• vom 09.03.2017, 17:03 Uhr

Ausbildung & Arbeitswelt

Update: 09.03.2017, 17:04 Uhr

Arbeitsmigration

Polen, Tschechien und Ungarn suchen Gastarbeiter




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Von WZ Online, APA

  • Aus Ukraine und Weißrussland - Arbeitskräfteknappheit in ungarischer Baubranche.

Ein Fischereibetrieb am Balaton in Ungarn. Polnische, tschechische und ungarische Unternehmen leiden an Arbeitskräftemangel. Vor allem, weil diese ins Ausland abwandern.

Ein Fischereibetrieb am Balaton in Ungarn. Polnische, tschechische und ungarische Unternehmen leiden an Arbeitskräftemangel. Vor allem, weil diese ins Ausland abwandern.© APAweb / AP, Boglarka Bodnar/MTI via AP Ein Fischereibetrieb am Balaton in Ungarn. Polnische, tschechische und ungarische Unternehmen leiden an Arbeitskräftemangel. Vor allem, weil diese ins Ausland abwandern.© APAweb / AP, Boglarka Bodnar/MTI via AP

Wien/Budapest. Jahrelange Migration in westeuropäische Staaten hat inzwischen zu einem Arbeitskräftemangel in osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Polen und Tschechien geführt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach hat alleine Polen im vergangenen Jahr 800.000 Gastarbeiter aus der Ukraine beschäftigt, in Tschechien waren 100.000 Ukrainer tätig. Ungarn gehe trotz Arbeitskräftemangels zögerlich vor.

Der ungarische Premierminister Viktor Orban habe zwar ein großes Gastarbeiterprogramm ausgeschlossen, doch die ungarische Regierung versuche, Ukrainer in begrenzter Zahl anzuwerben. Der ungarische Bausektor, in dem 280.000 Menschen beschäftigt sind, braucht nach Angaben einer Bauwirtschaft-Vertretung mindestens 8.000 Arbeitskräfte zusätzlich.

Ungarn holt Beschäftigte aus Weißrussland

Nun sollen Firmen aus Weißrussland inklusive ihrer Beschäftigten nach Ungarn geholt werden. Die im Vergleich zu anderen osteuropäischen Ländern zögerliche Anwerbung von Arbeitskräften aus der Ukraine und Weißrussland könnte die ungarische Bauwirtschaft gegenüber Tschechien und Polen ins Hintertreffen bringen, fürchten die ungarischen Baumeister.

Die zunehmende Knappheit an Arbeitskräften zeigt sich auch in der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen, die in osteuropäischen Ländern kontinuierlich sinken. Die niedrigste Arbeitslosenquote der ganzen EU verzeichnete im Jänner 2017 Tschechien (3,4 Prozent). Nach Deutschland (3,8 Prozent) folgte Ungarn (4,3 Prozent) am dritten Platz. Am siebenten Platz lagen Polen und Rumänien ex aequo (je 5,4 Prozent) noch vor Österreich (5,7 Prozent).

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Dokument erstellt am 2017-03-09 16:20:52
Letzte Änderung am 2017-03-09 17:04:45



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