• vom 01.06.2012, 12:20 Uhr

Uni aktuell

Update: 01.06.2012, 12:21 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Unis bekommen zusätzliche Mittel für Absolventen, Einwerbung von Drittmitteln und Kooperationen

Belohnung für prüfungsaktive Studenten



Wien. Die Universitäten erhalten künftig eine Belohnung für prüfungsaktive Studenten, Absolventen, die Einwerbung von Drittmitteln sowie Kooperationen mit anderen Hochschulen. Das sieht der Entwurf einer Verordnung von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) vor, mit der die Verteilung der "Hochschulraum-Strukturmittel" in der Höhe von 450 Mio. Euro zwischen 2013 und 2015 geregelt wird. Das Geld für die Strukturmittel stammt aus der "Hochschulmilliarde".

Schon bisher gab es bei der Hochschulfinanzierung eine solche leistungsbezogene Komponente: Im Zuge der Leistungsvereinbarungen wurden 20 Prozent der Mittel über ein sogenanntes "formelgebundenes Budget" verteilt - anhand von elf Indikatoren wurden dabei die Mittel den 21 Unis zugewiesen. Nun soll es mit der heute, Freitag, in Begutachtung gehenden Verordnung nur mehr vier Kriterien geben. Ziel der Verordnung ist laut Töchterle ein "Mehr an Transparenz und eine Steigerung der Studien- und Prüfungsaktivität".

60 Prozent der Mittel (270 Mio. Euro) gibt es für die "Anzahl der prüfungsaktiv betriebenen ordentlichen Bachelor-, Master- und Diplomstudien", wobei nach Fächergruppen gewichtet wird. "Buchwissenschaften" wie Publizistik werden dabei gering gewichtet, Medizin und künstlerische Studien hoch. Jede Uni erhält jenes Kuchenstück, das ihrem Anteil an der Gesamtsumme der gewichteten Anzahl der prüfungsaktiv betriebenen Studien an allen Unis entspricht. Als "prüfungsaktiv" gelten Studenten, wenn sie pro Studienjahr mindestens 16 ECTS-Punkte oder Studienleistungen im Ausmaß von acht Semesterstunden erbringen. Dieses Ausmaß entspricht den Kriterien für die Zuerkennung der Familienbeihilfe.

Zehn Prozent der Mittel (45 Mio. Euro) gibt es für die ebenfalls gewichtete "Anzahl der Absolventen ordentlicher Bachelor-, Master-und Diplomstudien". Auch hier erhält jede Uni jenes Stück vom Geldkuchen, das ihrem Anteil an der Gesamtsumme der Absolventen aller Unis entspricht.

15 Prozent oder 67,5 Mio. Euro können sich die Unis für "Wissenstransfer" holen. Dabei wird das Einwerben von Drittmitteln für Forschungsprojekte belohnt. Berücksichtigt werden dabei nur Erlöse bestimmter Auftraggeber bzw. Fördergeberorganisationen wie etwa EU, Länder, Gemeinden, Wissenschaftsfonds FWF, Jubiläumsfonds der Nationalbank, Unternehmen etc. Unberücksichtigt bleiben Drittmittel aus direkter Bundesfinanzierung, gefördert werden sowohl Antrags- als auch Auftragsforschung sowie Grundlagen- als auch angewandte Forschung. Wieder erhält jede Uni jenes Kuchenstück, das ihrem Anteil an der Gesamtsumme der Drittmittelerlöse aller Unis entspricht. Das autonome Einheben von Studiengebühren soll entgegen ursprünglicher Überlegungen nicht belohnt werden.

Die letzten 15 Prozent (67,5 Mio. Euro) wiederum sollen nicht nach Indikatoren, sondern projektbezogen vergeben werden. Gefördert werden dabei Kooperationen im Bereich Lehre, Forschung und Verwaltung zwischen mehreren Unis oder zwischen einer Uni und einer weiteren Institution aus dem Wissenschafts-, Kunst- und Kulturbereich oder der Wirtschaft. Für die Vergabe wird eine Kommission eingesetzt, die von Wissenschaftsministerium, Finanzministerium und Universitätenkonferenz beschickt wird.




Schlagwörter

Universitäten

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-01 12:20:56
Letzte Änderung am 2012-06-01 12:21:43


Werbung




Beliebte Inhalte



Freundliches Lächeln zwischen Vizemarschall Choe Ryong-hae und Präsident Xi Jinping. - ap
  • Erstmals unter Kim Jong-un besucht ein nordkoreanischer Gesandter Peking
  • weiter

Mehr als 5000 "Siemensianer" arbeiten derzeit noch in der neuen "Siemens-City" in Wien-Floridsdorf. - apa
  • Auch in Österreich wackeln bis zu 1000 Arbeitsplätze
  • weiter

Herbert Stepic am Freitag vor der Presse. - APAweb/GEORG HOCHMUTH
  • Stepic stolperte über seine publik gewordenen privaten Offshore-Geschäfte.
  • weiter

Auf Sexualverhalten bezogene Aidsbekämpfung macht wenig Sinn, so Hunsmann. - Apaweb/Pfarrhofer
  • HIV-Epidemien in Afrika gehen aus schlechtem Gesundheitszustand der Bevölkerungen hervor.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Der Radfahrverkehr soll gefördert werden. - apa/Helmut Fohringer
  • Hitzige Debatte im Gemeinderat - Öffnung von Einbahnen für Radfahrer.
  • weiter





Das Wetter meinte es nicht gut: Am Samstag Nachmittag hieß es das Ball-Publikum mit herbstlich kühlen Temperaturen am Wiener Ring willkommen.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

Werbung