• vom 04.06.2014, 15:48 Uhr

Gesellschaft

Update: 04.06.2014, 16:27 Uhr

Integration per Smartphone

App hilft Sprachbarrieren überwinden




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  • Steirische Joanneum Research entwickelte App als Alltagshilfe für Migranten.

Warum sich nicht die moderne Technik zunutze machen, um die vielfältige Gesellschaft näher zusammenzubringen? Da Smartphones immer mehr in unserem Alltag integriert sind, können sie künftig auch einen stärkeren Beitrag zur Überwindung von sprachlichen und kulturellen Barrieren von Migranten leisten: Die steirische Forschungsgesellschaft Joanneum Research hat eine mobile Applikation entwickelt, die Einwanderern helfen soll, sich in ihrem Gastland besser zurechtzufinden. Eine erste Version soll 2015 erhältlich sein, teilte das EU-Konsortium "Maseltov" mit.

Sprachlernspiel und Übersetzung

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Bei der Einwanderung in ein fremdes Land werden Migranten mit zahlreichen Herausforderungen im Alltag konfrontiert. Vor allem sprachliche und kulturelle Barrieren sind in der Anfangszeit schwer zu überwinden. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts "Maseltov" (Mobile Assistance for Social Inclusion and Empowerment of Immigrants with Persuasive Learning Technologies and Social Network Services) entwickelte die Joanneum Research mit 13 europäischen Partnern daher eine App, die auf vielfältige Weise Unterstützung bieten kann: Mithilfe einer "Textlupen-Funktion" werden Schriftzüge an Gebäuden, auf Formularen oder in Geschäften per Video aufgenommen und direkt ins Spanische, Deutsche, Italienische und Türkische übersetzt. Übersetzungsfunktionen in weitere Sprachen seien angedacht, hieß es am Dienstag. Das sogenannte "Serious Game" simuliert Alltagssituationen, um Sprachkenntnisse zu trainieren.

"Die Kommunikation über Sprache ist das Hauptziel des Projektes. Vor allem die Funktion 'Serious Game' regt zur aktiven Kontaktaufnahme und Anwendung von neu erworbenen Sprachkenntnissen an", betonte Projektkoordinator Lucas Paletta von Joanneum Research. Die aktuelle Version der Applikation werde bis Herbst 2014 getestet, ab Mai 2015 sollen die ersten Teilversionen zum Download bereitstehen und - voraussichtlich kostenlos - über URL oder QR-Code direkt aus das Smartphone geladen werden. Verschiedene Kanäle wie Ämter, die von Migranten aufgesucht werden, oder auch Sprachkursanbieter werden die künftigen Nutznießer über das neue Service informieren.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2014-06-04 15:50:38
Letzte nderung am 2014-06-04 16:27:49



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