• vom 21.05.2012, 18:33 Uhr

Wirtschaftspolitik

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EU-Trendumkehr bei Einkommen- und Firmensteuern



Brüssel. Europas Steuersystem bleibt ein Flickwerk. Die Mehrwertsteuern liegen zwischen 15 (Luxemburg) und 27 Prozent (Ungarn). Speziell seit 2008 sind die Konsumsteuern stark gestiegen: Etliche Staaten wollten so ihr Budget sanieren. Im EU-Schnitt stiegen die Mehrwertsteuersätze von 19,2 (2000) auf 21 Prozent (2012).

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Eine Trendumkehr gibt es bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer, wo die Spitzensteuersätze langfristig gesunken waren. 2012 wird der durchschnittliche Spitzensatz der Einkommensteuer aber auf 38,1 Prozent steigen- von 37,5 Prozent 2011. In Österreich beträgt er unverändert 50 Prozent. Spitzenreiter ist Schweden mit 56,6 Prozent, die niedrigsten Sätze haben Bulgarien (10 Prozent), Tschechien und Litauen (je 15 Prozent). Die Körperschaftsteuersätze erhöhten sich 2012 leicht auf den EU-Durchschnitt von 23,5 Prozent - um 0,1 Prozentpunkte mehr als 2011. Die höchsten Unternehmenssteuern verzeichnet Frankreich (36,1 Prozent). Die niedrigsten finden sich in Bulgarien und Zypern (je 10 Prozent), gefolgt von Irland mit 12,5 Prozent. In Österreich blieb die Körperschaftsteuer 2012 bei 25 Prozent.

EU-Experten empfehlen wachstumsfreundliche Vermögens-, Konsum- oder Energiesteuern, um die Arbeit zu entlasten. Vermögenssteuern machten 1,3 Prozent an der EU-Wirtschaftsleistung aus. Österreich liegt mit 0,5 Prozent BIP-Anteil knapp vor den Schlusslichtern Slowakei, Tschechien, Estland (je 0,4 Prozent). Die höchsten Vermögenssteuern zahlen die Briten mit 4,2 Prozent, gefolgt von den Franzosen mit 3,4 Prozent.



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Dokument erstellt am 2012-05-21 18:41:02


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