• vom 15.05.2012, 19:10 Uhr

Uni aktuell

Update: 16.07.2012, 18:29 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Senat stimmte mit 15:10 für kostenloses Studieren

Uni Salzburg gegen Wiedereinführung der Studiengebühren



Eine Demonstrantin bei den Protesten der ÖH Salzburg am 15. Mai 2012 gegen autonome Studiengebühren an der Uni Salzburg.

Eine Demonstrantin bei den Protesten der ÖH Salzburg am 15. Mai 2012 gegen autonome Studiengebühren an der Uni Salzburg.APAweb / FRANZ NEUMAYR Eine Demonstrantin bei den Protesten der ÖH Salzburg am 15. Mai 2012 gegen autonome Studiengebühren an der Uni Salzburg.APAweb / FRANZ NEUMAYR

Salzburg. Das Studium an der Universität Salzburg wird auch im kommenden Wintersemester für alle Studierenden gratis bleiben: Der Senat der Hochschule hat am Dienstagnachmittag mit 10:15 Stimmen den Antrag von Rektor Heinrich Schmidinger - er ist auch Vorsitzender der Universitätenkonferenz (uniko) - auf Wiedereinführung von Studiengebühren abgewiesen. Sehr zum Freude der Hochschülerschaft, die zeitgleich zur Sitzung des Senates gegen eine Einführung der Gebühren protestiert hatte.

"Der Universität Salzburg fehlen damit jährlich 1,5 Mio. Euro, das entspricht 1,5 Prozent des Budgets von rund 100 Millionen", so die Uni am Dienstagabend in einer Aussendung. "Wir haben uns nach eingehender Diskussion dagegen entschieden", erklärte Senatsvorsitzende Marianne Roth. "Die Studiengebührenfrage sollte auf politischer Ebene und einheitlich für alle Universitäten geklärt werden. Darüber hinaus sollten die Universitäten versuchen, auch für internationale Studierende attraktiv zu sein. Die Studiengebühren würden es Studierenden aus dem Nicht-EU-Raum, vor allem aus Osteuropa, noch schwieriger machen, in Österreich zu studieren und damit der angestrebten Internationalisierung der Universitäten entgegenstehen", so Roth.

Demonstration gegen Studiengebühren.

Demonstration gegen Studiengebühren.APAweb / FRANZ NEUMAYR Demonstration gegen Studiengebühren.APAweb / FRANZ NEUMAYR

Während die Mitglieder des Senates über den Antrag berieten, schlossen sich laut Polizei rund 250 Studierende dem Aufruf der Hochschülerschaft zu einer Demonstration an. Nach einer Podiumsdiskussion trafen sich die Teilnehmer beim Unipark Nonntal, wo sich der Protestmarsch um 14.00 Uhr Richtung Innenstadt in Bewegung setzte. Der Zug passierte auch die Kapitelgasse, wo der Uni-Senat tagte. Die Schlusskundgebung fand in unmittelbarer Nähe auf dem Kapitelplatz statt. Um ca. 15.00 Uhr, also noch vor einer Entscheidung zu den Studiengebühren, löste sich die Kundgebung auf.

Mehr als die Hälfte der österreichischen Universitäten hat über Studiengebühren für das Wintersemester 2012/13 bereits entschieden. Die Universität Wien, die Wirtschaftsuniversität (WU) und die Technische Universität (TU) Graz werden Gebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester einheben. Dies allerdings nur von etwa 15 Prozent der Studenten, nämlich den Langzeitstudenten und den Studenten aus Nicht-EU-Ländern.

Definitiv keine Gebühren geben wird es an der TU Wien, der Uni Klagenfurt, der Montanuni Leoben, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunstuni Linz, der Akademie der Bildenden Künste, der Universität für angewandte Kunst und der Medizin-Uni Innsbruck. An diesen Unis hat sich entweder der Senat dagegen ausgesprochen, oder es wurde gar kein Antrag gestellt - zumeist wegen der fehlenden Rechtssicherheit. An der Uni Linz und der Universität für Bodenkultur ist noch nicht entschieden, ob das Rektorat einen Antrag stellen wird, an allen anderen Hochschulen stehen die Senatsentscheidungen in den kommenden Wochen an.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-15 19:11:15
Letzte Änderung am 2012-07-16 18:29:36


Werbung




Beliebte Inhalte



Freundliches Lächeln zwischen Vizemarschall Choe Ryong-hae und Präsident Xi Jinping. - ap
  • Erstmals unter Kim Jong-un besucht ein nordkoreanischer Gesandter Peking
  • weiter

Mehr als 5000 "Siemensianer" arbeiten derzeit noch in der neuen "Siemens-City" in Wien-Floridsdorf. - apa
  • Auch in Österreich wackeln bis zu 1000 Arbeitsplätze
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • weiter

Auf Sexualverhalten bezogene Aidsbekämpfung macht wenig Sinn, so Hunsmann. - Apaweb/Pfarrhofer
  • HIV-Epidemien in Afrika gehen aus schlechtem Gesundheitszustand der Bevölkerungen hervor.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter





Haremsdame vor dem Rathaus

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

Werbung