Wien. (sts) Bio hat sich in Österreich als Marktsegment etabliert, sagt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer von AMA-Marketing. Immerhin 16,4 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe sind Bio-Betriebe, 19,6 Prozent der verfügbaren Ackerfläche werden biologisch bewirtschaftet.
Auch Diskonter steigen in das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln ein. Das wirkt sich aus: Im Jahr 2011 haben die Österreicher etwa 304 Millionen Euro für biologische Lebensmittel ausgegeben, im Jahr davor waren es sogar 306 Millionen Euro. Grund für den Konsumrückgang in diesem Jahr sei die EU-Wirtschaftskrise gewesen, sagt Mikinovic, der in seiner Funktion mit 2013 von Michael Blass, Geschäftsführer des Wirtschaftskammer-Fachverbandes Lebensmittelindustrie, abgelöst wird.
Als Motive für den Kauf biologischer Lebensmittel werden laut einer Studie von Sensor-Marktforschung Geschmack, Gesundheit, Rückbesinnung zum Ursprung und Nachhaltigkeit genannt. Auch wenn eine Studie aus Stanford belegt, dass Bio-Nahrung nicht unbedingt gesünder ist.
Laut einer Key-Quest-Studie würden sechs Prozent der Bauern, die konventionelle Landwirtschaft betreiben, bei guten Förderbedingungen "sehr sicher", 27 Prozent "eventuell" mit Einführung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik 2014 auf Bio-Landwirtschaft umsteigen. Entscheidend ist aber der Konsument: "Den Menschen muss bewusst sein, dass sie durch ihr Kaufverhalten entscheiden, welchen Weg die österreichische Landwirtschaft geht", meint Umweltminister Nikolaus Berlakovich.