• vom 13.07.2012, 15:51 Uhr

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Update: 13.07.2012, 15:57 Uhr
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Wien und Prag für EU-Lösung zu Ungleichgewicht bei Auslandsstudenten



  • Viele Deutsche studieren in Österreich, viele Slowaken in Tschechien.
  • Verstärkte Kooperation von Österreich und Tschechien bei "Horizon 2020" geplan.

Tobias (21) aus Chemnitz studiert an der Medizinuni Wien.

Tobias (21) aus Chemnitz studiert an der Medizinuni Wien.APAweb / Roland Schlager Tobias (21) aus Chemnitz studiert an der Medizinuni Wien.APAweb / Roland Schlager

Wien. Österreich und Tschechien fordern gemeinsam eine Lösung, um das Ungleichgewicht bei der Verteilung von Auslandsstudenten innerhalb der EU auszugleichen. Das war Thema bei einem Arbeitsbesuch des österreichischen Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle beim tschechischen Bildungsminister Petr Fiala am Freitag. Beide Minister bekennen sich grundsätzlich zur Mobilität, es brauche aber eine Lösung auf europäischer Ebene, um "ausgewogene Mobilitätsflüsse" zu erreichen, heißt es in einer Aussendung des Wissenschaftsministeriums.

Zahl deutscher Studenten hat sich verfünffacht
Österreich beklagt schon seit längerem, dass heimische Unis ein Problem mit "asymmetrischer Mobilität" haben, weil weit mehr Studenten aus EU-Ländern - vor allem Deutschland - in Österreich studieren als österreichische Studenten im EU-Ausland. So hat sich die Zahl deutscher Studenten an Österreichs Unis zwischen 2001 und 2011 auf rund 4.800 Personen verfünffacht. In Tschechien gibt es indes einen sehr hohen Anteil slowakischer Studenten. Auf Initiative Österreichs, Tschechiens und sechs weiterer Länder wurde dieses Thema im Mai bereits erstmals bei einem EU-Bildungsrat diskutiert.

Zentrales Thema beim Arbeitsbesuch des Ministers in Prag war auch das neue EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020", das 2014 beginnt. Hier haben sich Österreich und Tschechien eine verstärkte Kooperation vorgenommen, schon beim aktuellen 7. EU-Forschungsrahmenprogramm sind bei rund 30 Prozent der Projekte mit tschechischer Beteiligung österreichische Partner an Bord.

Töchterle würdigte Tschechien bei seinem Besuch als "wertvollen Partner im Hochschul- und Forschungsbereich". Seit 1992 wird mit der "Aktion Österreich-Tschechische Republik"die bilateralen Zusammenarbeit in Hochschulbildung und Wissenschaft gefördert. Mittlerweile werden rund 700 Studenten und 200 Lehrende jährlich finanziell unterstützt, durch die Aktion ist Tschechien laut Aussendung nach Deutschland das attraktivste Nachbarland Österreichs als Ziel- bzw. Herkunftsland für Studenten, Graduierte und Lehrende in Mobilitätsprogrammen wie etwa Erasmus.

Im Wintersemester 2011/2012 studierten rund 760 Tschechen an österreichischen Unis und Fachhochschulen (FH), insgesamt bestehen 30 Kooperationsabkommen zwischen tschechischen und österreichischen Hochschulen, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) hat aktuell 67 tschechische Projektpartner.




Schlagwörter

Auslandsstudenten, Tschechien, EU

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-07-13 15:51:59
Letzte Änderung am 2012-07-13 15:57:28


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