• vom 18.06.2012, 11:10 Uhr

Uni aktuell

Update: 18.06.2012, 11:22 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Studiengebühren

Schmidinger: Nach VfGH-Spruch "Schluss mit Debatte"



  • Rektorenchef: Bundesregierung soll Pattsituation aufgeben.

Rektorenchef Heinrich Schmidinger wünscht sich ein Ende der Patt-Situation zwischen den Regierungsparteien nach dem VfGH-Entscheidung. - APAweb / Herbert Neubauer

Rektorenchef Heinrich Schmidinger wünscht sich ein Ende der Patt-Situation zwischen den Regierungsparteien nach dem VfGH-Entscheidung. APAweb / Herbert Neubauer

Wien. Nachdem acht der 21 Universitäten entschieden haben, ab dem Wintersemester 2012/13 für einen Teil der Studenten wieder Studiengebühren einzuheben, appelliert der Präsident der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, an alle Seiten, den zu erwartenden Spruch des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) über diese Entscheidung zu respektieren und daraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. "Es muss zu einem Schluss dieser Debatte kommen, es kann nicht sein, dass die Auseinandersetzungen über Studienbeiträge zu einem derart dominierenden Thema der österreichischen Hochschulpolitik wird", sagte Schmidinger am Montag im Gespräch mit der APA.

   Schmidinger wäre es lieber gewesen, wenn alle Unis geschlossen die Wiedereinführung der Studiengebühren beschlossen hätten, "das hätte sicher viel größere Wirkung gehabt". Aber das sei eben nicht möglich gewesen, weil einigen Unis das Rechtsrisiko zu hoch gewesen sei oder die Senate und Rektorate nicht einer Meinung gewesen seien, wie etwa an der Uni Salzburg, wo Schmidinger Rektor ist.

Entscheidung wahrscheinlich erst 2013
Der Rektorenchef hofft, dass die Bundesregierung nach dem VfGH-Spruch "diese Pattsituation, in der sie sich zu diesem Thema befindet, aufgibt und endlich entsprechend handelt". Sollte das Höchstgericht entscheiden, dass die Unis keine Gebühren einheben dürfen, stelle sich die Frage der Finanzierung. "Studiengebühren haben oder nicht haben ist ein bedeutender Unterschied, an der Uni Salzburg etwa acht bis neun Prozent des Globalbugets", so Schmidinger, der in diesem Fall von den Regierungsparteien eine Klärung der Finanzierungsfrage erwartet.

Fällt der VfGH-Spruch für die Einhebung von Studiengebühren aus, würde nach Ansicht des uniko-Präsidenten der Vorschlag von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) zum Tragen kommen. Dieser sieht die Möglichkeit zur autonomen Einhebung von Gebühren mit einer Obergrenze von 500 Euro und zahlreichen Ausnahmeregelungen vor.

Dass die Entscheidung des VfGH - Schmidinger rechnet nicht damit, dass diese noch heuer fallen wird - mitten in den Wahlkampf platzen wird, sieht er durchaus als Problem. "Trotzdem hoffe ich, dass alle einsehen, dass wir so nicht weitertun können. Es muss die Sache einmal entschieden werden und das müssen dann alle akzeptieren", sagte Schmidinger.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-18 11:10:58
Letzte Änderung am 2012-06-18 11:22:00


Werbung




Beliebte Inhalte



Solidarität, Unverständnis, aber auch Furcht und Hass machen sich in London breit. - APAweb/REUTERS/Luke MacGregor
  • Islamistischer Tathintergrund: Polizei geht von "einsamen Wölfen" aus.
  • weiter

Bundeskanzler Faymann tauscht die Position mit Luxemburg: Österreich kann sich jetzt einen Bankdatenaustausch bis Jahresende vorstellen, Luxemburg stellt plötzlich Bedingungen. - APAweb / Andy Wenzel
  • Luxemburg knüpft Zustimmung an Verhandlungsergebnis mit Drittstaaten.
  • weiter

20.000 Obdachlose leben allein auf den Straßen Athens. - APAweb / EPA / Orestis Panagiotou
  • Wer arbeitslos wird, landet schnell auf der Straße.
  • weiter

Eva Moser aus Graz bei der Eröffnung. - Johann Werfring
  • Internationales Damenschachturnier kommt nun in die heiße Phase.
  • weiter

"Bevor uns das Rohöl ausgeht, geht uns das Wasser aus" , ist Brabeck-Letmathe überzeugt. - dpa
  • Spitzenmanager über Europas Defizite und emotionale Debatten.
  • weiter

Haben die Wiener Senioren mehr Weitblick als die eigene Partei? - Rösner
  • Die "rote Basis" macht Urlaub - und schimpft über die (grüne) Stadtpolitik.
  • weiter

Schütze Bosko Rasovic trainiert fünfmal pro Woche. S. Jenis
  • Rund 24.000 Wiener haben eine Waffenbesitzkarte.
  • weiter

Eine erste Teststrecke beim Westbahnhof wurde grün angemalt. - APAweb / Georg Hochmuth
  • City-Chefin Stenzel: Grüne geben Steuergelder für Parteiwerbeaktion aus.
  • weiter





Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung