• vom 09.03.2017, 13:47 Uhr

Gesellschaft

Update: 09.03.2017, 13:50 Uhr

Theater

Flucht und Asyl auf der Bühne




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Von "Nirgends in Friede. Antigone" im Dschungel Wien bis hin zum musikalischen Abend im Theater Akzent: Leben und Umgang mit Asylsuchenden wird auf Bühnen thematisiert.

"Welcher Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Hunger und in Frieden? Wer das Recht zu überleben und wer stirbt dafür?" Das Stück Antigone ist im Kinder-Theater Dschungel in Wien zu sehen.

"Welcher Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Hunger und in Frieden? Wer das Recht zu überleben und wer stirbt dafür?" Das Stück Antigone ist im Kinder-Theater Dschungel in Wien zu sehen.© Dschungel Wien "Welcher Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Hunger und in Frieden? Wer das Recht zu überleben und wer stirbt dafür?" Das Stück Antigone ist im Kinder-Theater Dschungel in Wien zu sehen.© Dschungel Wien

Wien. Das Zusammenleben in Europa, der Umgang mit Asylsuchenden und das Leben der Geflüchteten selbst: Das Thema beschäftigt nicht nur Politik und Medien, sondern schlägt sich dieser Tage auch verstärkt am Theater nieder. Den Anfang macht heute, Donnerstag, "Stirb, bevor du stirbst" von Ibrahim Amir in Schwechat; jenem Autor, dessen Stück "Homohalal" am Volkstheater im Vorjahr abgesagt worden war.

Humorvoller und kritischer Zugang zu ernsten Themen

Information

"Stirb, bevor du stirbst"
Theater Forum Schwechat
Premiere am Donnerstag,
9. März um 20 Uhr

"Nirgends in Friede. Antigone."

Dschungel Wien
Ab 10. März

"In meiner Hand eine Wolke"

Theater Akzent
22. März

"Die Geschichte eines Jungen aus Afghanistan"
Dschungel Wien
Ab 28. März

"Badluck Aleppo"

Theater Nestroyhof Hamakom
Bis 24. April

Amirs Stücke sind dafür bekannt, "dass er mit ernsten und heiklen Themen witzig, aber kritisch umgeht", heißt es auf der Website des Theater Forums Schwechat, wo "Stirb, bevor du stirbst", eine "Komödie über Klischees und Vorurteile" in der Regie von Manuela Seidl Premiere feiert. Das im Jahr 2015 in Köln uraufgeführte Werk kreist um das Thema Dschihadismus: Eine Mutter macht sich auf die Suche nach ihrem Sohn, der wohl nach Syrien gegangen ist, um in den "Heiligen Krieg zu ziehen". Amir geht der Stimmung nach, die dazu führt, dass Jugendliche sich dem Dschihad anschließen.

Premiere am Donnerstag, 9. März um 20 Uhr, im Theater Forum Schwechat.

"Welcher Mensch hat das Recht auf ein würdiges Leben ohne Hunger und in Frieden? Wer das Recht zu überleben, und wer stirbt dafür?": Fragen wie diese wirft "Nirgends in Friede. Antigone." im Dschungel Wien auf. Basierend auf der sophokleischen Vorlage, wird die "Festung Theben" zur "Festung Europa", an deren Außengrenzen der Krieg tobt. Mit dem Jugendstück ab 16 Jahren, das in Kooperation mit Werk X entsteht, beenden die Studierenden des ersten Jahrgangs des "diverCITYLABs" ihre vierjährige praxisorientierte Performance- und Schauspielausbildung.

Ab 10. März im Dschungel Wien.

Am 22. März lädt das Theater Akzent zu einem verbindenden musikalischen Abend: "In meiner Hand eine Wolke" nennt sich das Vorhaben in Anlehnung an ein Gedicht des palästinensischen Schriftstellers Mahmoud Darwisch, das auf das Schicksal geflüchteter Menschen in der Diaspora verweist. Auf der Bühne stehen bei diesem Konzert neu angekommene Künstlerinnen und Künstler aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak gemeinsam mit österreichischen Musikern. Auf dem Programm stehen Auftritte des irakischen Quartetts Jabbar, des afghanischen Musafer Ensemble_Youssufu oder des Vienna World Orchestras.

22. März, Theater Akzent

Porträts und Einblicke in zerbombte Städte

Ab 28. März schließlich widmet sich der Dschungel Wien erneut dem Thema: "Die Geschichte eines Jungen aus Afghanistan" von Flo Staffelmayr zeichnet den Weg eines Jugendlichen auf seiner langen, einsamen Flucht nach Europa nach. Er erzählt laut Ankündigung von "den Schleppern, der Not und der Angst. Aber auch vom Ankommen und davon, wie man hier herausfindet, wer man nun sein soll".

Ab 28. März im Dschungel Wien.

Bereits angelaufen ist "Badluck Aleppo" im Theater Nestroyhof Hamakom: In dem Stück kommen Augenzeugen zu Wort, die vom Alltag in der zerbombten Stadt berichten, von ihrer Flucht oder ihrer Evakuierung. Bei der Augenzeugenperspektive belassen es die Initiatoren Karl Baratta, Natascha Soufi und Thomas Bischof im Hamakom jedoch nicht. Als Counterpart werden von Schauspielern aus aktuellem Anlass verfasste Texte von Autoren wie Elfriede Jelinek oder Thomas Arzt rezitiert.





Schlagwörter

Theater, Flucht, Asyl

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-03-09 13:32:45
Letzte nderung am 2017-03-09 13:50:56



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Österreich soll 300 Jesidinnen aufnehmen
  2. Flüchtlingsbetreuer erhalten Erschwerniszulage
  3. Slowakischer Präsident warnte vor dem Kreml
Meistkommentiert
  1. Österreich soll 300 Jesidinnen aufnehmen
  2. Slowakischer Präsident warnte vor dem Kreml
  3. Flüchtlingsbetreuer erhalten Erschwerniszulage

Werbung




Werbung


Werbung