• vom 24.02.2012, 12:46 Uhr

Uni aktuell

Update: 24.02.2012, 13:29 Uhr
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Stattdessen Kunstpädagogik-Lehrangebot auf alle Schulformen ausweiten

Angewandte fordert PH-Auflösung



Präsentation der Abschlussarbeiten der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst Wien im Rahmen des Festivals for fashion  photography. - APAweb / Herbert Neubauer

Präsentation der Abschlussarbeiten der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst Wien im Rahmen des Festivals for fashion photography. APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Eine klare Ansage in der noch ungeklärten Zuständigkeitsfrage bei der neuen Lehrer-Ausbildung hat nun die Universität für Angewandte Kunst getätigt: In einer u.a. von Rektor Gerald Bast unterschriebenen Erklärung fordert sie eine Auflösung der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien und eine Übertragung der dort angesiedelten Ressourcen "an die jeweils inhaltlich (wissenschaftlich/künstlerisch) zuständigen Universitäten in Wien". Die Angewandte wolle dafür ihr Kunstpädagogik-Lehrangebot auf alle Schulstufen und Schulformen ab der Volksschule ausweiten.

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Generell schließt sich die Angewandte der Forderung der Universitätenkonferenz (uniko) an, wonach die dem Wissenschaftsministerium unterstellten Universitäten die Federführung bei der neuen Lehrer-Ausbildung übernehmen sollen. Die universitären Curricula sollen mit dem Unterrichtsministerium "abgestimmt" werden, so die Angewandte. "Das Zusammenführen der derzeit an den Pädagogischen Hochschulen angesiedelten Kompetenzen mit den an den Universitäten bestehenden herausragenden wissenschaftlichen und künstlerischen Kompetenzen ist die einzig wirklich sinnvolle Strategie", wie es in der Erklärung heißt, "sowohl im Sinne der Kinder und Jugendlichen als auch im Sinne eines effizienten, effektiven und synergetisch wirksamen Einsatzes bestehender Ressourcen."

Erst inhaltliche Aufgaben, dann über Institutionen diskutieren
PH-Rektorin Dagmar Hackl kann der Forderung der Universität für angewandte Kunst, die PH aufzulösen und deren Kompetenzen an die jeweils inhaltlich zuständigen Unis in Wien zu übertragen, naturgemäß nichts abgewinnen. "Man kann das Know-How einer Institution weder kaufen noch schlucken, man kann nur ergänzend wirken", so Hackl. Mit sechs Unis, die Lehramtsstudien anbieten, und zwei PH sei in Wien zwar eine besondere Herausforderung in punkto gemeinsamer Lehrer-Ausbildung gegeben, gerade deshalb seien aber "alle Institutionen dazu aufgerufen, miteinander zu arbeiten und gemeinsame Schritte zu setzen".

"Es ist wesentlich, dass man nicht damit beginnt, Bereiche auf diverse Universitäten zu zersplittern oder eine Hochschule in eine Universität zu integrieren", so Hackl, "das halte ich nicht für sinnvoll." Es könne in Wien nur ein gemeinsames Erarbeiten einer zukünftigen Lehrerbildung geben, auch mit Angewandten-Rektor Gerald Bast habe Hackl bereits gesprochen. Bevor man die Institutionenfrage stelle, habe man gemeinsam "sehr viele inhaltliche Aufgaben zu erfüllen" und etwa ein gemeinsames Curriculum zur Sekundarstufe I zu entwickeln.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-02-24 12:47:23
Letzte Änderung am 2012-02-24 13:29:45


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