Essen ist in Frankreich ein wichtiger Bereich des täglichen Lebens, die Pflege der Küche ein Bestandteil der nationalen Kultur. Die französische Küche ist sowohl für ihre Qualität als auch ihre Vielseitigkeit berühmt und blickt auf eine lange Tradition zurück. Doch nicht nur die Haute Cuisine hat sich einen Namen gemacht, auch die verschiedenen Regionalküchen Frankreichs, die auf unterschiedlichen Zutaten, Kombinationen und Zubereitungsarten basieren, haben wichtige Beiträge für die Speisekarten in aller Welt geliefert. So kommen etwa die Bouillabaisse, der Coq au vin oder der Flammkuchen alle aus der ländlichen Küche. Die Basis ist - neben frischen Zutaten - vor allem Einfachheit. Und Zeit natürlich, denn Franzosen nehmen sich gerne Zeit sowohl fürs Einkaufen der Lebensmittel als auch für die Zubereitung des Essens.
Diese Erfahrung machte auch Laura Washburn. Die in Los Angeles geborene Amerikanerin studierte in Paris, wo sie die "École de Cuisine La Varenne" besuchte. Die Unkompliziertheit der französischen Küche, gepaart mit großartigen Geschmackserlebnissen, veranlasste sie nun, eine Sammlung mit den besten Rezepten der französischen Landhausküche zu veröffentlichen. Das Ergebnis als "alltägliches Essen für ganz normale Leute" zu bezeichnen, mag wohl stimmen, doch Gourmets werden genauso angetan sein. Und gar so viel Zeit braucht man nun auch wieder nicht - was die Rezepte tatsächlich alltagstauglich macht. Am besten ausprobieren!
Rezept: Sole meunière
Zutaten:
2-3 EL Mehl, 2 frische Seezungen, je ca. 150 g, gehäutet und gesäubert, 2 EL Sonnenblumenöl, 40 g Butter, feines Meersalz, frisch gepresster Saft von ½ Zitrone, 1 Handvoll glatte Petersilie, fein gehackt, Zitronenscheiben zum Servieren
Zubereitung:
Das Mehl auf einen großen Teller geben und die Fische von allen Seiten darin wenden. Überschüssiges Mehl abschütteln. Das Öl und bis auf 2 EL die ganze Butter bei mittlerer Hitze in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen, die so groß ist, dass beide Fische nebeneinander darin Platz haben. Wenn das Fett zischt, die Fische in die Pfanne legen und 3 Minuten braten. Umdrehen und die andere Seite ebenfalls 3 Minuten braten. Während die zweite Seite brät, die erste Seite mit Salz bestreuen. Wenn die Fische gar sind, auf vorgewärmte Teller legen und die zweite Seite würzen. Die restliche Butter in der Pfanne bei starker Hitze zerlassen. Wenn sie anfängt zu zischen, die Hitze reduzieren und den Zitronensaft hinzufügen. Kochen lassen und dabei ca. 10 Sekunden lang den Ansatz vom Boden kratzen. Lassen Sie die Butter aber nicht verbrennen. Die Soße über den Fisch gießen und mit Petersilie bestreuen. Sofort mit dünnen Zitronenscheiben garniert servieren.
Rezept aus: "Die französische Landhausküche", Laura Washburn. Thorbecke Verlag, 23,60 Euro
Artikel erschienen am 4. Mai 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 34-35
Wer an die Provence denkt, hat meistens Bilder der Côte dAzur, weitläufiger Lavendelfelder oder silbern schimmernder Olivenhaine im Kopf...weiter
Kerbel (lat. Anthriscus cerefolium) ist eine einjährige Pflanze und gehört zur Familie der Doldengewächse und war schon den Römern als Gewürzkraut...weiter
Piment (lat. Pimenta dioica), auch Nelkenpfeffer oder Neugewürz genannt. Piment sind die getrockneten Früchte des immergrünen Nelkenpfefferbaumes aus...weiter
in der Gastwirtschaft Zum Weißen Tiger. Allein schon der Name macht auf dieses Lokal neugierig. Die Geschichte dazu: 1859 entfloh dem Zirkus...weiter