• vom 05.07.2017, 13:01 Uhr

Gesellschaft

Update: 05.07.2017, 13:35 Uhr

Islamische Glaubensgemeinschaft

Studie schädigt den Ruf von Muslimen




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Von WZ Online, APA

  • Islamische Glaubensgemeinschaft: "Muslime dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen gemacht werden".

Moschee des islamischen Zentrums in Wien. - © APA, afp, Joe Klamar

Moschee des islamischen Zentrums in Wien. © APA, afp, Joe Klamar

Wien. In der Debatte um die Kindergartenstudie von Islamwissenschafter Ednan Aslan meldet sich nun auch die Islamische Glaubensgemeinschaft zu Wort. "Musliminnen und Muslime dürfen nicht zum Spielball politischer Interessen gemacht werden", heißt es in einer Aussendung am Mittwoch. Die IGGÖ fordert nun eine rasche und umfassende Aufklärung der Vorgänge rund um die umstrittene Studie.

Laut IGGÖ handle es sich bei der Kindergartenstudie um eine vom Integrationsministerium bestellte Studie, "die gewissen politischen Interessen nutzbar gemacht werden sollte." Inhaltliche Änderungen seien vorgenommen worden, um "bestehende Ressentiments in Feindbilder" umzuwandeln. Äußerst bedenklich nennt die Glaubensgemeinschaft das Verhalten des Wissenschafters Aslan und des Integrationsministeriums, das die "Rufschädigung einer ganzen Bevölkerungsgruppe anzettelt."

Die IGGÖ begrüßt die wissenschaftliche Prüfung der Studie durch die Universität Wien. Weiters fordert die Glaubensgemeinschaft eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der frühkindlichen Bildung. Der IGGÖ selbst betreibt keine Kindergärten, ist jedoch als religiöse Vertretung der Muslime in der Erstellung eines Kriterienkatalogs für alle Wiener Kindergärten eingebunden.

Kern stellt sich hinter Kurz

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat sich am Mittwoch im Zusammenhang mit der von Beamten des Integrationsministeriums umgeschriebenen Kindergartenstudie des Islamwissenschafters Ednan Aslan hinter Minister Sebastian Kurz gestellt. Vor Journalisten zeigte sich der SPÖ-Vorsitzende überzeugt, dass der ÖVP-Obmann nicht persönlich in Manipulationen verwickelt sei.

Kern plädierte aber dafür, die Details und Fakten zu analysieren. Diese geschehe nun ohnehin mit der Überprüfung durch die Universität.

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Dokument erstellt am 2017-07-05 13:03:07
Letzte nderung am 2017-07-05 13:35:13



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