• vom 12.10.2012, 08:00 Uhr

Kulinarik

Update: 12.10.2012, 12:56 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (5)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Restplatz im Restaurant


Von Brigitte Suchan

  • Eine Restplatz-Suchmaschine vermittelt frei gebliebene Tische in Wiener Restaurants.

Das Konzept ist völlig neu in Wien und bestechend einfach: "delinski - smart table booking" ist eine Online-Plattform, auf der Interessierte frei gebliebene Tische in Wiener Restaurants buchen können.


© regine schöttl - Fotolia © regine schöttl - Fotolia

Der Gast darf sich über einen Nachlass von 30 Prozent freuen, der Lokalbetreiber über eine optimierte Auslastung. Selbst die besten Restaurants haben manchmal unbesetzte Tische, nur weiß man davon meist nichts. Auf der Website www.delinski.at sind die Mitgliedsbetriebe aufgelistet, bis jetzt machen etwa 40 Restaurants mit, erzählt Paco Matzinger, einer der Mitbegründer der Plattform. Der Name "delinski" ist ein Fantasiename, der in einer fröhlichen Runde entstanden ist.

Werbung

Unter den Restaurants, die man über "delinski" buchen kann gehören u.a. Harry‘s Time, die drei "Dots"-Restaurants, das Hansen in der Wiener Börse, der Nobelitaliener Procacci, Österreicher im MAK, das Hill in Döbling sowie viele andere. Einen Tisch in dem gewünschten Restaurant kann man von drei Monaten im Voraus bis zu einer halben Stunde vor dem Essen buchen, je nach verfügbarer Kapazität. Jede Buchung über das Onlineportal kostet fünf Euro und wird von den Betreibern von "delinski" an den Restaurantbetreiber weitergegeben. Man kommt ins Restaurant und sagt seinen Namen, wird zum Tisch geführt und kann à la carte bestellen, der 30-Prozent-Rabatt wird von der Rechnung abgezogen. Ganz ohne Gutschein oder sonstiges Zettelwerk. Ausgenommen sind lediglich Mittagsmenüs und Flaschenweine über 100 Euro.

Überhaupt wollen die Gründer Moritz Fiebinger, Paco Matzinger, Arno Nöbl und Lukas Zielinski sich von den herkömmlichen Konzepten wie Groupon, Daily Deal und anderen abgrenzen: "Diesen Systemen ist es nie gelungen, eine für alle Beteiligte nachhaltige Lösung zu finden. Die Restaurants konnten keine Gewinne erzielen und damit potenziellen Gästen auch keine attraktiven Deals mehr bieten", meint Zielinski. Bei "delinski - smart table booking" profitiert auch die Gastronomie, sind die Gründer überzeugt. Zum einen bedeutet eine bessere Auslastung mehr Gewinn, zum anderen erschließt "delinski" den Restaurants neue Zielgruppen, vor allem auch jüngere Menschen. In Amerika sind ähnliche Plattformen schon etabliert (siehe www.savored.com) und erfolgreich.

Nach einer mehrwöchigen Testphase läuft die Website seit 29. September im Regelbetrieb.

Artikel erschienen am 12. Oktober 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 23-33




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-10-12 12:32:04
Letzte Änderung am 2012-10-12 12:56:57


Beliebte Inhalte



Die perfekte Mutter, das perfekte Kind, das perfekte Leben? Eine anstrengende Illusion. - © Corbis
  • Mütter stehen unter Beobachtung: Wer Kinder hat, weiß es besser. wer keine hat, hat so seine Theorien, wie das eigentlich ginge, mit der Erziehung...
  • weiter

Elegante Gewandung beim Wiener Tweed-Ride. - David Marold
  • Ohne Spandex, ohne bunt. Statt in hautengen Radler-Hosen und knallbunten Rennfahrer-Trikots gleiten Wiens Radfahrer immer häufiger elegant gewandet...
  • weiter

Alpen in Sicht: reizvolle Landschaft bei Oberhofen am Irrsee. - Wolfgang Weitlaner Wolfgang von Metten findet den Werbespruch "Der Weg ist das Ziel" für Wallfahrten unpassend. "Das Ziel einer Wallfahrt...weiter

 - Palais Palffy Frühlingsgefühle Der Frühling hält nun schon seit ein paar Wochen Einzug in Wien und umweht die Stadt mit süßen Düften...weiter

Der Anteil der jungen Erwachsenen, die bei den Eltern leben, ist deutlich gestiegen. - © Getty
  • Steigende Wohnpreise, längere Ausbildungsdauer, ein grundsätzlich gutes Einvernehmen der verschiedenen Generationen: Dass das "Hotel Mama" heute...
  • weiter

Der Anteil der jungen Erwachsenen, die bei den Eltern leben, ist deutlich gestiegen. - © Getty
  • Steigende Wohnpreise, längere Ausbildungsdauer, ein grundsätzlich gutes Einvernehmen der verschiedenen Generationen: Dass das "Hotel Mama" heute...
  • weiter



Werbung




Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt.

Nach 28 Jahren stießen Biologen auf eine unbekannte Affenart in Afrika: die Lesula-Affen. Sie leben versteckt in der Lomami-Region in der Dem. Rep. Kongo und wurden nun von der Universität von Arizona für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. Nach Sony (PlayStaion 4) und Nintendo (WiiU) hat nun auch Microsoft seine Vision der zukünftigen Spielkonsolenwelt vorgestellt. Kinect Group Program Manager Scott Evans demonstrierte bei der Präsentation der "Xbox One" gleich einmal den neuen Kinect-Sensor, der nun nicht mehr als Zubehör erhältlich sein wird, sondern fix im Lieferumfang enthalten sein wird.

Mailands "neubabylonischer" Hauptbahhnhof Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Werbung