• vom 21.04.2017, 13:51 Uhr

Politik & Recht

Update: 21.04.2017, 13:53 Uhr

Abkommen

Türkei hält EU-Flüchtlingsdeal trotz Spannungen ein




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Von WZ Online, APA, dpa

  • Laut griechischem Flüchtlingskrisenstab haben gab es deutlich weniger Übersetzungen aus der Türkei.

Geflüchtete werden von Mitarbeitern der Seenotorganisation "Migrant Offshore Aid Station" (MOAS) von ihrem treibenden Schlauchboot gerettet.

Geflüchtete werden von Mitarbeitern der Seenotorganisation "Migrant Offshore Aid Station" (MOAS) von ihrem treibenden Schlauchboot gerettet.© APAweb / Reuters, Darrin Zammit Lupi Geflüchtete werden von Mitarbeitern der Seenotorganisation "Migrant Offshore Aid Station" (MOAS) von ihrem treibenden Schlauchboot gerettet.© APAweb / Reuters, Darrin Zammit Lupi

Athen. Die Türkei hält das Flüchtlingsabkommen mit der EU trotz der Spannungen im Verhältnis zur Union und wiederholter gegenteiliger Drohungen ein. Die Zahl der Migranten, die aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis übersetzen, sei weiterhin niedrig, teilte der griechische Flüchtlingskrisenstab am Freitag mit.

In den ersten zwanzig Apriltagen seien im Durchschnitt 41 Menschen auf den Inseln angekommen. Von Donnerstag auf Montagmorgen seien sogar nur 26 Flüchtlinge registriert worden. Insgesamt haben vom Jahresbeginn bis zum 21. April 5.078 Migranten und Flüchtlinge übergesetzt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren gut 94.000 Menschen angekommen.

Balkanroute und Flüchtlingspakt

Die Anzahl der ankommenden Migranten ging von April 2016 an schlagartig zurück, als die Balkanländer die Balkanroute schlossen und der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft trat. Dieses Abkommen sieht vor, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält und die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann.

Nach Polizeiangaben wurden auf dieser Grundlage bisher 1.196 Menschen zurück in die Türkei geschickt. Die Überprüfung der Asylanträge dauert wegen Personalmangels meist lange. Auf den Ostägäis-Inseln harren zurzeit knapp 13.800 Migranten und Flüchtlinge aus.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-04-21 13:35:48
Letzte nderung am 2017-04-21 13:53:54



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