• vom 01.08.2012, 12:02 Uhr

Uni aktuell

Update: 01.08.2012, 18:43 Uhr
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Neue Auswertung trägt Früchte

Frauenquote wirkt sich bei Medizin-Aufnahme spürbar aus



  • Erstmals wurden an der Medizin-Uni Testwerte für Männer und Frauen getrennt ermittelt.

Insgesamt wurden in Wien 740 Studienplätze für Human- und Zahnmedizin vergeben, in Innsbruck 399 und in Graz 364. Auf Basis der geltenden Quotenregelung werden jeweils 75 Prozent der Plätze Bewerbern mit österreichischem Reifezeugnis, 20 Prozent EU-Bürgern und fünf Prozent Nicht-EU-Bürgern zugeteilt. - APAweb

Insgesamt wurden in Wien 740 Studienplätze für Human- und Zahnmedizin vergeben, in Innsbruck 399 und in Graz 364. Auf Basis der geltenden Quotenregelung werden jeweils 75 Prozent der Plätze Bewerbern mit österreichischem Reifezeugnis, 20 Prozent EU-Bürgern und fünf Prozent Nicht-EU-Bürgern zugeteilt. APAweb

Wien. (apa/spn) Die Medizinische Universität Wien hat heuer als erste und bislang einzige Hochschule eine "genderspezifische" Auswertung des Eignungstests für das Medizinstudium vorgenommen. Die Mittelwerte der Testergebnisse, die zur Beurteilung herangezogen werden, wurden für Männer und Frauen getrennt errechnet.

Prompt gingen 56 Prozent der 740 Studienplätze an Frauen. Dies entspricht dem Anteil der zum Test angetretenen Frauen. Eingeführt wurde die Regelung, weil in den vergangenen Jahren stets weniger Frauen als Männer bestanden hatten, obwohl es mehr weibliche Testteilnehmer gab.

In Graz und Innsbruck, wo nicht nach Geschlecht unterschieden wird, ist das nach wie vor der Fall: Frauen stellten heuer in Graz 57 Prozent der Testteilnehmer, aber nur 42 Prozent der 364 Aufgenommenen. In Innsbruck traten 58 Prozent Frauen an, die 399 Studienanfänger werden jedoch zu 53 Prozent Männer sein.

Philipp Wimmer vom Vorsitz der Hochschülerschaft Medizin Wien lehnt die neue Beurteilung als "umgekehrte Diskriminierung" ab. Dies bestätige auch ein von ihnen in Auftrag gegebenes Gutachten. Abgewiesene Testteilnehmer wolle man nun bei etwaigen rechtlichen Schritten "unterstützen" - in welcher Form, steht aber noch nicht fest.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-08-01 12:04:14
Letzte Änderung am 2012-08-01 18:43:17


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