Alpenflora imitten in der Großstadt. Wer voller Ungeduld die Entfaltung der heurigen Frühjahrs-Blütenpracht herbeisehnt, in den Bergen zur großen Enttäuschung aber noch immer auf Schneemassen trifft, kann sich bis zum 5. August im Alpengarten des Belvederegartens inspirieren lassen. Neben tausenden alpinen Pflanzen sind auch dutzende Exemplare von Bonsai-Pflanzen zu bestaunen. Einst stand im ältesten Alpengarten Europas die Sammlung von Alpen- und Gebirgspflanzen aus Österreich, später aus aller Welt im Fokus. Heute ist die Erhaltung der genetischen Vielfalt der gefährdeten Flora des Alpenraums oberstes Ziel. Teil dieser unverzichtbaren Tätigkeit ist ein internationales Samentauschprogramm mit etwa 400 botanischen Gärten und Institutionen, an dem die Österreichischen Bundesgärten beteiligt sind.
Tolles Jahresprogramm 2012
Insgesamt sieben Gartendenkmale in Wien und Innsbruck sowie zahlreiche botanische Sammlungen werden von den Bundesgärten betreut. Das heurige Programm ist wieder so reichhaltig wie die zu bestaunende Artenvielfalt. Das Schöne daran: Jeder Besucher ist eingeladen, sich vor Ort dank Führungen, Workshops und Veranstaltungen ein Bild von der Arbeit zu machen. Sogar Rosen- und Baumpatenschaften werden angeboten. Einige der beliebten Jahresprogramme sind noch zu haben. Sie sind vor allem im Palmenhaus und im Alpengarten kostenlos erhältlich.
Alpengarten im Belvederegarten:
Saison 2012: 23. März - 5. August, Öffnungszeiten: tägl. 10:00 - 18:00 Uhr; Kassaschluss: 17:30 Uhr
Zugänge: 1030; Landstraßer Gürtel 3, Rennweg 6 und Prinz Eugen-Straße 27; bei Schlechtwetter bleibt der Alpengarten geschlossen.
Führungen: Infos & Anmeldungen von 7:00 bis 15:00 Uhr; für Gruppen von 10 bis 30 Personen. Anmeldung erforderlich; Dauer der Führungen: ca. 1 Stunde, Überzählige Pflanzen werden an der Kassa gegen Kostenersatz abgegeben.
Info & Kontakt: Direktionssekretariat der Österreichischen Bundesgärten, T: 01/877 50 87-0 oder 0664/819 83 12, alpengarten@bundesgaerten.at, www.bundesgaerten.at
Artikel erschienen am 6. April 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 28-29
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