• vom 04.10.2012, 12:26 Uhr

Uni aktuell

Update: 04.10.2012, 12:31 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



EuGH-Urteil bestätigt Klage der EU-Kommission gegen Österreich

Fahrpreisermäßigung für österreichische Studenten diskriminierend



Luxemburg/Brüssel. Die nur österreichischen Studenten gewährte Fahrpreisermäßigung im öffentlichen Nahverkehr ist nach einem Urteil des EuGH eine Diskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit. Österreich verstoße damit gegen das Recht von EU-Bürgern und ihrer Familienangehörigen, sich innerhalb der Europäischen Union frei zu bewegen und aufzuhalten, heißt es in dem Spruch des Europäischen Gerichtshofs vom Donnerstag.

In den Bundesländern Wien, Oberösterreich, Burgenland und Steiermark sowie in der Stadt Innsbruck werden Studierenden im öffentlichen Nahverkehr Fahrpreisermäßigungen gewährt, wenn ihre Eltern wegen des Studiums eine österreichische Familienbeihilfe erhalten. Dies setzt voraus, dass auch die Eltern in Österreich leben. Andere Studierende sind dagegen von dieser Vergünstigung ausgeschlossen. In Innsbruck können Studierende zwar seit dem Studienjahr 2010/11 ermäßigte Semestertickets erhalten, unabhängig davon, ob ihre Eltern Familienbeihilfe beziehen. In diesem Vertragsverletzungsverfahren wurde diese Änderung jedoch noch nicht berücksichtigt.

Die EU-Kommission hatte gegen diese Regelung geklagt. Der EuGH bestätigte die Klage der Brüsseler Behörde.

Der Gerichtshof stellt fest, dass die Bindung der Fahrpreisermäßigung an den Bezug österreichischer Familienbeihilfen eine "Ungleichbehandlung zwischen österreichischen Studenten, die ihr Studium in Österreich absolvieren, und Studenten aus anderen Mitgliedstaaten, die dort ebenfalls ihrem Studium nachgehen, bewirkt". Eine solche Bedingung könne von österreichische Studenten, da ihre Eltern diese Beihilfe in der Regel beziehen würden, leichter erfüllt werden. Eine solche Ungleichbehandlung widerspreche den Grundsätzen, auf denen der Status eines Unionsbürgers beruhe, nämlich der Garantie gleicher rechtlicher Behandlung bei der Inanspruchnahme der Freizügigkeit.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-04 12:27:07
Letzte Änderung am 2012-10-04 12:31:04


Werbung




Beliebte Inhalte



An der Existenz des Bauriesen hängen Tausende Jobs. Die Alpine selbst beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter (zu gleichen Teilen im In- und Ausland). - APAweb/BARBARA GINDL
  • Geschäftsführung strebt Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an
  • weiter

Neun Menschen erzielen die besten Resultate bei geringstem Aufwand. - corbis
  • Forscher untersuchten das Verhalten von Naturschützern in China.
  • weiter

Dr. Ernest G. Pichlbauer ist unabhängiger Gesundheitsökonom und Publizist.
  • Alle wissen es: Die Ausbildung für Jungärzte - Turnus genannt - ist schlecht. Turnusärzte sind Systemerhalter, mehr nicht...
  • weiter

Wien. (est/dpa) Nicht nur vor dem Hintergrund des Internet-Überwachungsskandals durch die US-Regierung kann es Angst einflößen: Schweizer Forscher...weiter

Bernd Wiegand konnte es nur falsch machen. Er hatte keine andere Chance. Bernd Wiegand - das ist der Oberbürgermeister von Halle an der Saale...weiter

Kindergarten ab eins und Ganztagsschule: für Brandsteidl die beste Lösung. - Radule Bozinovic/KOSMO
  • Stadtschulratspräsidentin hält Trennung von deutsch- und nichtdeutschsprachigen Kindern für wenig sinnvoll.
  • weiter

Veganes Urgestein Chen Huang versorgt Wiens Veganer mit dem Nötigsten. - Mazak
  • Wien ist Stadt mit höchster Dichte an veganen und vegetarischen Restaurants.
  • weiter

Die US-Geheimdienste lesen mit. - © Andrea Danti - Fotolia.com
  • Unter Barack Obama wurde das Programm noch ausgeweitet.
  • weiter





Ein Fahrrad an einer Kreuzung mitten im 9. Bezirk war der etwas ungewöhnliche Rastplatz für ein Bienenvolk.

Guten Tag, Lubango! Der Giraffen-Junge kam am Samstag, 15. Juni, zur Welt. 18.6.2013: Heute herrscht in Österreich wieder Badewetter: Über 35 Grad Celsius werden erwartet.

Kunstraub der anderen Art: Von einer Hauswand  in London ausgemeißelt wurde im Februar das Banksy-Graffitikwerk "Slave Labour". Kurz darauf tauchte es bei einem Auktions-Haus in Miami in Florida wieder auf. Am 2. Juni wiederum wurde es trotz Proteste um 1,1 Millionen Dollar in London versteigert. Das Kulturbild der Woche geht nun für zwei Wochen auf Urlaub und ist am 24.Juni wieder zurück. Ein frömmelnder Heuchler schleicht sich in das Vertrauen eines alten Patriarchen und versucht, sich alles anzueignen, was diesem teuer ist: Frau, Haus und Tochter. Abgespielt hatte sich das Ganze in der Wohnküche eines Landhauses, auf den Brettern des Akademietheaters. Im Bild: Gert Voss (r.) als "Orgon", Edith Clever (m.) als "Dorine" und Adina Vetter als "Marianne".

Werbung