• vom 22.06.2012, 12:00 Uhr

Mode

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Mode mit Tiefgang


Von Stephanie Dirnbacher

  • Chakren-Drucke, die die Energiezentren im menschlichen Körper stimulieren, sind das Markenzeichen der Jungdesignerin Rebekka Ruétz. Auch sonst mag es die Tirolerin eigenwillig.

 - © Martina Kopp Photography / Martina Kopp

© Martina Kopp Photography / Martina Kopp

Nicht London, nicht Paris, nicht Mailand, sondern Innsbruck. Das ist der Ort, wo die aufstrebende Modedesignerin Rebekka Ruétz wohnt und werkt. "Ich brauche die Ruhe und die Natur für meine Inspiration", erklärt die sympathische Tirolerin. Das war mitunter auch ein Grund, weshalb sie einst ihre Karriere bei Stardesigner Peter Pilotto in London zugunsten eines eigenen Labels in der Heimat Österreich sausen hat lassen. "London ist eine tolle Stadt, aber es ist zu viel los, um kreativ zu sein", erklärt Ruétz. Der zweite Grund für die richtungsweisende Entscheidung, sich selbständig zu machen, war folgende Überlegung: "Bis man sich bei einem etablierten Label hochgearbeitet hat, dauert es. Wenn ich diese Zeit nur für mich arbeite, komme ich viel weiter."

Verhexte Kollektion

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Damit lag die Designerin richtig. Im Juli präsentiert sie bereits zum dritten Mal im Hauptzelt der Fashion Week in Berlin ihre neue Kollektion für den Sommer 2013. Bis auf den Namen der Kollektion, "Metamorphosis ... und was am Ende übrig bleibt", will Ruétz nichts verraten. Erst im Jänner führte sie in Berlin unter dem Motto "The Witch" ihre aktuelle Kollektion für den Winter vor, die im Juli ausgeliefert wird. "The Witch" ist das Finale einer Schaffensphase, die insgesamt vier Kollektionen umfasste, die für Ruétz die vier bedeutendsten Facetten einer Frau widerspiegelten: die Heilige, die Märtyrerin, die Jungfrau und die Hexe. Mit dem letzten Kapitel wollte Ruétz Selbstbewusstsein und Leidenschaft in ihren Stücken ausdrücken. Daher auch der Fokus auf die Taille, die manchmal durch mehrfach gewickelte Gürtel unterstrichen wird. Andere Teile stechen durch ihre großzügigen, voluminösen Schnitte hervor und lassen die Trägerinnen präsenter und stärker wirken. Dabei helfen auch die generösen Faltenapplikationen, die sich als Lamellen über Blusen, Kleider und Röcke ausbreiten. Wie bei all ihren Kollektionen legt Ruétz auch bei "The Witch" Wert auf Details wie Rüschen und Taschen. Bei den Materialien bleibt sie ihrer eigenwilligen Stoffkombination aus Strick, Loden, Seide und Spitze treu - wenn möglich, aus österreichischer Produktion. Farblich wird Ruétz‘ Wintermode von hellen Tönen wie Beige, Kamel und Cremeweiß einerseits sowie andrerseits von dunklen Tönen wie Nachtblau, Rauchgrau und Diamantschwarz dominiert.

Rebekka Ruetz

Rebekka Ruetz© www.sylwiamakris.com Rebekka Ruetz© www.sylwiamakris.com




Schlagwörter

Fashion, Mode

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-06-21 12:50:08
Letzte Änderung am 2012-06-22 11:29:45


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