• vom 12.03.2013, 10:43 Uhr

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Update: 12.03.2013, 11:06 Uhr

Akademie der Wissenschaften

Akademie der Wissenschaften wählt neuen Präsidenten









  • Wahl am Freitag
  • Zeilinger, Suppan, Lutz und Berka kandidieren

Der aktuelle ÖAW-Vizepräsident Arnold Suppan stellt sich der Wahl am 15. März - der seit 2009 amtierende aktuelle ÖAW-Präsident Helmut Denk (73) stellt sich nicht mehr der Wahl.

Der aktuelle ÖAW-Vizepräsident Arnold Suppan stellt sich der Wahl am 15. März - der seit 2009 amtierende aktuelle ÖAW-Präsident Helmut Denk (73) stellt sich nicht mehr der Wahl.© APAweb / Roland Schlager Der aktuelle ÖAW-Vizepräsident Arnold Suppan stellt sich der Wahl am 15. März - der seit 2009 amtierende aktuelle ÖAW-Präsident Helmut Denk (73) stellt sich nicht mehr der Wahl.© APAweb / Roland Schlager

Wien. Die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wählt am Freitag (15. März) einen neuen Präsidenten. Um den Chefposten der Gelehrtengesellschaft und zugleich größten grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungsinstitution Österreichs bewerben sich mit dem Rechtswissenschafter Walter Berka (64), dem Demografen Wolfgang Lutz (56), dem Historiker und aktuellen ÖAW-Vizepräsidenten Arnold Suppan und dem Quantenphysiker Anton Zeilinger (beide 67) vier Kandidaten. Der seit 2009 amtierende aktuelle ÖAW-Präsident Helmut Denk (73) stellt sich nicht mehr der Wahl.

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Die derzeit höchste ÖAW-Funktion der Kandidaten hat Suppan inne: Seit 2011 ist er Vizepräsident, davor fungierte er zwei Jahre lang als Generalsekretär. Berka amtiert seit 2011 als Vorsitzender des Akademierats, eines Beratungsgremium des ÖAW-Präsidiums. Zeilinger ist seit 2004 wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW, Lutz seit 2002 Direktor des Vienna Institute of Demography.

Bei der Wahl sind alle rund 190 wirklichen Mitglieder der ÖAW aktiv und passiv wahlberechtigt. Die Wahl muss mit absoluter Mehrheit der abgegebenen Stimmen erfolgen. Wird im ersten Wahlgang diese Mehrheit nicht erreicht, wird ein zweiter vorgenommen. Verläuft auch dieser ergebnislos, so erfolgen bis zu drei Stichwahlen zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.

Anton Zeillinger (67), Professer für Experimentalphysik, bewirbt sich um den Posten des ÖAW-Präsidenten.

Anton Zeillinger (67), Professer für Experimentalphysik, bewirbt sich um den Posten des ÖAW-Präsidenten.© APAweb / Herbert Pfarrhofer Anton Zeillinger (67), Professer für Experimentalphysik, bewirbt sich um den Posten des ÖAW-Präsidenten.© APAweb / Herbert Pfarrhofer

Auf den neuen Präsidenten wartet gleich die Umsetzung einer größeren Strukturreform: Im Herbst 2012 haben die ÖAW-Mitglieder in einem Grundsatzbeschluss die Trennung von Gelehrtengesellschaft und Forschungsträgereinrichtung beschlossen, wobei das gemeinsame Dach ÖAW allerdings erhalten bleiben soll. Kernpunkte: Die Forschungsträgerorganisation mit Einrichtungen wie dem IQOQI oder dem Institut für molekulare Biotechnologie (IMBA) soll nicht mehr vom ÖAW-Präsidium geleitet werden, sondern von einem weisungsfreien wissenschaftlichen Direktor, dem ein Finanzdirektor zur Seite gestellt wird. Umgekehrt will man die Rolle der Gelehrtengesellschaft im Bereich Gesellschafts- und Politikberatung stärken. Zudem ist eine Verschlankung der derzeitigen Gremienstruktur geplant.

Ebenfalls unter den Bewerbern: Der Demograf Wolfgang Lutz (56), Wittgenstein-Preisträger.

Ebenfalls unter den Bewerbern: Der Demograf Wolfgang Lutz (56), Wittgenstein-Preisträger.© APAweb / Herbert Neubauer Ebenfalls unter den Bewerbern: Der Demograf Wolfgang Lutz (56), Wittgenstein-Preisträger.© APAweb / Herbert Neubauer

Die ÖAW kämpft sich bereits seit geraumer Zeit durch Umstrukturierungen. Im Zuge der Umsetzung der Leistungsvereinbarung 2012 bis 2014 mit dem Wissenschaftsministerium, die der ÖAW eine Budgetlücke beschert hat, wurden 14 Einrichtungen der Akademie an Universitäten transferiert. Darüber hinaus haben einige prominente Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen ihren Austritt erklärt.

Und auch der Rechtswissenschafter Walter Berka (64) will den Chefposten der größten grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungsinstitution Österreichs.

Und auch der Rechtswissenschafter Walter Berka (64) will den Chefposten der größten grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungsinstitution Österreichs.© APAweb / Stringer Und auch der Rechtswissenschafter Walter Berka (64) will den Chefposten der größten grundlagenorientierten außeruniversitären Forschungsinstitution Österreichs.© APAweb / Stringer





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2013-03-12 10:46:50
Letzte Änderung am 2013-03-12 11:06:56


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