Astern, Dahlien, Chrysanthemen, Herbst-Anemonen oder Erika erfreuen uns derzeit mit reicher Blütenpracht, doch schön langsam zeigen auch Sträucher und Bäume, was in ihnen steckt.
Die prachtvolle Herbstfärbung vieler Gehölze ist die Folge einer klugen Strategie von Mutter Natur. Viele Bäume werfen im Herbst ihre Blätter ab, da sie sonst im Winter vertrocknen würden, wenn kein Wasser aus dem gefrorenen Boden aufgenommen werden kann.
Damit möglichst viele wichtige Nährstoffe aus den Blättern im nächsten Jahr wieder zur Verfügung stehen, werden sie den Blättern entzogen und ins Holz verlagert. Dabei wird auch der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll abgebaut. Nach diesem Abbauprozess werden in den Blättern andere Farbpigmente sichtbar, die zur besonderen Farbenpracht des Herbstes beitragen. Eindrucksvoll sind dann zum Beispiel die Blätter des Korkflügelstrauches (Euonymus alatus), des Fächerblattbaumes (Ginkgo), der Linde (Tilia), des Wilden Weins (Parthenocissus), des Glanzblattstrauches (Photinia villosa), des Zucker-Ahorns (Acer saccharum) oder des Hartriegels (Cornus).
So manche Pflanze beeindruckt aber nicht nur mit einer wunderschönen Herbstfärbung, sondern auch mit wohlschmeckenden Früchten. Dazu gehört unter anderem der Scharfzähnige Strahlengriffel (Actinidia arguta), auch Kleinfruchtige Kiwi genannt. Die Kletterpflanze kann mit einer Kletterhilfe an einem warmen und sonnigen Standort durchaus bis zu sieben Meter hoch werden. Sie ist mit jener Pflanze verwandt, von der die handelsüblichen Kiwis geerntet werden, doch die Früchte des Scharfzähnigen Strahlengriffels sind nur etwa so groß wie Stachelbeeren. Sie schmecken süß und sind Vitamin-C-reich. Die Pflanzen haben entweder männliche oder weibliche Blüten, zur Fruchtbildung benötigt man daher eine männliche und eine weibliche Pflanze. Auch die Früchte der Garten- oder Kultur-Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum) schmecken köstlich. Die je nach Sorte hell- bis schwarzblauen Beeren reifen ab September. Diese Heidelbeersträucher werden etwa einen bis zwei Meter hoch und benötigen einen humosen, sauren Boden.
Gut gepflanzt
Der Herbst ist aber nicht nur die Zeit der Ernte, sondern auch die ideale Pflanzzeit für viele Gehölze und Stauden. Spätblühende Stauden im Topf wie zum Beispiel Herbst-Anemonen (Anemone japonica) in Weiß, Rosa oder Pink bieten sofort Farbeffekte. Beliebt sind auch Ziergräser, die ebenso wie die Herbst-Anemonen mit ihrem anmutigen Wuchs erfreuen und ein Gefühl von Leichtigkeit in den Garten bringen. Mit ihnen können auch ohne großen Aufwand stimmungsvolle Herbstimpressionen auf Balkon und Terrasse entstehen.

Damit die neu gepflanzten Gehölze aber gut anwurzeln, den Winter überstehen und im Frühjahr wieder kraftvoll austreiben, muss man ihnen die besten Bodenbedingungen bieten. Abgesehen von der richtigen Erde kann man die Pflanzen auch mit Effektiven Mikroorganismen (EM), winzigen biologischen Helfern, unterstützen. 1997 hat das ober-
österreichische Familienunternehmen Multikraft die Technologie der Effektiven Mikroorganismen aus Japan nach Österreich gebracht. Die EM beinhalten Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien, die das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen auf natürliche Weise beeinflussen, indem regenerative Mikroorganismen gefördert und fäulnisbildende unterdrückt werden. Die Lösungen sind Bodenhilfsstoffe, die Keimung, Wurzelbildung, Blüte, Fruchtansatz und Reifung von Pflanzen fördern und gleichzeitig gegen Schädlinge und Pilzerkrankungen wirken. Und das alles nur mit natürlichen Mitteln ...
Artikel erschienen am 5. Oktober 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 36-37
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