickelt werden. Ihm sei klar, dass die bevorstehenden Debatten zum Hochschulplan nicht diesem Ideal entsprechend, sondern zu "ebener Erd" geführt werden, so Schmidinger. Er wünschte sich allerdings, dass sich die Beteiligten wenigstens daran orientieren. Ohne die Entwicklung einer Perspektive drohe Österreich in "eine Art Geiselhaft unserer eigenen Provinzialität" zu geraten und von Ländern wie China, Indien oder den USA abgehängt zu werden.

"Immer wieder neu erkämpfen"
Unterstützung ihrer Anliegen dürfen die Uni-Rektoren von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) erwarten: "Ich fühle mich noch immer als einer der euren", betonte der ehemalige Rektor der Universität Innsbruck in seiner Rede. Er werde sie etwa bei der Verteidigung der Autonomie unterstützen. Für Töchterle ist diese Autonomie "der wesentliche Gewinn des Universitätsgesetzes 2002". Sie müsse "immer wieder neu erkämpft werden" und werde ein zentraler Punkt des Hochschulplans sein.

Aber er sei auch "festen Willens, den Führungsanspruch der Universitäten" bei der neuen Lehrer-Ausbildung zu unterstützen - auch, wenn manche Unis erst durch die Diskussion um die Reform "aufgewacht" seien. Gute Lehre müsse immer wissensbasiert sein und Forschung finde eben an den Universitäten statt, wandte er sich indirekt gegen die Pläne von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S), die bei den angestrebten Kooperationen von Unis und Pädagogischen Hochschulen (PH) gerne die Federführung bei den in ihrem Ressort angesiedelten PH sehen würde. Gleichzeitig appellierte Töchterle an die Rektoren, Konzepte zu entwickeln, die "kein Gegeneinander sondern ein Miteinander" mit den PH zum Ziel haben, das so eng sein soll, dass auch Fusionen möglich werden.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-01-11 12:06:36
Letzte Änderung am 2012-01-11 12:24:29


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