• vom 24.08.2017, 19:04 Uhr

Gesellschaft

Update: 24.08.2017, 20:10 Uhr

Bertelsmann Stiftung

Islam-Vorbehalte in Österreich am größten




  • Artikel
  • Kommentare (16)
  • Lesenswert (10)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Österreichs Schulsystem laut Studie "wenig integrationsförderlich".

 Die Integration von Muslimen in Westeuropa funktioniert besser als von vielen angenommen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der  Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. Muslime holen bei Spracherwerb und Bildung auf, auch die Integration in den Arbeitsmarkt gelinge demnach besser als früher. - © APAweb/AFP, dpa, Schilz

 Die Integration von Muslimen in Westeuropa funktioniert besser als von vielen angenommen wird. Zu diesem Ergebnis kommt der  Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung. Muslime holen bei Spracherwerb und Bildung auf, auch die Integration in den Arbeitsmarkt gelinge demnach besser als früher. © APAweb/AFP, dpa, Schilz

Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.

Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.© APAweb Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.© APAweb

Gütersloh. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung sind bei der Integration von Muslimen in Westeuropa deutliche Fortschritte, aber auch nationale Unterschiede erkennbar. Das ergab die Befragung von über 10.000 Menschen in Frankreich, Großbritannien, Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Die muslimische Bevölkerung in Westeuropa wächst seit den Sechzigerjahren stetig an. Grundsätzlich steigen mit jeder Generation die Sprachkompetenz, Bildungsstandards, Arbeitschancen von Muslimen sowie interreligiöse Kontakte.


Das sei beachtlich, weil keines der fünf untersuchten Länder durchgängig gute Integrationsmöglichkeiten bietet und da Muslime bei rund einem Fünftel der Bevölkerung auf offene Ablehnung stoßen, betonten die Autoren der Studie. Die Islam-Skepsis ist in Österreich am größten - 28 Prozent der befragten Österreicher möchten keine Muslime als Nachbarn. In Frankreich sagten das nur 14 Prozent.

Rechtspopulistische Rhetorik stelle Muslime fälschlicherweise als nicht integrierungsfähig oder -willig dar. Die Studie zeige aber, dass für stockende Integration meist staatliche Rahmenbedingungen die Ursache seien, erklärte Stephan Vopel von der Bertelsmann Stiftung.

Diese Rahmenbedingungen sind in Österreich schlechter als in den Nachbarländern. Dort lernen weniger Muslime die Landessprache schon im Kindesalter als etwa in Frankreich. Auch das österreichische Schulsystem ist nicht so integrationsförderlich wie das in Frankreich oder Deutschland. Was den Arbeitsmarkt angeht, ist Deutschland Spitzenreiter; auch hier hinkt Österreich hinterher.

Widergespiegelt werden die Mängel der österreichischen Integration dadurch, dass sich Muslime in Österreich stärker diskriminiert fühlen als in Deutschland oder der Schweiz.




16 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-24 18:12:02
Letzte nderung am 2017-08-24 20:10:58



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Österreich soll 300 Jesidinnen aufnehmen
  2. Flüchtlingsbetreuer erhalten Erschwerniszulage
  3. Slowakischer Präsident warnte vor dem Kreml
Meistkommentiert
  1. Österreich soll 300 Jesidinnen aufnehmen
  2. Slowakischer Präsident warnte vor dem Kreml
  3. Flüchtlingsbetreuer erhalten Erschwerniszulage

Werbung




Werbung


Werbung