• vom 12.04.2012, 17:07 Uhr

Konjunktur

Update: 12.04.2012, 17:53 Uhr
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Globaler Handel bleibt 2012 schaumgebremst



  • Laut WTO nur 3,7 Prozent plus - das langjährige Mittel wären 5,4 Prozent.

WTO-Chef Pascal Lamy verurteilt politischen Egoismus, der dem Welthandel schadet.

WTO-Chef Pascal Lamy verurteilt politischen Egoismus, der dem Welthandel schadet.© EPA WTO-Chef Pascal Lamy verurteilt politischen Egoismus, der dem Welthandel schadet.© EPA

Genf. (apa/hes) Europas Schuldenkrise bremst den Welthandel: Diese sei mitverantwortlich, dass das Wachstum sich 2012 zum zweiten Mal in Folge deutlich verlangsamt, sagt die WTO. Im Krisenjahr 2009 waren die globalen Exporte um 12,2 Prozent geschrumpft, der größte Rückgang seit dem Zweiten Weltkrieg. Danach schlug das Pendel mit 13,8 Prozent plus kräftig in die Gegenrichtung aus. Doch seither bleibt die Erholung mager: Im Vorjahr betrug das Wachstum gerade fünf Prozent. Und für heuer erwartet die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf nur 3,7 Prozent.

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Das Wachstum des Welthandels bleibe damit 2012 erneut unter dem Durchschnittswert der letzten 20 Jahre von 5,4 Prozent.

Zu den Ursachen zählt die WTO abseits des Euro das Erdbeben und den Tsunami in Japan, die Unterbrechung der Ölproduktion in Libyen und die Aufstände in Tunesien und Ägypten.

"Mehr als drei Jahre sind seit dem Kollaps von 2008/2009 vergangen, aber die Weltwirtschaft und der Welthandel bleiben sehr anfällig", sagte WTO-Direktor Pascal Lamy. "Wir sind längst noch nicht aus dem Schneider." Er beklagte, dass viele Länder mit protektionistischen Maßnahmen reagieren, die dem Welthandel zusätzlich schaden. Solcherart "wirtschaftlicher Nationalismus" würde "schrittweise die Vorteile eines offenen Handels untergraben". Diesem Trend müssten die WTO-Mitglieder entgegenwirken.

Auch China fährt sein Wachstum zurück: Am Freitag will Peking die Vorgaben für das heurige Jahr veröffentlichen. China versucht, die viel zu rasch gestiegenen Immobilienpreise in den Griff zu bekommen - und spürt auch die gesunkene Auslandsnachfrage. Die Weltbank hat ihre Prognose für das chinesische Wachstum am Donnerstag von 8,4 auf 8,2 Prozent zurückgenommen. Das wäre so wenig wie seit 13 Jahren nicht.




Schlagwörter

Exporte, Konjunktur, WTO, Welthandel

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-12 17:14:05
Letzte Änderung am 2012-04-12 17:53:10


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