• vom 13.07.2012, 15:45 Uhr

Uni aktuell

Update: 16.07.2012, 18:28 Uhr
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An den Hochschulen ist Sponsoring durchaus verankert



  • ISTA und Paracelsus als Platzhirsche.
  • Auch öffentliche Unis mit zahlreichen Aktivitäten.
  • An manchen Unis Hörsaalsponsoring bereits Realität.

Wien. Mehr private Zuwendungen aus der Wirtschaft und verstärkte Sponsoringaktivitäten der Unis haben sich Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und Wifo-Chef Karl Aiginger für die Hochschulen diese Woche gewünscht. Ein Rundruf der APA zeigt, dass dieses Thema an den Unis durchaus verankert und etwa durch Hörsaalbenennungen oder Stiftungsprofessuren dokumentiert ist.

Platzhirsche in Sachen Sponsoring sind derzeit allerdings nicht die öffentlichen Unis. Am Institute of Science and Technology (IST) Austria in Maria Gugging (NÖ) ist der große Anteil der privaten Geldgeber schon allein am Campusplan sichtbar. Das nach dem Pharmaunternehmer Peter Bertalanffy, dessen Invicta Privatstiftung einen Betrag von zehn Mio. Euro gespendet hat, benannte Bertalanffy Foundation Building liegt dort neben der Raiffeisen Lecture Hall bzw. gegenüber dem Voestalpine Building. Genutzt werden können auch das Mondi Seminar Center, der Oberbank Ballroom und die Berndorf Suite.

Red-Bull-Chef unterstützte Paracelsus-Uni
Auch die 2003 gegründete "Paracelsus Medizinische Privatuniversität" (PMU) hat gleich von Start weg stark auf private Förderer gesetzt und finanzierte einen erheblichen Teil ihres Gesamtbudgets der ersten fünf Jahre in Höhe von knapp 27 Mio. Euro von privater Seite. Sponsoren wie Rudi Quehenberger, Donald Kahn oder Peter Schröcksnadel hatten 8,1 Mio. Euro zugeschossen, Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz beim Ankauf der Liegenschaft für die PMU mit zwei Mio. Euro geholfen. 2007 hat der Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss für den PMU-Neubau vier Mio. Euro zur Verfügung gestellt. In die Vollen gegriffen hat Mateschitz dann heuer, als er für ein neues Querschnittslähmungs-Forschungszentrum an der PMU 70 Millionen Euro zur Verfügung stellte.

Frank Stronach sponsorte TU Graz
Bei diesen Größenordnungen können die öffentlichen Unis nur schwer mithalten. Das sichtbarste Sponsoring hat die Technische Universität (TU) Graz an Land gezogen: 2003 hatte der damalige Magna-Chef Frank Stronach einen Vertrag über die Einrichtung eines nach ihm benannten Instituts an der Fakultät für Maschinenbau unterzeichnet, der in insgesamt zehn Jahren Zuwendungen in Höhe von rund 24 Mio. Euro vorsah. Am Frank-Stronach-Institut wurden insgesamt vier Lehrstühle für Fahrzeugtechnik, Fahrzeugsicherheit, Werkzeugtechnik für spanlose Produktion sowie Production Science and Management eingerichtet, von denen drei Magna finanziert. Das neue Institutsgebäude für das FSI wurde von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet und durch Magna angemietet. Erst vor wenigen Wochen verlängerte Magna den Vertrag und stellte für weitere fünf Jahre jährlich zwei Mio. Euro für Forschung und Ausbildung zur Verfügung.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-13 15:46:08
Letzte Änderung am 2012-07-16 18:28:23


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